31. August 2013

Man kämpft sich so durch....

Oft komme ich in Situationen, wo ich mich zu etwas überwinden muss. Situationen, die ich am liebsten umgehen möchte, dies aber nicht möglich ist. 
Meist sind dies auch Situationen, die für Andere alltäglich und somit total unproblematisch sind.
Schon allein dieser Gedanke, setzt mich häufig sehr unter Druck, weil ich mir sage "Wenn die Anderen das doch locker schaffen, dann MUSS das für mich doch auch schaffbar sein". Und in solchen Momenten muss ich mir dann einfach eingestehen, dass es das eben nicht MUSS. 
Etwas, was für Andere gilt, muss eben für mich nicht gelten. An diesem Punkt der Selbsterkenntnis zu kommen und das zu glauben, was man sich selbst einredet, ist oft sehr schwer. 
Die Situationen, von denen ich hier schreibe, sind meist auch Situationen, in denen ich einfach "normal" sein möchte... nicht auffallen möchte. Zum Beispiel: Beim Einkaufen, bei Mitarbeiterbesprechungen, bei Schulungen etc..
Also alles Situationen, in denen ich mit mehreren Menschen zutun habe... in denen ich eine von Vielen bin. 
(Quelle:http://architekturverzeichnis.blogspot.de/2011/04)

Da möchte man eben nicht aus der Masse herausstechen. Schon gar nicht, wenn man die Angst hat, man würde sich in die Hose machen (Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass bei mir derartiges noch nicht passiert ist).

Wenn schon auffallen, dann doch im positiven Sinne und nicht so....
Solche und noch mehr Gedanken gehen mir dann durch den Kopf. Dann versuche ich mich abzulenken oder mir ein gepflegtes "Sch*** drauf, was die Anderen denken" einzureden. 
Aber eine gewisse Unsicherheit und innere Anspannung bleibt immer. 
Manchmal ist dies auch gepaart mit Herzrasen. Ich habe gelernt, mit solchen Symptomen umzugehen und ich weiß auch, dass dies zwar unangenehm ist, mir aber nichts passiert und das auch schnell wieder vorbeigeht. 
Jedoch befürchte ich in solchen Momenten dann trotzdem, dass man mir was ansehen könnte. 
Sei es ein verstörter Blick, nervöse Bewegungen oder das ich blass werde. 
Am Schwierigsten ist es für mich dann, wenn ich mit jemandem unterwegs bin, den ich kenne und der von meiner Problematik weiß. Gerade dann fühle ich mich besonders beobachtet und achte sehr darauf, dass man mir nichts anmerkt. 
Wenn es mir schlecht geht, möchte ich nicht noch Fragen beantworten müssen, wie z.B. "Geht es dir gut?", "Willst du hier eben auf Toilette gehen?", "Kannst du noch einhalten?" ... Ich möchte dann einfach nur schweigen und mich ablenken, da ich ja weiß, dass es nur mein Kopf ist, der mir einen Streich spielt. 

Wie bereits geschrieben... ich kämpfe mich von Tag zu Tag und ich bin jedesmal stolz auf mich, wenn ich Dinge erledigt habe, die für Andere ganz normal sind.
Denn das ist es für mich nicht und das habe ich akzeptiert. 
Wenn ich daraus nun einen Vorteil machen wollte, könnte ich sagen ....
... ich habe mehr Erfolgserlebnisse in meinem Leben, als manch anderer :-)

L.H.P.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen