27. September 2013

Veränderung der Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen oder eines Tieres zu erkennen und zu verstehen. Man könnte es auch salopp mit dem Begriff "Einfühlungsvermögen" übersetzen. 
Einige Menschen besitzen relativ wenig davon, andere wiederum ziemlich viel.
Bei mir hat sich die Fähigkeit in den letzten Jahren stark verändert.
Als ich jahrelang im Krankenhaus gearbeitet habe, konnte ich das Leiden der Patienten nachempfinden, aber habe dies nie wirklich an mich herangelassen. Ich hatte eine gesunde Distanz und konnte den Menschen, die es nötig hatten, zur Seite stehen. Blut, Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungsprodukte waren nie etwas, wovor ich mich so sehr ekelte, dass ich meine Arbeit nicht hätte erledigen können. Ich hatte auch nicht das Problem (wie viele in diesem Beruf ), dass ich die Sorgen und Ängste der Menschen "mit nach Hause genommen habe". 
Freizeit war Freizeit ... 

(Quelle: http://mediawandel.wordpress.com/)

24. September 2013

Die Vergangenheit auf sich beruhen lassen

Jeder von uns hat Erfahrungen gemacht, die prägend für sein jetziges Leben sind.

Während der Schullaufbahn lernt man viele neue Menschen kennen. Ein paar davon schaffen es vielleicht bis in die Gegenwart. Zu den Meisten verliert man jedoch den Kontakt. Gerade als Teenager macht man viele Erfahrungen, die man eben nur einmal macht. 
Die erste Party, das erste Bier, die erste Zigarette, der erste Urlaub ohne Eltern, die erste Beziehung, der erster Sex, das erste selbstbezahlte Musikalbum, der erste Job, die erste eigene Wohnung.... doch je älter man wird, umso weniger erste Male erlebt man. 

Ich erinner mich gerne an diese Zeiten zurück, weil all das mich zu dem Menschen macht, der ich heute bin.
Natürlich gibt es Einiges, dem ich hinterhertrauern könnte. Und ja, jede gute Erfahrung ist auch häufig an eine schlechte gekoppelt. 

Zum Beispiel: 
  • das erste Bier ---> das erste Mal betrunken --> der erste Kater;
  • die erste Beziehung --> der erste Liebeskummer --> die erste Trennung
Aber all das hilft uns, an uns zu wachsen

Ich blicke gerne zurück. Erinnere mich gerne an die guten Tage in meinem Leben. An das Erlebte. 
An meine ehemaligen Freunde. An die Schulzeit. An die Musik und Filme von damals. 
Und auch die Dinge, die man damals nicht wertschätzte, haben heute eine umso größere Bedeutung für mich.

Ich blicke gerne zurück. Erinnere mich gerne an die Tage, an denen ich noch sorglos war. Tage, an denen ich das Gefühl hatte, ich könnte tun was ich will. Tage, an denen ich ziellos unterwegs war und morgens nicht wusste, wo ich abends mit meinen Freunden sein werde. 
Und ich gebe zu, dass ich wehmütig bei diesen Gedanken werde und ich mir wünschte, es wäre heute noch immer so. 

(Quelle: http://www.museum-glashuette.de/?mod=content&menu=203&page_id=474)

23. September 2013

Das bewusste Überschreiten von Grenzen

In der Regel ist es so, dass vor bestimmten Situationen meine Gedanken verrückt spielen. 
Ich stelle mir jegliches Worst-Case-Szenario vor, damit ich auf alles vorbereitet bin, was passieren könnte. 
Diese Gedanken machen vorab schon so nervös, dass ich auch darüber nachdenke, ob ich mein Vorhaben nicht verschieben oder gar unterlassen kann. 
Wenn es jedoch Termine sind, die wahrgenommen werden müssen oder ich etwas zutun habe, was bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein muss, ist es jedoch so, dass ich eben meine Ängste überwinden muss.
Gerade dann ist das, was sich in meinem Kopf abspielt, nicht besonders förderlich. 
Ich bin froh, dass sich daraus keine Blockade entwickelt, sondern häufig nur eine gewisse Anspannung, die mit dem Vorhaben verbunden ist.

Nun ist es also so... alle Wort-Case-Szenarien sind in meinem Kopf bereits eingetreten, meine möglichen Reaktionen darauf (sowohl körperlich, als auch bestimmte Handlungen) sind gecheckt und meine Nervosität steigt. 
Und trotz allem stelle ich mich der Situation, um mir selbst zu beweisen, dass meine Ängste unbegründet sind.
Häufig ist es auch so, dass ich das Ganze gut meister und direkt im Anschluß stolz auf mich bin und den Moment genießen kann. 

Auch das ist etwas, was ich während der Zeit meiner Therapie gelernt habe. Erfolgserlebnisse wahrzunehmen und daraus zu lernen; Grenzen (in meinem Kopf) festzustellen und diese bewusst zu überschreiten

Oft wünsche ich mir jemanden, der mit dabei hilft... jemand, der mich an die Hand nimmt und mit mir diesen (für mich doch schwierigen) Weg geht. 
Solange dies aber nicht der Fall ist, muss ich die Hürden allein überwinden und meinen Körper jedes Mal auf ein Neues herausfordern.
Aber solange man im Anschluß mit einem Erfolgserlebnis belohnt wird, ist es die Mühe wert.

L.H.P.

(Quelle: http://www.weidenholzer.eu/?p=5673)


19. September 2013

Geduld

Ich habe seit nun knapp 5 Jahren mit meiner gesundheitlichen Einschränkung zu kämpfen und häufig hatte ich auch Zweifel, ob sich mein Leben irgendwann noch einmal normalisiert
Wie oft habe ich die Geduld verloren und fragte mich schon "wozu das Ganze?".
Aber eigentlich kenne ich die Antwort... ich möchte ein normales, geregeltes Leben führen. 
Ich möchte einen ausfüllenden Job, einen Partner und früher oder später Familie gründen.
Ich möchte all das erleben können, was Andere auch erleben.
Mir ist bewusst, dass das, was ich mir so sehr wünsche, nicht in den nächsten Jahren eintreten wird, aber mit ein wenig Geduld und viel Selbstdisziplin sollte das doch irgendwie machbar sein?!

(Quelle: http://patienceetvolonte.blogspot.de/)
Ich bin prinzipiell kein besonders geduldiger Mensch und neige häufiger dazu, etwas aufzugeben, als die Geduld aufzubringen, darauf zu warten. 

17. September 2013

Feedback zu "Schicksal oder Zufall?"


Auf meinen Beitrag zum Thema „Schicksal oder Zufall?“ erhielt ich zwei Rückmeldung von zwei anonymen Verfassern, welche mich erneut zum Nachdenken anregten.
An dieser Stelle ein herzliches Dank für dieses offene Feedback und die Erlaubnis, dieses zu veröffentlichen. Ich finde es schön, wenn man sich über solche Themen miteinander austauschen kann: 
(Quelle:https://posteo.de/2013/images/mail_leistungen.png)

Feedback Nr. 1: 
„Meiner Ansicht nach- und da bin ich in Gemeinschaft mit Millionen anderer ;-) - sucht sich die Seele aus, was sie erleben möchte, die Erfahrungen, die sie braucht, um wachsen zu können. Und dementsprechend denke ich, dass das Endergebnis vorgezeichnet ist- aber nicht von einer fremden Macht, denn Gott, Allah oder wie immer man das nennen möchte, zwingt uns nichts auf, sondern wir entscheiden selber, ob wir noch wachsen möchten und inwiefern.

16. September 2013

Ein bisschen Normalität...

Ab und an gibt es Tage, an denen ich meine gesundheitliche Einschränkung kaum bis gar nicht spüre.
Das sind die Tage, an denen ich mich "normal" und frei fühle.
Meist ist es so, dass ich mir zuhause bereits Gedanken über das Bevorstehende mache und einige mögliche Szenarien in meinem Kopf durchspiele. Wenn ich jedoch in der entsprechenden Situation bin, merke ich oft, dass es gar nicht so schlimm ist, wie zuvor erwartet und kann den Moment der Normalität genießen
Gerade dann ist es wichtig für mich, den Moment bewusst wahrzunehmen.
Wie bereits zuvor beschrieben, halte ich solche Situationen in einem Buch fest, um mich an "schlechteren Tagen" an diese kleinen Erfolgserlebnisse zu erinnern.


Da ich das Buch erst seit Ende 2012 führe, ist dort der erste Eintrag von Dezember 2012.

12. September 2013

Schicksal oder Zufall?

Wie oft hört man solche Sätze wie "Das Schicksal meint es eben nicht gut mit uns", "Fordere das Schicksal nicht heraus" oder "Lass es dem Schicksal überlassen". 
Aber gibt es so etwas wie das Schicksal oder wird das Leben durch eine Reihe aufeinander folgender Zufälle bestimmt?
Gerade bei besonderen Ereignissen (Erkrankungen, Unfällen,...) neigen die Menschen dazu, dies als Schicksalsschlag abzustempeln. 
Ich jedoch möchte nicht daran glauben, dass etwas Derartiges vorbestimmt ist.
Würde ich das tun, könnte ich genau so gut behaupten, dass meine Ängste niemals entstanden wären, hätte ich an diesem bestimmten Tag nicht bei meinen Eltern im Auto gesessen. 
Wäre ich zuhause geblieben und am nächsten Tag zum Arzt gefahren, wären die Panikattacken womöglich ausgeblieben und die eigentlich harmlose Erkrankung hätte ich nach ein paar Tagen mit Antibiotika in den Griff gekriegt. 
Andersrum müsste ich aber auch bedenken, dass mir einige Dinge entgangen wären, hätte sich das Szenario so abgespielt. 

(Quelle: http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/nebel1.jpg)
 

11. September 2013

Irrationale Hoffnungen

Oft schüren wir Hoffnung in Bezug auf Dinge, wo wir genau wissen, dass sie nie in Erfüllung gehen werden. Wir halten an etwas fest, obwohl klar ist, dass das, was wir uns so sehr
wünschen, nicht wahr wird.
Aber warum? Da könnte man genau so gut fragen:
Warum spielen so viele Menschen Lotto, obwohl die Gewinnchancen so gering sind?

Wir halten an etwas fest, was uns motiviert, weiterzumachen. Wir wünschen uns vielleicht etwas, was unerreichbar ist, aber es führt dazu, dass wir an etwas glauben.
Dieser feste Glaube an etwas, hilft uns nach Vorne zu schauen.
Und auch, wenn einem bewusst ist, dass die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung seines Wunsches verschwindend gering ist und man es nicht beeinflussen kann, so ist es einfacher daran festzuhalten, als sich von dieser Hoffnung zu befreien. Auch wenn man weiß, dass man sich in einen Gedanken verrennt, ist es doch so, dass einem die Hoffnung Kraft gibt.

9. September 2013

Leidensgenossen

Gerade, wenn man sich mit einem Problem ziemlich alleingelassen fühlt, ist man meist auf der Suche nach Gleichgesinnten und Leidensgenossen
Auch ich habe natürlich ausführlich über meine Problematik recherchiert und bin fündig geworden. 
Ich bin vor ein paar Wochen auf ein Forum gestoßen. Dort habe ich einen Beitrag gefunden, der nahezu meine Situation beschreibt. In diesem Beitrag geht der/die Verfasser/in auf Alltagssituationen ein (die auch mir schwer fallen) und sucht nach Menschen, denen es ähnlich geht. 
Das gesamte Thema beinhaltet bisher 30 Seiten. 30 Seiten, auf denen sich Menschen austauschen, denen es ähnlich geht wie mir. 
(Quelle:http://www.ju-kreisverband-warendorf.de)


8. September 2013

Merkblatt: Regeln zum Umgang mit Panik

In meinem letzten Blogpost ging es um das Auftreten von innerer Unruhe. 
Wie dort bereits erwähnt, ist die schlimmere Form dieser Unruhe die auftretende Panikattacke.
In diesem Zusammenhang habe ich ein (für mich wichtiges) Merkblatt gefunden, welches ich bei meiner Psychotherapie erhalten habe und mir gerade zu Beginn des ganzen Übels sehr geholfen hat: 


Dieses Merkblatt hat mir gezeigt, dass es wohl noch mehr Menschen geben muss, die davon betroffen sind und es Möglichkeiten gibt, damit umzugehen. 
Vorallem "Gefühle der Panik sind nicht schädlich und gefährlich - nur sehr unangenehm" ist genau das, was mir hilft, diese Momente auszuhalten

L.H.P. 

Herausforderung: Innere Unruhe

Wie bereits in meinen vorherigen Posts beschrieben, geht meine gesundheitliche Einschränkung mit Panikattacken einher. Dazu sollte ich erwähnen, dass die Panikattacken nur noch so selten auftreten, dass ich sie kaum noch als Einschränkung betrachte. 
Wenn ich von Panikattacken spreche, dann meine ich damit Schweißausbrüche, Herzrasen, ein beklemmendes Gefühl auf der Brust, das Gefühl ohnmächtig zu werden, Übelkeit und weiche Knie. 
Diese Symptome sind zu Beginn meiner "Erkrankung" häufiger aufgetreten, haben aber mit der Zeit nachgelassen, da ich gelernt habe, gar nicht erst in diese Panik zu verfallen. 
Heute ist es nur noch so, dass ich Herzrasen bekomme und mich in diesen Momenten schwach fühle. 
Aber wie bereits erwähnt, tritt dies zum Glück so selten auf, dass ich damit umgehen kann. 
Ich weiß schließlich, dass dies nur für einen kurzen Moment anhält und es zwar unangenehm ist, aber auch wieder vorbeigeht. 
(Quelle:https://naturfotografen-forum.de/data/o/176/880535/image.jpg)

Was ich viel beunruhigender finde, sind die Momente, in denen ich zuhause sitze, meine Ruhe habe, aber eine innerliche Unruhe verspüre. 

7. September 2013

Wenn das Bauchgefühl bestimmt...

Ich bin Jemand, der sich ganz stark durch das Bauchgefühl leiten lässt. 
Einerseits höre ich oft genug auf mein Herz, aber kommt es zu wichtigen Entscheidungen in meinem Leben, höre ich doch eher auf das, was das Bauchgefühl mir sagt. 
Manchmal treffe ich dann auch Entscheidungen, die für manch andere nicht ganz nachzuvollziehen sind. 
Ein Beispiel: Ich hatte vor ein paar Monaten ein Vorstellungsgespräch (da die Beendigung meines letzten Beschäftigungsverhältnisses absehbar war). Das Gespräch verlief super, die Atmosphäre war gut und die Gesprächspartner waren sehr nett. Warum auch immer hatte ich jedoch während des Gespräches ein seltsames Gefühl. Nach dem Termin verblieben wir so, dass ich mir den Ablauf des Betriebes durch einen Probetag anschauen sollte. Wir vereinbarten einen neuen Termin und ich fuhr nach Hause.
Ich hatte mich entschieden, dem Betrieb trotz jeglichem Bauchgefühl eine Chance zu geben (denn wer ist schon gerne arbeitslos?!). 

(Quelle: http://www.derberater.de/sport-fitness/gesundheit/medizin)
Also besuchte ich den Betrieb erneut, um mir ein Bild von deren Arbeitsabläufen zu machen. 
Wir sprachen auch offen über meine gesundheitliche Einschränkung, obwohl mir bewusst war, dass ich gesetzlich nicht verpflichtet bin, dem Arbeitgeber dies mitzuteilen. 

6. September 2013

Stolz und Motivation

Im Alltag ist es doch so, dass man sich jedes ehrlich gemeinte Kompliment hart erarbeiten muss. 
Selten erhält man ein Lob für die kleinen Dinge im Leben. 
Wenn man zu den Personen gehört, die sich Tag für Tag durch den Alltag kämpfen, sind kleine Anerkennungen dafür schon eine große Motivation um weiterzukämpfen. 
Für mich ist es so, dass ich lernen musste, auf viele Kleinigkeiten stolz zu sein. 
Jedesmal, wenn ich etwas erreicht habe, muss ich mir dies bewusst vor Augen führen, um darauf stolz zu sein und Motivation schöpfen zu können. Jede Kleinigkeit muss analysiert und bewertet werden... was auf Dauer natürlich auch anstrengend ist. 
Aber am Ende lohnt es sich ... man freut sich über kleine Erfolgserlebnisse (die für Andere alltägliche Routine sind) und sieht, wie weit man schon Fortschritte in seiner Entwicklung gemacht hat. 
Daher führe ich Buch darüber. Ich notiere besondere Ereignisse, schreibe nur positiv darüber (auch, wenn ich einen Roman über die vorhandenen Selbstzweifel schreiben könnte) und bewerte das Ergebnisse in einer Skala von 1 - 5. Der Zweck dieses Buches ist für mich, dass ich an "schlechten Tagen" und bei Selbstzweifel dort hineinschauen kann und mich daran erinner, was ich schon alles erreicht habe und das noch immer alles in meiner Hand liegt, etwas zu verändern. Ich sehe, worauf ich stolz bin und motiviere mich selbst. 
Denn Motivation ist doch das, was uns jeden Tag aus dem Bett treibt...

L.H.P.


4. September 2013

Akzeptanz

Immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich begreifen muss, dass Akzeptanz eine wichtige Rolle spielt, um mit vielen Dingen im Leben zurecht zu kommen. 
Es gibt unendlich viele Situationen, in denen man einfach lernen muss, zu akzeptieren.

  • Wir alle machen Fehler ... akzeptieren wir sie, können wir auch daraus für die Zukunft lernen.
  • Höchstwahrscheinlich haben wir alle schon mal das Scheitern einer Liebesbeziehung erlebt oder waren unglücklich verliebt ... akzeptieren wir, wie das Ganze endete, können wir nach vorne schauen und weitermachen.
  • Unfälle passieren ... lernen wir die neuen Umstände zu akzeptieren, erleichtert es weitere Schritte für die Zukunft zu planen. 
  • Erkrankungen treten in unser Leben ... natürlich sollte man nicht aufgeben, sondern dagegen ankämpfen. Aber ein Stück weit muss man dies auch erst akzeptieren können, um Motivation und Mut zu fassen, dagegen anzugehen. 
  • ....

Wie soll man ein offenes Gespräch mit seinem Umfeld und den Ärzten führen, wenn man es für sich selbst noch nicht akzeptiert hat? 

2. September 2013

Der ewige Gedankenkreislauf und seine Auswirkung

Ich sitze im Wartezimmer einer Arztpraxis... ich spiele heute Fahrdienst für meine Mutter, da es ihr aufgrund eines Unfalls nicht möglich ist, selbst zu fahren ... ich sitze nun dort, warte darauf, dass meine Mutter aus dem Untersuchungszimmer des Arztes kommt und schaue aus dem Fenster. 
Mehrere Autos fahren an dem Haus vorbei. Auf dem Dach des Gebäudes auf der anderen Straßenseite sitzen 3 Vögel. Der Himmel ist ziemlich bewölkt. 2 Kinder laufen über die Straße und es scheint, als hätten sie es eilig. Ich beobachte dieses ganze Szenario aus der 2ten Etage eines Ärztehauses. 
Das Wartezimmer ist leer. Nur ich, sonst niemand dort. Eine friedliche Stille. 
Und zack ... plötzlich ... da ist es wieder. Ein Gefühl, das zu einem Gedanken führt. Ein Gedanke, der viele weitere Gedanken mit sich zieht. Und alles dreht sich nur um die Frage, ob ich das Bedürfnis verspüre auf Toilette zu gehen. 
Einen Gedanken daran zu verschwenden, halte ich noch nicht für etwas ungewöhnliches. 
Ich gehe mal davon aus, dass (gerade Frauen) schon mal ab und an sich diese Frage stellen.
Höchstwahrscheinlich stellen sie sich diese Frage, beantworten sich diese innerlich mit einem "Japp, ich geh mal besser." oder "Nö, noch gehts" und schon ist das Thema erledigt.
Bei mir ist es jedoch so, dass nach dieser simplen Frage, nach diesem vereinzelten Gedanken, sich mehrere Szenarien in meinem Kopf abspielen. 

(Quelle: http://susi--sorglos.blogspot.de/2010_06_01_archive.html)
Es ist schwierig, diesen Gedankenkreislauf in Worte zu fassen, da sie sich verselbstständigen und mit einem Gefühl der Unsicherheit einhergehen. 
Aber ich versuche es mal zu verdeutlichen....