26. August 2013

Fehler machen weise

Manchmal muss man in seinem Leben Fehler machen, um zu sehen, was man hätte besser machen können.
Auch ich musste erst einige Fehler machen, um zu wissen, was mir wichtig im Leben ist.
Aber wenn ich zurückschaue, war es notwendig für mich, diese Erfahrungen zu machen.
Um ein paar Beispiele zu nennen: 
Ich ging bis zur 10ten Klasse auf ein Gymnasium. Für mich war immer das primäre Ziel Abitur zu machen. 
In der siebten Klasse sagte mir ein verbitterter Lehrer, ich würde das Abitur sowieso nicht schaffen, was natürlich dazu führte, dass meine Motivation von Monat zu Monat schwand und die Noten immer schlechter wurden. Ich quälte mich also bis zur 10ten Klasse und entschied dann, von der Schule abzugehen. 


Rückblickend betrachtet war das ein Fehler (den ich aber immer wieder machen würde). Ich stand da, mit meinem Abschlusszeugnis und hatte keine Ahnung, was ich nun mit meinem Leben anfangen soll. Ich entschied mich dazu ein Jahr Auszeit zu nehmen und die Zeit zu nutzen, um ein paar Praktika zu machen. 

(Auf dem Gymnasium war erst in Klasse 11 ein Praktikum geplant, somit blieb mir das verwehrt).
Ich schrieb also Bewerbungen an verschiedene Arbeitgeber und hoffte, in einem dieser gewählten Berufe einen Beruf zu finden, der für mich in Frage kommt. Es endete damit, dass ich 3 Monate in einer internistischen Arztpraxis und 3 Monate im Krankenhaus arbeitete. Es war eine wertvolle Zeit für mich. Für die letzten 3 Monate überlegte ich, im Hotel oder im Labor ein Praktikum zu absolvieren. Aber dort merkte ich schon bei den Vorstellungsgesprächen, dass dies wohl nichts für mich ist. 
Während diesem Jahr Auszeit fand ich meine Motivation zurück und hatte wieder ein Ziel vor Augen. So kam es dann auch dazu, dass ich mich an einem Berufskolleg anmeldete und mein Fachabitur nachholte. Und das sogar sehr erfolgreich. Ich war die Zweitbeste meines Jahrgangs.

Eine weitere Lektion, die mir das Leben lehrte, war, dass ich erst mit Dingen abschließen muss, bevor ich mich auf etwas Neues einlassen kann.
Diese Erfahrung habe ich erst im letzten Jahr machen müssen. 
Ich lernte Jemanden kennen, der mir mit der Zeit immer mehr bedeutete. Die Beziehung die wir führten, war durch schriftlichen Kontakt geprägt (auch, wenn wir ab und an mal miteinander telefonierten). Wir harmonisierten direkt miteinander und teilten viele Interessen. Nun kam es dazu, dass ich diese Person nicht mehr missen wollte und ein fester Bestandteil meines Alltags wurde. Da war Jemand, der mich verstand, mich mochte, wie ich bin, der meinen Humor teilte und mir neuen Mut zusprach, wenn es mir mal nicht so gut ging. Leider entschied diese Person sich irgendwann dazu, sich von mir zu distanzieren, weil er aufgrund seiner Vergangenheit keine Bindung zu Jemandem eingehen konnte. Der Kontakt brach ab. 
Eine ganze Zeit lang ging es mir sehr schlecht damit, bis ich jemand anderen kennenlernte. 
Wir verstanden uns gut und er lenkte mich ab (dachte ich). Wir trafen uns und es führte dazu, dass ich eine Beziehung mit ihm einging. Im Nachhinein stellt sich dies als großen Fehler heraus. 
Wenn ich ehrlich bin, habe ich die andere Person nur benutzt, um über den Kontaktabbruch hinwegzukommen. Das Schlimme dabei ist, dass ich mir schon während der Beziehung darüber im Klaren war (es mir nur nicht wirklich eingestehen wollte). 
Die Beziehung hielt ganze 7 Wochen, was im Prinzip auch lang genug war. 
Auch dieser Fehler hat mich etwas Wichtiges gelehrt ... höre auf dein Herz, denn solltest du es ignorieren, schreit es nur noch lauter. 

In diesem Sinne....

L.H.P.


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