28. Dezember 2013

Bye Bye... 2013!

Und schon wieder ist ein Jahr vorüber....


...rückblickend betrachtet, verging die Zeit wieder rasend schnell. 
Ich persönlich empfand dieses Jahr als nicht besonders angenehm.
Viel passierte, was man sich auch hätte sparen können.
Einige Unfälle und Krankenhausaufenthalte von Familienmitgliedern und Bekannten, der Verlust meiner Stelle, Gefühlstiefpunkte und Enttäuschungen, einsame Momente und das Gefühl der Machtlosigkeit in einigen Situationen. 

Jedoch gab es auch schöne Augenblicke, die mir helfen, das Jahr nicht als kompletten Reinfall zu sehen.
Neue Bekanntschaften, kleine Verbesserungen bzgl. meiner gesundheitlichen Einschränkung, neue Perspektiven, familiärer Rückhalt und die Erkenntnis, noch immer der Mensch zu sein, der ich vor meiner Erkrankung war.

Wie so viele Menschen, hoffe ich auch immer wieder aufs Neue, dass es nächstes Jahr besser wird?!
Ich denke, dass ist genau das, was uns dabei hilft, nicht in Selbstmitleid zu versinken, sondern aktiv daran zu arbeiten, im Folgejahr etwas zu ändern. 

Wir hoffen weiter... Jahr für Jahr... denn Hoffnung ist das, was uns aufrecht hält!

Und so hoffe auch ich, dass für mich nächstes Jahr mehr schöne Augenblicke warten, auf die ich später gerne zurückblicke. 

Ich wünsche allen Lesern einen guten Übergang ins nächste Jahr. 
Auch für euch hoffe ich, dass das folgende Jahr etwas bereithält, auf das ihr dann gerne zurückschaut.
Gesundheit und Glück zu wünschen, ist wahrscheinlich nie verkehrt (auch, wenn man das oft nicht selbst in der Hand hat). 
Ich wünsche euch Momente, in denen ihr einmal mehr auf euer Herz hört, obwohl der Verstand vielleicht etwas anderes sagt. Momente, in denen ihr euch fallen lassen könnt und einfach glücklich seid.
Ich danke euch, dass ihr mit mir die letzten Monate des (noch) aktuellen Jahres geteilt habt und hoffe, dass ich zukünftig auch weiterhin mit Interesse dabei bleibt :-)

In diesem Sinne ... und das letzte Mal in diesem Jahr....

L.H.P.

(Quelle: http://images.forwallpaper.com/files/thumbs/preview/12/122252__fireworks-fireworks-heart-sky-night-holiday_p.jpg)

18. Dezember 2013

Die Angst vor der Angst

„Flughäfen, sie machen mir Angst. […] Ich hab Angst vor Anschlussflügen…. die ich kriegen muss. Angst, vor dem Umsteigen, vor dem Rennen und vor dem nicht wissen wohin…. und davor, wie ich das rauskriege. Meine Angst ist, ich schaffs vielleicht nicht.“

„Wenn du den Flug verpasst, was wäre dann?“  

Dann gehe ich vielleicht verloren und ich bin dort auf ewig eingeschlossen und verfaule in einem einsamen Terminal, von dem keiner weiß.“

„Und das Flugzeug ist weg?!“
 
„Nein. Das wäre nicht der Grund für die Angst.“  

„Wovor hast du dann Angst?“

„Davor nicht zu wissen, ob ich es verpasse?! Ich fühle mich immer unwohl zwischen zwei Sachen. Ich hab Angst davor… das ich Angst bekomme, so ist das.“
 
„Das ist das Schlimmste auf der Welt, glaube ich!“
                                                                                            (Quelle: Film: Take This Waltz)




Wie man sieht.... Ängste sind weit verbreitet. Und es ist auch immer schwer einer Person dies verständlich zu machen, die zuvor nie etwas mit solchen Ängsten zutun hatte. 

16. Dezember 2013

Letzte Sitzung / Austherapiert!

Heute hatte ich meine letzte, regelmäßige (von der Krankenkasse finanzierte) Therapiesitzung.
Wie bereits in meinem Blogpost "Psychotherapie" beschrieben, gibt es ja nur eine gewisse Anzahl an Sitzungen, welche von der Krankenkasse bezahlt werden. Mein Kontingent ist nun ausgeschöpft.

Was bedeutet das nun für mich? 
Die Krankenkasse ermöglicht austherapierten Patienten (wie mir), dass sie einmal im Quartal eine Sitzung in Anspruch nehmen können. 
Dieses Angebot werde ich auch zukünftig annehmen, um nicht schlagartig die Therapie zu beenden. 
Mein nächster Termin ist nun im Februar, so dass meine Therapeutin und ich uns dann Mitte des ersten Quartals 2014 sehen, um Veränderungen zu besprechen. 
Möglicherweise habe ich bis dahin eine neue Beschäftigung gefunden oder eine Entscheidung der Rentenversicherung bezüglich meiner beantragten Reha erhalten, so dass dies besprochen werden kann.

In erster Linie ist es aber nun so, dass ich ab heute alleine zurechtkommen muss.
Für mich persönlich ändert sich jedoch nicht viel, da meine Sitzungen nie engmaschig angelegt waren. 
Die Zeiträume zwischen den Sitzungen betrug immer 4-8 Wochen, da bei mir eine gewisse Selbständigkeit und Motivation vorlag. Bei anderen Fällen kann die Therapie auch engmaschiger erfolgen.

In der letzten Sitzung haben wir ein Abschlussgespräch geführt und die letzten 5 Jahre Revue passieren lassen. Wir haben die bisher erfolgten Verbesserungen besprochen und mir noch mal vor Augen geführt, was ich bisher erreicht habe und was mir noch bevorsteht. 
Sie machte mir noch einmal klar, dass es wichtig ist, sich kleine Ziele zu setzen und nicht direkt vom Schlimmsten auszugehen.

(Quelle: http://www.blasernick.ch/Pictures/psychotherapie_eingang_1.jpg)

Für mich persönlich ist dies allein schon eine große Herausforderung, weil ich schon immer der Typ Mensch war, der mit dem Schlimmsten gerechnet hat, um auf jedes Szenario vorbereitet zu sein.

10. Dezember 2013

Diese unglaublichen, intensiven Lichtblitze... (Filmzitat II)

"[...] Ich hab auch eine Theorie. Meine Theorie dreht sich um Augenblicke. Um die Wahnsinnsmomente. Meine Theorie ist, dass diese Wahnsinnsmomente, diese unglaublichen, intensiven Lichtblitze die unser Leben komplett auf den Kopf stellen, ausmachen, wer wir eigentlich sind. [...] Die Sache ist die... jeder Einzelne von uns ist die Summe sämtlicher Momente, die er jemals erlebt hat. Mit all den Menschen, die er kennt. Und diese Momente sind es, die unsere Geschichte ausmachen. So was wie unsere persönlichen größten Hits unter unseren Erinnerungen, die wir im Geist immer und immer wieder abspielen."
(Filmzitat: "Für immer Liebe - The Vow")


Zu meinen persönlichen größten Hits gehört (verbinde damit schöne Erinnerungen und ein gutes Gefühl. Habe es lange nicht mehr gehört und nun zufällig wiedergefunden): 

 

9. Dezember 2013

Das Kind hat (endlich) einen Namen

Um meine gesundheitliche Einschränkung bei Ärzten, die mich und meine Krankheitsgeschichte zuvor nicht kannten, zu erklären, benutzte ich immer die Bezeichnung "psychisch bedingte Reizblase". 
In der Regel hatte ich auch das Gefühl, dass die Ärzte dann eine ungefähre Vorstellung davon hatten, was ich meine. 

Wie bereits in einem vorherigen Blogpost ("Kurzes Update") beschrieben, hatte ich vor geraumer Zeit eine medizinische Reha beantragt. Der Antrag wurde jedoch vom Versicherungsträger abgelehnt.
So wie ich bereits von meiner Therapeutin und meinem Hausarzt hörte, ist dies wohl das Standardverfahren, um Kosten zu sparen.
Nun ist es meine Aufgabe, innerhalb einer vierwöchigen Frist einen schriftlichen Widerspruch einzureichen, damit mein Sachverhalt erneut geprüft wird. 
Um den Widerspruch so aussagekräftig wie möglich zu belegen, bat ich meine Therapeutin eine Bescheinigung zu erstellen. In dieser Bescheinigung nannte sie natürlich auch den Grund der bisher erfolgten Therapie. 
Ihre Diagnose lautet: Panikstörung (Agoraphobie) und Somatoforme autonome Funktionsstörung

(Quelle: http://www.hypnose-zentrum.com/index.php%3Frex_resize%3D301w__211h__psysom_meridiane.jpg)
Googlet man beide Begrifflichkeiten erhält man folgende Erläuterung: 

6. Dezember 2013

Ehrlichkeit

Wenn man die Leute auf der Straße anspricht und erfragt, welche Eigenschaften ihr Partner mitbringen soll, werden am häufigsten Humor und Ehrlichkeit genannt.
Das heisst, die meisten Menschen fordern, dass man ehrlich zu ihnen ist.
Wieviel Ehrlichkeit sie ihrem Gegenüber aber entgegenbringen, ist dann oft jedoch ein anderes Thema?!

Wie ehrlich sollte man sein? Wann ist es richtig, seine ehrliche Meinung zu äußern und ehrlich mit sich selbst zu sein? Wie oft verwenden wir in unserem Leben Notlügen, um Personen nicht vor den Kopf zu stoßen?!
Wie oft reden wir uns selbst etwas ein, damit wir uns besser fühlen?!

Wann ist es sinnvoll, sein gegenüber zu belügen und wann macht es Sinn, einfach mal die Wahrheit zu sagen?

2. Dezember 2013

Die Reise unseres Lebens... (Filmzitat I)

"Wie man weiß, sind es die kleinsten Dinge, die ein Leben verändern können. In einem kurzen Moment kann sich zufällig etwas ereignen... 
...gerade, wenn du es am wenigsten erwartest, bringt es dich auf einen Weg, den du nie einschlagen wolltest. In eine Zukunft, die du dir nie hättest vorstellen können.
Wo er dich hinführen wird? Das ist die Reise unseres Lebens. Unsere Suche nach dem Licht. 
Doch manchmal musst du, um dieses Licht zu finden, durch die finsterste Dunkelheit."
(Filmzitat: "The Lucky One")

Da ich die Filme liebe, die auf den Romanen von Nicholas Sparks basieren, wollte ich dieses kurze Zitat hier einmal anbringen, da es mich zumindest zum Nachdenken anregt.

(Quelle: http://www.moviepilot.de/files/images/0704/3000/the-lucky-one-16.jpg)

29. November 2013

Thanksgiving / Ziele


Die meisten Menschen neigen dazu, sich über Dinge zu beklagen, die ihnen fehlen.
Sie beklagen sich über das Wetter, über ihre Mitmenschen oder über ihren Beruf.
Natürlich zähle ich mich auch dazu. Eigentlich ist dieser Blog nichts anderes, als eine große, virtuelle Tafel mit all meinen Problemen... die Situation mit der Blase bzw. mit dem Kopf, die berufliche Situation, familiäre Missverständnisse, die Einsamkeit, unerfüllte Liebe.... 
Ich weiß, dass es durchaus größere Probleme auf dieser Welt gibt, aber keine, die mich so sehr in meinem Alltag belasten, dass ich sie hier noch zusätzlich aufführen müsste.

(Quelle:http://dankbarkeit.nielskoschoreck.de/)
Gestern wurde in Amerika Thanksgiving gefeiert. Ein Fest der Dankbarkeit?! 
Viel zu selten betrachten wir unser Leben aus dieser Perspektive. Viel zu selten wird uns bewusst, was wir haben und wofür wir dankbar sein können. 
Viel eher neigen wir eben dazu, die Dinge zu suchen, die uns fehlen.

26. November 2013

Woche 6 des Selbstversuches

Und schon wieder ist ein Einnahmezyklus vorbei. 
Insgesamt habe ich mich nun 7 Woche mit dem Medikament (Equisetum arvense D6) beschäftigt. 6 Wochen davon wurde das Medikament 2mal täglich eingenommen.

Was soll ich nun großartig zu diesem Präparat schreiben?
Es schmeckte recht angenehm (im Gegensatz zu anderen Medikamenten).
Zu Beginn des Einnahmezyklusses wirkt es leicht harntreibend, jedoch keine weiteren Nebenwirkungen (bei mir!) bemerkbar.
Das Medikament hatte auf mich und meine Blase (oder auch meine Psyche) keinerlei wünschenswerte Wirkung. 
In dem Sinne war es so, als ob ich jeden Tag nach dem Frühstück und Abendessen einen winzigen, süßen Nachtisch hatte. Es schmeckte ganz angenehm und weiter nichts....


23. November 2013

Stell Dich selbst auf die Probe

Um an seinen Defiziten zu arbeiten, gehört oft eine Menge Mut und Geduld
Und natürlich ist es einfach, seine Defizite zu akzeptieren und damit zu leben?! 
Aber wenn man mal genau überlegt, kann sich auch die Arbeit lohnen, seine Komfortzone zu verlassen und für sich neue oder auch altbekannte Wege zu gehen. 

Mein größtes Defizit, welches ich mit der Zeit entwickelt habe, ist, dass ich mich zunehmend in mein Schneckenhäuschen (also meine Wohnung) verkrochen habe und so sehr an mir und meinen Körperfunktionen gezweifelt habe, dass selbst die einfachsten Dinge ausserhalb der Wohnung eine Hürde für mich darstellten. 
Meine gesundheitliche Einschränkung hat mich so sehr im Griff gehabt, dass ich mir Vieles nicht mehr zugetraut habe, was für mich vor einigen Jahren noch alltäglich war. 

Wer bereits ein paar Posts von mir gelesen hat, weiß eventuell auch, dass ich mir in der Vergangenheit zwei Selbsthilfebücher zugelegt habe. 
Ein Bericht dazu erfolgt, sobald ich mit dem Lesen fertig bin (könnte aber noch dauern) ;-)
Worauf ich hinaus möchte... 

(Quelle: http://img.fotocommunity.com/images/Jahreszeiten/Herbst/Spazieren-gehen-a29600242.jpg)

19. November 2013

Woche 5 des Selbstversuches

Und schon wieder ist eine weitere Woche vergangen...  das heisst weitere 7 Tage, an denen ich dieses homöopathische Medikament einnehme. 
Ich glaube diese Woche versehentlich 2 -3 Einnahmen vergessen zu haben, was allerdings auch damit zusammenhängt, dass es mir gesundheitlich nicht so gut ging und ich daher auch anderweitig zutun hatte. Da vergisst man das ganz schnell.


Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Wirksamkeit des Präparates hat.

14. November 2013

Ausmisten

Ich habe den gestrigen Tag hauptsächlich damit verbracht, alte, nutzlose und so gut wie nie verwendete Dinge auszusortieren, um Platz für Neues zu schaffen. 
Wie oft sammeln wir Gegenstände, da wir das Gefühl haben, wir könnten sie eines Tages gut gebrauchen? Und wie oft kommt es dann vor, dass genau diese Gegenstände in einem Regal oder in einer Schublade landen und dort vergessen werden, bis man bemerkt, dass man sie eigentlich doch nicht gebraucht hat?

(Quelle: http://gentleman-blog-production.s3.amazonaws.com/wp-content/uploads/ausmisten.jpg)

Ich denke, es geht vielen Menschen so. 
Einigen fällt es leicht, sich von diesen Gegenständen zu trennen. Andere wiederum brauchen erstmal einen gewissen Anstoß, um loszulassen.

12. November 2013

Woche 4 des Selbstversuches

Wie bereits zuvor erwähnt, hatte ich mir ja vorgenommen, die Globuli-Kur nur für einen weiteren Einnahmezyklus auszutesten. 
Nach einer Woche Pause, habe ich letzte Woche wieder begonnen, die Globuli zweimal täglich einzunehmen.
Ich muss sagen, dass es mir dieses Mal schwer fiel, an die Einnahme zu denken. 
Aber ich habe es dann doch regelmäßig hinbekommen und kann somit von meiner vierten Woche mit dem Präparat berichten.
 

8. November 2013

Falsches Mitleid

Innerhalb der letzten Jahre gab es einige Menschen, denen ich von meiner gesundheitlichen Einschränkung erzählt habe. Oftmals blieb / bleibt es ja auch nicht aus, dass ich davon berichten MUSS, da mein näheres Umfeld ja indirekt davon mitbetroffen ist.
Und es ist auch jedes Mal interessant zu sehen, wie die Menschen darauf reagieren. Ich habe bisher zum Glück noch nicht die Erfahrung machen müssen, dass die Leute negativ darauf reagiert haben.

In der Regel sind sie verwundert, da sie von dieser Art Erkrankung noch nie etwas gehört haben
Verwunderung auch öfters deswegen, weil man es mir nicht ansieht und ich mich auch "normal" verhalte, obwohl vielleicht innerlich "Chaos" herrscht. Normalerweise spricht man ja auch über so ein Thema nicht (obwohl ich davon nicht viel halte?!).
Und dann kommen die ersten Kommentare dazu....
... die Personen wollen mir das Gefühl geben, mich zu verstehen und es zu bedauern. Sie sagen Sätze wie
"Das tut mir Leid für dich", "Das muss ja furchtbar sein..." oder auch "Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es bald besser wird".
Ich finde es nett, dass die Menschen mir das Gefühl geben, mir aktiv zugehört zu haben und ein Stück auch Rücksicht nehmen.

6. November 2013

Kurzes Update

Zur Zeit befinde ich mich in der glücklichen Situation, dass es mir relativ gut geht und ich immer häufiger angstfreie Tage erleben darf. 
Nicht jeder Tag verläuft rosig, aber ich traue mir mehr zu und wie meine Therapeutin bereits einmal zu mir sagte "Es ist nicht das Ziel angstfrei zu sein, sondern es ist schon ein Erfolg etwas einfach zutun und eine Situation auszuhalten".

Für meinen aktuellen Zustand mache ich einige Einflussfaktoren verantwortlich...
... ich fühle mich nur noch selten ganz allein, lese aufmerksam mein Selbsthilfebuch und versuche die dort angegebenen Strategien so gut wie möglich auszuführen, ich treibe 2-4 Mal die Woche Sport, ich lerne mich mit meiner aktuellen beruflichen Situation zurechtzufinden, erfahre Unterstützung und Motivation durch eine Person, die mir wichtig ist und natürlich durch meine Familie.

30. Oktober 2013

Erfolgte Prozeduren

Da ich bereits seit 5 Jahren mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen lebe, gab es natürlich bereits schon einige Dinge und Behandlungen, die ich über mich ergehen lassen "musste" und die ich ausprobiert habe, um meine Ängste und die daraus resultierenden körperlichen Reaktionen, in den Griff zu bekommen.
Die Beendigung des ersten Einnahmezyklus des homöopathischen Medikaments möchte ich zum Anlass nehmen, um diese bereits erfolgten Prozeduren einmal aufzulisten und zu reflektieren...



Untersuchung im Krankenhaus
Beginn der Erkrankung und der daraufhin aufgetretenden Symptome...
    • Diagnose: Blasenentzündung 
    • Behandlung mit Antibiotika
    • Verordnung: Bettruhe, Brennnesseltee, Weiterbehandlung durch Hausarzt

Woche 3 des Selbstversuches

Nun ist auch die dritte und somit letzte Woche des ersten Einnahmezyklus vorbei.
Das heisst für mich nun, eine Woche aussetzen und von vorne beginnen. 

Was ich bereits zu dem Medikament (Equisetum arvense D6) sagen kann:
- Darreichungsform: Globuli
- Geschmack: süß
- geruchslos
- Preis (in einer örtlichen Apotheke): ca. 8 €

- gewählter Einnahmezyklus: Kur / 2 mal täglich 5 Globuli 30 Minuten nach dem Essen  


28. Oktober 2013

Situationen sehen, wie sie sind

In der letzten Woche habe ich (dank des Buches, was ich mir gekauft habe) eine wichtige Lektion im Zusammenhang mit meiner gesundheitlichen Einschränkung und auch für mein Leben gelernt.

Nicht die Dinge und Situationen, die mir Angst machen, beschränken mich in dem was ich tue... sondern es ist meine Sicht darauf, die mich klein hält. 
Ich habe in den letzten Jahre gelernt Angst vor bestimmten Ereignissen zu haben... egal, ob das befürchtete Ereignis bereits eingetreten ist oder nicht. Tatsache ist, die Angst habe ich mir angeeignet
Angeeignet, wie Andere eine Sprache lernen. Ich habe gelernt Angst zu haben. 


Und nun ist es meine Aufgabe dies wieder zu verlernen

23. Oktober 2013

Marburger Aktivitätstagebuch

Als ich letzte Woche bei meiner Therapiestunde war, gab mir meine Therapeutin am Ende der "Sitzung" das Marburger Aktivitätstagebuch mit.



In diesem tabellarischen Tagebuch hat man die Möglichkeiten, seine Aktivitäten zu vermerken, um anhand dessen festzustellen, welche Situationen leicht zu händeln sind und wann Ängste und ggf. Panik auftritt. 
Gerade dann, wenn man auf diese Situationen zurückblickt, ist es vielleicht gut, ein solches Hilfsmittel zu haben. 

Woche 2 des Selbstversuches

Und schon wieder ist eine Woche vergangen... die zweite Woche meines Selbstversuches ist nun auch beendet.

Ganz ehrlich ... eine großartige, weltbewegende Veränderung meiner Situation kann ich nicht feststellen.
Aber damit hat auch niemand (und vorallem ich nicht) gerechnet. 

Im Vergleich zur letzten Woche sind die (für meine Verhältnisse) vermehrten Toilettengänge ausgeblieben. Daher gehe ich mal davon aus, dass das Medikament weniger damit zutun hatte.
Mein Hautbild scheint sich ebenfalls langsam zu erholen. 
Noch eine weitere Woche der "Globuli-Kur" steht vor mir, bevor ich dann für eine Woche pausiere.

22. Oktober 2013

Hilfe zur Selbsthilfe


Oft braucht der Mensch mehrere Denkanstöße, um eventuell für seine Situation den passenden Lösungsweg zu finden. Manchmal bedarf es nur einen kleinen Wink mit dem berüchtigten Zaunpfahl, um einen Ausweg aus einer misslichen Lage zu finden.

Wie in meinen bisherigen Blogposts beschrieben, suche ich verschiedene Wege, um mit meinem Leben und meinen gegebenen Einschränkungen umzugehen.

Nun starte ich einen erneuten Versuch ... diesmal geht es um Bücher.

Es gibt hunderte Bücher die im Bereich der Selbsthilfe versuchen, das Leben lebenswerter zu gestalten und mehr Lebensqualität zu schaffen.

Einige Autoren versuchen mit verschiedenen Buchreihen den Lesern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Andere wiederum haben es laut Kritiken anscheinend geschafft, den Lesern neuen Mut zu geben und Lösungsansätze zu finden.
Daher habe auch ich mich entschlossen, die freie Zeit die ich (leider) zur Zeit habe damit zu nutzen, mich auch im Bereich der Selbsthilfeliteratur schlauzumachen.
Ich habe mir nun zwei Bücher bestellt, welche laut Kundenrezensionen ziemlich hilfreich erscheinen.


Das erste Buch nennt sich "Ängste verstehen und überwinden. Wie Sie sich von Angst, Panik und Phobien befreien" und ist von Dr. Doris Wolf. 

20. Oktober 2013

Perspektive wechseln / Nicht allein!

Dieses Wochenende ist mir bewusst geworden, dass ich vielleicht doch nicht so alleine bin, wie ich mich immer fühlte. 
Mir ist klar geworden, dass es durchaus Menschen gibt, die mich unterstützen, sich meiner Sorgen und Probleme annehmen und mir neuen Mut geben
Oft ist es so, dass wir Einiges wahrnehmen und uns erst jemand darauf aufmerksam machen muss, dass man es auch aus einer anderen Perspektive sehen kann.
So ist es mir nun ergangen. Ich habe nun verstanden, dass es da draußen Menschen gibt, die mich vermissen würden, wenn sie längere Zeit nichts von mir gehört bzw. gelesen haben. 

(Quelle:http://www.shop-schnauze.de/pic/BK-10350p.jpg)

16. Oktober 2013

Woche 1 des Selbstversuches

Vor einer Woche habe ich begonnen das pflanzliches Präparat als eine Art Plazebo einzunehmen (siehe "Selbstversuch / Plazeboeffekt") und daher wollte ich kurz berichten, was sich seitdem getan hat.

In den ersten 3 Tagen verspürte ich vermehrt den Druck, eine Toilette aufsuchen zu müssen.
Ob dies von dem Medikament verursacht wurde (da die Pflanze, aus der dieses Medikament gewonnen wird, als harntreibend bezeichnet wurde) oder es an meinem vermehrten Teekonsum (ich kränkelte etwas) lag, ist für mich nicht feststellbar. 
Danach regulierte sich dies jedoch wieder.
Desweiteren ist mir aufgefallen, dass sich mein Hautbild etwas verschlechtert hat. 
Auch hier ist nicht eindeutig feststellbar, ob dies am Medikament oder evtl. an Stress oder anderen Einflussfaktoren liegt. 
Ein kleiner Erfolg jedoch ist für mich bei Autofahrten bemerkbar. 

12. Oktober 2013

Psychotherapie

Nächste Woche habe ich wieder einen Psychotherapie-Termin.
Nicht mehr lange und ich muss auf diese Dienstleistung des Gesundheitssystems verzichten. 
Warum? Weil die Krankenkasse nur eine begrenzte Anzahl an Sitzungen übernimmt. 
Laut Aussage meiner Therapeutin werden die Sitzungen in Blöcken von der Krankenkassen übernommen.
Der erste Block beinhaltet 25 Sitzungen und kann von jedem in Anspruch genommen werden.
Wenn diese Sitzungen genutzt wurden, muss die Therapeutin / der Therapeut einen Bericht an die Krankenkasse schicken, wo geprüft wird, ob weitere Sitzungen genehmigt werden können. 
Sollte deren Urteil positiv ausfallen, wird ein weiterer Block mit 20 Sitzungen genehmigt. 
Wenn nun auch diese Sitzungen "verbraucht" wurden und der Patient benötigt weiterhin die psychotherapeutische Unterstützung, schreibt die Therapeutin / der Therapeut erneut einen Bericht, welcher von einem Gutachter abgesegnet werden muss. Sollte dieser sein OK für weitere Sitzungen geben, werden weitere 15 Sitzungen genehmigt und von der Krankenkasse übernommen.
(Quelle: http://de.123rf.com/photo_1658365_auf-alten-karte-kompass.html)
Im Anschluss hat man nur noch einmal im Quartal Anspruch auf einen Termin bei der Psychotherapie (sollte man die Kosten nicht selbst übernehmen wollen). 
Erst nach 2 Jahren hat der Patient wieder die Möglichkeit Sitzungsblöcke anzufordern.

10. Oktober 2013

Gefühlstief und Dankbarkeit

Aktuell befinde ich mich in einer Phase, in der ich relativ demotiviert bin.
Die Einsamkeit überschattet meinen Alltag, die Arbeitslosigkeit hinterlässt ihre Spuren und die gesundheitliche Einschränkung raubt mir ein Großteil meiner Freiheiten. 
Dazu kommt, dass ich etwas kränkel... mich schlapp fühle, etwas kurzatmig bin und das Gefühl habe, dass eine Erkältung sich anbahnt. 
Alles in Allem fühle ich mich zur Zeit in keiner guten Verfassung. 
Natürlich mache ich mir Gedanken. 

Aufgrund meiner psychischen Vorgeschichte habe ich sogar Angst in eine Depression abzurutschen. 
(Quelle: http://www.keinfastfood.de/wp-content/uploads/2008/08/handchen-halten.jpg)

5. Oktober 2013

Selbstversuch / Plazeboeffekt

Da ich mit meiner gesundheitlichen Einschränkung schon einige Jahre zu kämpfen habe und dadurch schon einige Dinge ausprobiert habe, um dagegen anzukämpfen (Therapie, Psychologen, Antidepressiva, Antibiotika....), habe ich mich nun dazu entschlossen, eine weitere Methode zu versuchen. 
Da meine Einschränkung nur durch meine Gedanken und meine Psyche bestimmt wird, ist es auch der Punkt, der für mich zu behandeln ist. 
(Quelle: http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/images/046_Homoeopathie.jpg)

Heute war ich in der Apotheke und habe mich beraten lassen. Ich habe mich dazu entschieden, ein homöopatisches Mittel zu versuchen, was eine Art Plazeboeffekt bei mir verursachen soll. Das heisst konkret, ich werde über mehrere Wochen ein pflanzliches Mittel einnehmen, verspreche mir davon eine psychologische Wirkung, rechne jedoch damit, dass eine Wirkung auf meinen Körper ausbleiben wird. 

3. Oktober 2013

Rollenspiele

Das Leben ist ein Rollenspiel. Wir alle nehmen jeden Tag mehrfach verschiedene Rollen an. 
Die Rollen der Mutter/des Vaters, der Tochter/des Sohnes... wir sind Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Schüler. Wenn wir uns morgens unsere Brötchen beim Bäcker kaufen sind wir Kunden und gehen wir zum Arzt übernehme wir die Rolle des Patienten. Jeder Tag ist wie ein Schauspiel und wir schlüpfen in verschiedene Rollen, um dem Stück einen Sinn zu geben. 
Und dann muss man noch differenzieren, in welchen Rollen wir uns am liebsten sehen und über welche Rollen wir uns identifizieren

(Quelle: http://www.imptel.odl.org/telework_2/mod11/images/rolkonf2.gif)

1. Oktober 2013

Der Spielraum des Lebens...

Oft kommt es in meinem Leben vor, dass ich vor manchen Dingen zurückschrecke, nur weil ich meine, ich könnte sie nicht bewältigen. 
(Auch, wenn ich bereits Gegenteiliges in "Das bewusste Überschreiten von Grenzen" geschrieben habe...  jeder Tag gestaltet sich eben anders).

Häufig ist es so, dass ich Verabredungen absage oder den Mut nicht aufbringe, einige Dinge zutun (gerade dann, wenn sie nicht zwingend erforderlich sind).
Und dann kommen meine berüchtigten Sätze wie "Ich kann das nicht" oder "Das geht nicht".
Natürlich fühle ich mich schlecht dabei und frage mich auch jedesmal, ob ich es nicht vielleicht doch schaffen würde?! Aber anstatt es zu versuchen, verkrieche ich mich lieber in meinem Schneckenhaus und belasse es, wie es ist. 
Ich denke, dass es vielen Menschen so geht, nur das es bei mir die einfachsten Dinge der Welt sind. 


Ein kleines Beispiel:

27. September 2013

Veränderung der Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen oder eines Tieres zu erkennen und zu verstehen. Man könnte es auch salopp mit dem Begriff "Einfühlungsvermögen" übersetzen. 
Einige Menschen besitzen relativ wenig davon, andere wiederum ziemlich viel.
Bei mir hat sich die Fähigkeit in den letzten Jahren stark verändert.
Als ich jahrelang im Krankenhaus gearbeitet habe, konnte ich das Leiden der Patienten nachempfinden, aber habe dies nie wirklich an mich herangelassen. Ich hatte eine gesunde Distanz und konnte den Menschen, die es nötig hatten, zur Seite stehen. Blut, Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungsprodukte waren nie etwas, wovor ich mich so sehr ekelte, dass ich meine Arbeit nicht hätte erledigen können. Ich hatte auch nicht das Problem (wie viele in diesem Beruf ), dass ich die Sorgen und Ängste der Menschen "mit nach Hause genommen habe". 
Freizeit war Freizeit ... 

(Quelle: http://mediawandel.wordpress.com/)

24. September 2013

Die Vergangenheit auf sich beruhen lassen

Jeder von uns hat Erfahrungen gemacht, die prägend für sein jetziges Leben sind.

Während der Schullaufbahn lernt man viele neue Menschen kennen. Ein paar davon schaffen es vielleicht bis in die Gegenwart. Zu den Meisten verliert man jedoch den Kontakt. Gerade als Teenager macht man viele Erfahrungen, die man eben nur einmal macht. 
Die erste Party, das erste Bier, die erste Zigarette, der erste Urlaub ohne Eltern, die erste Beziehung, der erster Sex, das erste selbstbezahlte Musikalbum, der erste Job, die erste eigene Wohnung.... doch je älter man wird, umso weniger erste Male erlebt man. 

Ich erinner mich gerne an diese Zeiten zurück, weil all das mich zu dem Menschen macht, der ich heute bin.
Natürlich gibt es Einiges, dem ich hinterhertrauern könnte. Und ja, jede gute Erfahrung ist auch häufig an eine schlechte gekoppelt. 

Zum Beispiel: 
  • das erste Bier ---> das erste Mal betrunken --> der erste Kater;
  • die erste Beziehung --> der erste Liebeskummer --> die erste Trennung
Aber all das hilft uns, an uns zu wachsen

Ich blicke gerne zurück. Erinnere mich gerne an die guten Tage in meinem Leben. An das Erlebte. 
An meine ehemaligen Freunde. An die Schulzeit. An die Musik und Filme von damals. 
Und auch die Dinge, die man damals nicht wertschätzte, haben heute eine umso größere Bedeutung für mich.

Ich blicke gerne zurück. Erinnere mich gerne an die Tage, an denen ich noch sorglos war. Tage, an denen ich das Gefühl hatte, ich könnte tun was ich will. Tage, an denen ich ziellos unterwegs war und morgens nicht wusste, wo ich abends mit meinen Freunden sein werde. 
Und ich gebe zu, dass ich wehmütig bei diesen Gedanken werde und ich mir wünschte, es wäre heute noch immer so. 

(Quelle: http://www.museum-glashuette.de/?mod=content&menu=203&page_id=474)

23. September 2013

Das bewusste Überschreiten von Grenzen

In der Regel ist es so, dass vor bestimmten Situationen meine Gedanken verrückt spielen. 
Ich stelle mir jegliches Worst-Case-Szenario vor, damit ich auf alles vorbereitet bin, was passieren könnte. 
Diese Gedanken machen vorab schon so nervös, dass ich auch darüber nachdenke, ob ich mein Vorhaben nicht verschieben oder gar unterlassen kann. 
Wenn es jedoch Termine sind, die wahrgenommen werden müssen oder ich etwas zutun habe, was bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein muss, ist es jedoch so, dass ich eben meine Ängste überwinden muss.
Gerade dann ist das, was sich in meinem Kopf abspielt, nicht besonders förderlich. 
Ich bin froh, dass sich daraus keine Blockade entwickelt, sondern häufig nur eine gewisse Anspannung, die mit dem Vorhaben verbunden ist.

Nun ist es also so... alle Wort-Case-Szenarien sind in meinem Kopf bereits eingetreten, meine möglichen Reaktionen darauf (sowohl körperlich, als auch bestimmte Handlungen) sind gecheckt und meine Nervosität steigt. 
Und trotz allem stelle ich mich der Situation, um mir selbst zu beweisen, dass meine Ängste unbegründet sind.
Häufig ist es auch so, dass ich das Ganze gut meister und direkt im Anschluß stolz auf mich bin und den Moment genießen kann. 

Auch das ist etwas, was ich während der Zeit meiner Therapie gelernt habe. Erfolgserlebnisse wahrzunehmen und daraus zu lernen; Grenzen (in meinem Kopf) festzustellen und diese bewusst zu überschreiten

Oft wünsche ich mir jemanden, der mit dabei hilft... jemand, der mich an die Hand nimmt und mit mir diesen (für mich doch schwierigen) Weg geht. 
Solange dies aber nicht der Fall ist, muss ich die Hürden allein überwinden und meinen Körper jedes Mal auf ein Neues herausfordern.
Aber solange man im Anschluß mit einem Erfolgserlebnis belohnt wird, ist es die Mühe wert.

L.H.P.

(Quelle: http://www.weidenholzer.eu/?p=5673)


19. September 2013

Geduld

Ich habe seit nun knapp 5 Jahren mit meiner gesundheitlichen Einschränkung zu kämpfen und häufig hatte ich auch Zweifel, ob sich mein Leben irgendwann noch einmal normalisiert
Wie oft habe ich die Geduld verloren und fragte mich schon "wozu das Ganze?".
Aber eigentlich kenne ich die Antwort... ich möchte ein normales, geregeltes Leben führen. 
Ich möchte einen ausfüllenden Job, einen Partner und früher oder später Familie gründen.
Ich möchte all das erleben können, was Andere auch erleben.
Mir ist bewusst, dass das, was ich mir so sehr wünsche, nicht in den nächsten Jahren eintreten wird, aber mit ein wenig Geduld und viel Selbstdisziplin sollte das doch irgendwie machbar sein?!

(Quelle: http://patienceetvolonte.blogspot.de/)
Ich bin prinzipiell kein besonders geduldiger Mensch und neige häufiger dazu, etwas aufzugeben, als die Geduld aufzubringen, darauf zu warten. 

17. September 2013

Feedback zu "Schicksal oder Zufall?"


Auf meinen Beitrag zum Thema „Schicksal oder Zufall?“ erhielt ich zwei Rückmeldung von zwei anonymen Verfassern, welche mich erneut zum Nachdenken anregten.
An dieser Stelle ein herzliches Dank für dieses offene Feedback und die Erlaubnis, dieses zu veröffentlichen. Ich finde es schön, wenn man sich über solche Themen miteinander austauschen kann: 
(Quelle:https://posteo.de/2013/images/mail_leistungen.png)

Feedback Nr. 1: 
„Meiner Ansicht nach- und da bin ich in Gemeinschaft mit Millionen anderer ;-) - sucht sich die Seele aus, was sie erleben möchte, die Erfahrungen, die sie braucht, um wachsen zu können. Und dementsprechend denke ich, dass das Endergebnis vorgezeichnet ist- aber nicht von einer fremden Macht, denn Gott, Allah oder wie immer man das nennen möchte, zwingt uns nichts auf, sondern wir entscheiden selber, ob wir noch wachsen möchten und inwiefern.

16. September 2013

Ein bisschen Normalität...

Ab und an gibt es Tage, an denen ich meine gesundheitliche Einschränkung kaum bis gar nicht spüre.
Das sind die Tage, an denen ich mich "normal" und frei fühle.
Meist ist es so, dass ich mir zuhause bereits Gedanken über das Bevorstehende mache und einige mögliche Szenarien in meinem Kopf durchspiele. Wenn ich jedoch in der entsprechenden Situation bin, merke ich oft, dass es gar nicht so schlimm ist, wie zuvor erwartet und kann den Moment der Normalität genießen
Gerade dann ist es wichtig für mich, den Moment bewusst wahrzunehmen.
Wie bereits zuvor beschrieben, halte ich solche Situationen in einem Buch fest, um mich an "schlechteren Tagen" an diese kleinen Erfolgserlebnisse zu erinnern.


Da ich das Buch erst seit Ende 2012 führe, ist dort der erste Eintrag von Dezember 2012.

12. September 2013

Schicksal oder Zufall?

Wie oft hört man solche Sätze wie "Das Schicksal meint es eben nicht gut mit uns", "Fordere das Schicksal nicht heraus" oder "Lass es dem Schicksal überlassen". 
Aber gibt es so etwas wie das Schicksal oder wird das Leben durch eine Reihe aufeinander folgender Zufälle bestimmt?
Gerade bei besonderen Ereignissen (Erkrankungen, Unfällen,...) neigen die Menschen dazu, dies als Schicksalsschlag abzustempeln. 
Ich jedoch möchte nicht daran glauben, dass etwas Derartiges vorbestimmt ist.
Würde ich das tun, könnte ich genau so gut behaupten, dass meine Ängste niemals entstanden wären, hätte ich an diesem bestimmten Tag nicht bei meinen Eltern im Auto gesessen. 
Wäre ich zuhause geblieben und am nächsten Tag zum Arzt gefahren, wären die Panikattacken womöglich ausgeblieben und die eigentlich harmlose Erkrankung hätte ich nach ein paar Tagen mit Antibiotika in den Griff gekriegt. 
Andersrum müsste ich aber auch bedenken, dass mir einige Dinge entgangen wären, hätte sich das Szenario so abgespielt. 

(Quelle: http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/nebel1.jpg)
 

11. September 2013

Irrationale Hoffnungen

Oft schüren wir Hoffnung in Bezug auf Dinge, wo wir genau wissen, dass sie nie in Erfüllung gehen werden. Wir halten an etwas fest, obwohl klar ist, dass das, was wir uns so sehr
wünschen, nicht wahr wird.
Aber warum? Da könnte man genau so gut fragen:
Warum spielen so viele Menschen Lotto, obwohl die Gewinnchancen so gering sind?

Wir halten an etwas fest, was uns motiviert, weiterzumachen. Wir wünschen uns vielleicht etwas, was unerreichbar ist, aber es führt dazu, dass wir an etwas glauben.
Dieser feste Glaube an etwas, hilft uns nach Vorne zu schauen.
Und auch, wenn einem bewusst ist, dass die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung seines Wunsches verschwindend gering ist und man es nicht beeinflussen kann, so ist es einfacher daran festzuhalten, als sich von dieser Hoffnung zu befreien. Auch wenn man weiß, dass man sich in einen Gedanken verrennt, ist es doch so, dass einem die Hoffnung Kraft gibt.

9. September 2013

Leidensgenossen

Gerade, wenn man sich mit einem Problem ziemlich alleingelassen fühlt, ist man meist auf der Suche nach Gleichgesinnten und Leidensgenossen
Auch ich habe natürlich ausführlich über meine Problematik recherchiert und bin fündig geworden. 
Ich bin vor ein paar Wochen auf ein Forum gestoßen. Dort habe ich einen Beitrag gefunden, der nahezu meine Situation beschreibt. In diesem Beitrag geht der/die Verfasser/in auf Alltagssituationen ein (die auch mir schwer fallen) und sucht nach Menschen, denen es ähnlich geht. 
Das gesamte Thema beinhaltet bisher 30 Seiten. 30 Seiten, auf denen sich Menschen austauschen, denen es ähnlich geht wie mir. 
(Quelle:http://www.ju-kreisverband-warendorf.de)


8. September 2013

Merkblatt: Regeln zum Umgang mit Panik

In meinem letzten Blogpost ging es um das Auftreten von innerer Unruhe. 
Wie dort bereits erwähnt, ist die schlimmere Form dieser Unruhe die auftretende Panikattacke.
In diesem Zusammenhang habe ich ein (für mich wichtiges) Merkblatt gefunden, welches ich bei meiner Psychotherapie erhalten habe und mir gerade zu Beginn des ganzen Übels sehr geholfen hat: 


Dieses Merkblatt hat mir gezeigt, dass es wohl noch mehr Menschen geben muss, die davon betroffen sind und es Möglichkeiten gibt, damit umzugehen. 
Vorallem "Gefühle der Panik sind nicht schädlich und gefährlich - nur sehr unangenehm" ist genau das, was mir hilft, diese Momente auszuhalten

L.H.P. 

Herausforderung: Innere Unruhe

Wie bereits in meinen vorherigen Posts beschrieben, geht meine gesundheitliche Einschränkung mit Panikattacken einher. Dazu sollte ich erwähnen, dass die Panikattacken nur noch so selten auftreten, dass ich sie kaum noch als Einschränkung betrachte. 
Wenn ich von Panikattacken spreche, dann meine ich damit Schweißausbrüche, Herzrasen, ein beklemmendes Gefühl auf der Brust, das Gefühl ohnmächtig zu werden, Übelkeit und weiche Knie. 
Diese Symptome sind zu Beginn meiner "Erkrankung" häufiger aufgetreten, haben aber mit der Zeit nachgelassen, da ich gelernt habe, gar nicht erst in diese Panik zu verfallen. 
Heute ist es nur noch so, dass ich Herzrasen bekomme und mich in diesen Momenten schwach fühle. 
Aber wie bereits erwähnt, tritt dies zum Glück so selten auf, dass ich damit umgehen kann. 
Ich weiß schließlich, dass dies nur für einen kurzen Moment anhält und es zwar unangenehm ist, aber auch wieder vorbeigeht. 
(Quelle:https://naturfotografen-forum.de/data/o/176/880535/image.jpg)

Was ich viel beunruhigender finde, sind die Momente, in denen ich zuhause sitze, meine Ruhe habe, aber eine innerliche Unruhe verspüre. 

7. September 2013

Wenn das Bauchgefühl bestimmt...

Ich bin Jemand, der sich ganz stark durch das Bauchgefühl leiten lässt. 
Einerseits höre ich oft genug auf mein Herz, aber kommt es zu wichtigen Entscheidungen in meinem Leben, höre ich doch eher auf das, was das Bauchgefühl mir sagt. 
Manchmal treffe ich dann auch Entscheidungen, die für manch andere nicht ganz nachzuvollziehen sind. 
Ein Beispiel: Ich hatte vor ein paar Monaten ein Vorstellungsgespräch (da die Beendigung meines letzten Beschäftigungsverhältnisses absehbar war). Das Gespräch verlief super, die Atmosphäre war gut und die Gesprächspartner waren sehr nett. Warum auch immer hatte ich jedoch während des Gespräches ein seltsames Gefühl. Nach dem Termin verblieben wir so, dass ich mir den Ablauf des Betriebes durch einen Probetag anschauen sollte. Wir vereinbarten einen neuen Termin und ich fuhr nach Hause.
Ich hatte mich entschieden, dem Betrieb trotz jeglichem Bauchgefühl eine Chance zu geben (denn wer ist schon gerne arbeitslos?!). 

(Quelle: http://www.derberater.de/sport-fitness/gesundheit/medizin)
Also besuchte ich den Betrieb erneut, um mir ein Bild von deren Arbeitsabläufen zu machen. 
Wir sprachen auch offen über meine gesundheitliche Einschränkung, obwohl mir bewusst war, dass ich gesetzlich nicht verpflichtet bin, dem Arbeitgeber dies mitzuteilen. 

6. September 2013

Stolz und Motivation

Im Alltag ist es doch so, dass man sich jedes ehrlich gemeinte Kompliment hart erarbeiten muss. 
Selten erhält man ein Lob für die kleinen Dinge im Leben. 
Wenn man zu den Personen gehört, die sich Tag für Tag durch den Alltag kämpfen, sind kleine Anerkennungen dafür schon eine große Motivation um weiterzukämpfen. 
Für mich ist es so, dass ich lernen musste, auf viele Kleinigkeiten stolz zu sein. 
Jedesmal, wenn ich etwas erreicht habe, muss ich mir dies bewusst vor Augen führen, um darauf stolz zu sein und Motivation schöpfen zu können. Jede Kleinigkeit muss analysiert und bewertet werden... was auf Dauer natürlich auch anstrengend ist. 
Aber am Ende lohnt es sich ... man freut sich über kleine Erfolgserlebnisse (die für Andere alltägliche Routine sind) und sieht, wie weit man schon Fortschritte in seiner Entwicklung gemacht hat. 
Daher führe ich Buch darüber. Ich notiere besondere Ereignisse, schreibe nur positiv darüber (auch, wenn ich einen Roman über die vorhandenen Selbstzweifel schreiben könnte) und bewerte das Ergebnisse in einer Skala von 1 - 5. Der Zweck dieses Buches ist für mich, dass ich an "schlechten Tagen" und bei Selbstzweifel dort hineinschauen kann und mich daran erinner, was ich schon alles erreicht habe und das noch immer alles in meiner Hand liegt, etwas zu verändern. Ich sehe, worauf ich stolz bin und motiviere mich selbst. 
Denn Motivation ist doch das, was uns jeden Tag aus dem Bett treibt...

L.H.P.


4. September 2013

Akzeptanz

Immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich begreifen muss, dass Akzeptanz eine wichtige Rolle spielt, um mit vielen Dingen im Leben zurecht zu kommen. 
Es gibt unendlich viele Situationen, in denen man einfach lernen muss, zu akzeptieren.

  • Wir alle machen Fehler ... akzeptieren wir sie, können wir auch daraus für die Zukunft lernen.
  • Höchstwahrscheinlich haben wir alle schon mal das Scheitern einer Liebesbeziehung erlebt oder waren unglücklich verliebt ... akzeptieren wir, wie das Ganze endete, können wir nach vorne schauen und weitermachen.
  • Unfälle passieren ... lernen wir die neuen Umstände zu akzeptieren, erleichtert es weitere Schritte für die Zukunft zu planen. 
  • Erkrankungen treten in unser Leben ... natürlich sollte man nicht aufgeben, sondern dagegen ankämpfen. Aber ein Stück weit muss man dies auch erst akzeptieren können, um Motivation und Mut zu fassen, dagegen anzugehen. 
  • ....

Wie soll man ein offenes Gespräch mit seinem Umfeld und den Ärzten führen, wenn man es für sich selbst noch nicht akzeptiert hat? 

2. September 2013

Der ewige Gedankenkreislauf und seine Auswirkung

Ich sitze im Wartezimmer einer Arztpraxis... ich spiele heute Fahrdienst für meine Mutter, da es ihr aufgrund eines Unfalls nicht möglich ist, selbst zu fahren ... ich sitze nun dort, warte darauf, dass meine Mutter aus dem Untersuchungszimmer des Arztes kommt und schaue aus dem Fenster. 
Mehrere Autos fahren an dem Haus vorbei. Auf dem Dach des Gebäudes auf der anderen Straßenseite sitzen 3 Vögel. Der Himmel ist ziemlich bewölkt. 2 Kinder laufen über die Straße und es scheint, als hätten sie es eilig. Ich beobachte dieses ganze Szenario aus der 2ten Etage eines Ärztehauses. 
Das Wartezimmer ist leer. Nur ich, sonst niemand dort. Eine friedliche Stille. 
Und zack ... plötzlich ... da ist es wieder. Ein Gefühl, das zu einem Gedanken führt. Ein Gedanke, der viele weitere Gedanken mit sich zieht. Und alles dreht sich nur um die Frage, ob ich das Bedürfnis verspüre auf Toilette zu gehen. 
Einen Gedanken daran zu verschwenden, halte ich noch nicht für etwas ungewöhnliches. 
Ich gehe mal davon aus, dass (gerade Frauen) schon mal ab und an sich diese Frage stellen.
Höchstwahrscheinlich stellen sie sich diese Frage, beantworten sich diese innerlich mit einem "Japp, ich geh mal besser." oder "Nö, noch gehts" und schon ist das Thema erledigt.
Bei mir ist es jedoch so, dass nach dieser simplen Frage, nach diesem vereinzelten Gedanken, sich mehrere Szenarien in meinem Kopf abspielen. 

(Quelle: http://susi--sorglos.blogspot.de/2010_06_01_archive.html)
Es ist schwierig, diesen Gedankenkreislauf in Worte zu fassen, da sie sich verselbstständigen und mit einem Gefühl der Unsicherheit einhergehen. 
Aber ich versuche es mal zu verdeutlichen....

31. August 2013

Man kämpft sich so durch....

Oft komme ich in Situationen, wo ich mich zu etwas überwinden muss. Situationen, die ich am liebsten umgehen möchte, dies aber nicht möglich ist. 
Meist sind dies auch Situationen, die für Andere alltäglich und somit total unproblematisch sind.
Schon allein dieser Gedanke, setzt mich häufig sehr unter Druck, weil ich mir sage "Wenn die Anderen das doch locker schaffen, dann MUSS das für mich doch auch schaffbar sein". Und in solchen Momenten muss ich mir dann einfach eingestehen, dass es das eben nicht MUSS. 
Etwas, was für Andere gilt, muss eben für mich nicht gelten. An diesem Punkt der Selbsterkenntnis zu kommen und das zu glauben, was man sich selbst einredet, ist oft sehr schwer. 
Die Situationen, von denen ich hier schreibe, sind meist auch Situationen, in denen ich einfach "normal" sein möchte... nicht auffallen möchte. Zum Beispiel: Beim Einkaufen, bei Mitarbeiterbesprechungen, bei Schulungen etc..
Also alles Situationen, in denen ich mit mehreren Menschen zutun habe... in denen ich eine von Vielen bin. 
(Quelle:http://architekturverzeichnis.blogspot.de/2011/04)

Da möchte man eben nicht aus der Masse herausstechen. Schon gar nicht, wenn man die Angst hat, man würde sich in die Hose machen (Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass bei mir derartiges noch nicht passiert ist).