29. Dezember 2014

Au revoir... 2014

Es ist mal wieder Zeit, sich von einem weiteren Jahr zu verabschieden!

Das Jahr 2014 war für mich durchaus ereignisreich und voller, neuer Herausforderungen.
2014 begann für mich mit dem Aufenthalt in einer Reha-Klinik. Dort lernte ich Menschen kennen, die ähnliche Erfahrungen machen mussten. Ebenfalls wurden mir dort auch neue Strategien vermittelt und ich musste durch verschiedene Übungen feststellen, dass ich mich in den letzten Jahren kleiner machte, als notwendig. 
Die daraufhin weiterführende Arbeitslosigkeit strapazierte meine Nerven und brachte mich durchaus ein paar Mal an den Rand der Verzweiflung.
Als ich dann plötzlich ein Jobangebot bekam, welches ich schon 2013 im Blick hatte, kam auch wieder meine Motivation zurück. Weiterhin versuchte ich all das, was ich in der Klinik lernte, in meinem Alltag zu manifestieren.

Mit der neuen Stelle kamen...

28. Dezember 2014

Unbekümmert und befreit!

Obwohl man, aufgrund meines Blogs, meinen könnte, dass mein Leben sich fast nur um meine Erkrankung dreht, ist dem (zum Glück) jedoch nicht so.
In manchen Momenten bin ich unbekümmert und erfreue mich an den kleinen Dingen des Lebens. Vor allem bin ich dankbar für die Momente, in denen ich nicht mal einen kleinen Gedanken an meine Einschränkung verschwende.
Situationen, in denen ich die Momente einfach so wahrnehme und genieße, wie sie sind.

Ohne Zweifel, ohne Angst, ohne einschränkende Gedanken.

Und manchmal fällt mir das auch erst rückblickend auf, dass ich so einen Moment erleben durfte.
Dann schießen mir Gedanken in den Kopf, wie "Wow... ich hab ja nicht mal dran gedacht...".
Meist sind das Momente, in denen ich einfach gar nicht denke. Zumindest nicht bewusst.


(Bilder, die ich früher im Kindergarten gemalt habe)

Gerade für Menschen wie mich, die viel im Kopf mit sich selbst ausmachen, sind solche Situationen Erholung pur. Wellness fürs Hirn ;-)
Es atmet sich leichter, der Kopf wirkt...

20. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!!!

Hallo Ihr Lieben!

Heute richte ich mal meine Worte direkt an Euch.

Ich wünsche euch, euren Familien und den Menschen, die euch am Herzen liegen, ein schönes
Weihnachtsfest.

Genießt die Zeit, die ihr mit euren Lieben teilen dürft und auch, wenn ihr vielleicht die Feiertage alleine verbringt, wünsche ich euch ein paar erholsame, schöne Tage.


18. Dezember 2014

Sieben (verdammte) Jahre

Wenn ich so auf die letzten 7 Jahre meiner Erkrankung zurückblicke, frage ich mich manchmal, wieso nun schon so viel Zeit vergangen ist und es mir noch so sehr zu schaffen macht?!
Ich frage mich, was ich all die Jahre gemacht habe, was begründen könnte, warum ich noch nicht viel weiter in meiner "Entwicklung" bin?!
Und dann fange ich an, ernsthaft darüber nachzudenken...

Wenn ich diese Jahre aufdrösel, dann macht es eigentlich Sinn, dass es jetzt ist, wie es ist.
Da ich ja eine psycho-somatische Erkrankung habe und zuvor keinerlei psychische Erkrankungen erleiden musste, war mir zu Beginn dieses Theaters überhaupt nicht klar, woran ich eigentlich leide.
Rückblickend betrachtet würde ich schätzen, dass die ersten 2 Jahre dazu dienten, herauszufinden, woran ich leide. 




In einem vorherigen Blogpost (siehe hier) habe ich bereits beschrieben, welche Prozeduren ich schon hinter mich bringen musste, um an dem heutigen Punkt meiner "Erkenntnis" zu sein. 
Es kostete viel Zeit und viel Geduld, von...


17. Dezember 2014

Update (für das Jahr 2015)

Nur noch 2 Wochen und das Jahr 2014 ist auch schon wieder vorbei.
Und wie jedes Jahr denkt man sich "Wahnsinn, wie die Zeit vergeht?!"

Auch im nächsten Jahr geht es hier auf Love.Heart.Peaches weiter 
(**Wenn du den Blog abonnierst oder bei Facebook bei L.H.P. auf "Gefällt mir" klickst, verpasst du nie einen Eintrag**)

Ich lasse euch teilhaben an dem, was ich denke, fühle und erlebe. Ihr bleibt weiterhin Teil meiner Entwicklung und ein Bestandteil meiner "Therapie" ;-)

Allerdings wird es eine kleine Änderung hier auf meinem Blog geben.

Normalerweise war es (seit Beginn) so, dass ich wöchentlich montags und donnerstags Beiträge veröffentlichte.

Dies wird sich ab 01.01.2015 ändern, da es mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, weiterhin diesen Schreibfluss beizubehalten.

Abgesehen davon möchte ich ja weiterhin gewährleisten können, dass meine Themen interessant und individuell bleiben.

Daher ist diese Änderung wichtig und erforderlich. Ich hoffe daher auf euer Verständnis.

Sonst bleibt alles, wie es ist.

Weiterhin suche ich noch Gastblogger, die sich bereiterklären, von Ihrem Erlebnis im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung, zu berichten.
Hast also auch du Lust auf einen Blogpost bei mir, dann melde dich doch :-)
(weitere Infos hier)

Bleibt tapfer!

L.H.P. 

10. Dezember 2014

Harninkontinenz - Ein Thema zum "In die Hose machen"

Heute geht es um ein sehr prekäres Thema, was (neben psychischen Erkrankungen) in unserer heutigen Gesellschaft kaum bis gar nicht öffentlich thematisiert wird:

Harninkontinenz!


Wieso ich darüber schreibe? Nun ja... mich selbst betrifft es nicht, aber eigentlich ist es ja das, was meine Angst grundsätzlich ausmacht.
Diese besteht im Grunde darin, mir "in die Hosen zu machen".



Aber wie stehe ich zu diesem Thema:
Nun ja... jedes Kind lernt einmal aufs "Töpfchen" zu gehen, um nach und nach dieses lästige Übel mit den Windeln loszuwerden. In diesem Zusammenhang gibt es unendlich viele Methoden, die Eltern anwenden, um das Kind "stubenrein" zu bekommen.
Dies könnte vielleicht eine Erklärung dafür sein, warum ich gerade vor so etwas Angst habe?!
Nein... ist es aber nicht. Mir wurde...

7. Dezember 2014

Verpatzte Chancen

Oft gibt es Situationen, in denen ich mich fühle, als seien mir die Hände gebunden. 
Situationen, in denen ich mir wünschte, ich würde einfach mal über meinen Schatten springen und das tun, was ich so gerne tun würde?!
Aber was hält mich davon ab? 
Eigentlich nichts... außer die Angst.

Und gerade das ist es, was es für mich so schlimm macht.
Ich stehe da und bin hin und her gerissen.
Von dem, was ich so gerne tun würde und von dem, was mir so sehr Angst bereitet. 



In diesem Gedanken-Chaos, in dem eine kurze Pro- und Kontraliste erstellt wird, versuche ich für mich eine Art "Auffangnetz" zu finden. Eine Art Sicherheitsfallschirm, sollte ich es doch wagen und sollte es dann schief gehen. 

Aber wie könnte das aussehen?
Mit dieser Art Sicherheit meine ich...

30. November 2014

"Uhhh... bald ist Weihnachten"

Und schon ist es wieder so weit...
... gestern war der 1. Advent und das bedeutet für mich, dass nun wieder eine, der schönsten Zeiten im Jahr beginnt.

Ich weiß, dass es viele Weihnachtsmuffel da draussen gibt und dieses ganze Fest und die Zeit drumherum, für Kommerz halten.
Und ja... ganz unrecht haben diese Menschen damit nicht.
Für mich persönlich geht es aber um etwas ganz anderes...


Geschenke, diese "künstliche" Besinnlichkeit  und all dieses verkaufsfördernde Drumherum ist für mich absolut unwichtig.
Ich liebe die Weihnachtszeit wegen dem,...

24. November 2014

Selbstversuch - Canephron ® N

Vor ein paar Wochen hatte ich in einem Blogpost beiläufig erwähnt, dass ich wieder einen kleinen "Selbstversuch" gestartet hatte.
Diesmal handelte es sich um das Medikament CANEPHRON ® N.

Hier zu Beginn ein paar Fakten:


Einnahme: 1-1-1-0 (unmittelbar vor den Mahlzeiten)
Darreichungsform: Dragees
Geschmack: Geschmacksneutral bis leicht süß

(**Die liebe Evy hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass noch folgende Angaben ganz nützlich sein könnten / Danke dafür! **)

Das Präparat ist rezeptfrei zu erhalten und ist u.a. (je nach Verpackungseinheit zwischen 12 und 26 €) in deutschen Versandapotheken zu erhalten.




Dies sagt der Hersteller:
"Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung von Harnwegserkrankungen"
"Seine Wirkung verdankt Canephron® N den natürlichen Heilkräften von Rosmarinblättern, Liebstöckelwurzel und Tausendgüldenkraut.
Rosmarin wird in der Naturheilkunde seit jeher zur Anregung des Gallen- und Harnflusses und zur Entblähung verwendet. Wirkstoffe aus der Liebstöckelwurzel werden vor allem wegen ihres harntreibenden und krampflösenden Effekts geschätzt. Tausendgüldenkraut findet wegen seiner harntreibenden, desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkung traditionell bei Erkrankungen des Harntraktes Anwendung."
(Quelle: http://www.bionorica.de/harnwege/canephron%C2%AE-n/)
Ich habe das Präparat während eines Zeitraums von...

GASTbeitrag NR. 3 ( Vanessa / Depressionen)

Der Beginn

Ich bin krank. Ich habe Depressionen.
Gesteht man sich das selber ein?
Gibt man das gerne zu? 
Meine Antwort dazu: Nein.
Ich bin selber davon betroffen gewesen bzw. grade in dem Prozess, dass es mir besser geht und ich endlich wieder mein Leben geregelt bekomme.
Dennoch ist das der erste Weg zur Besserung, wenn man sich selber eingesteht, dass etwas nicht stimmt und man krank ist. Ja und ich sehe Depressionen als Krankheit an. Leute die wirklich dran leiden sind krank! Punkt! 
Meiner Meinung nach ist es nicht normal, ständig physisch krank zu sein und/oder keine Freude mehr zu empfinden. 
Aber genauso fängt es an. Es ist ein schleichender Prozess. 



Ignoriert man bestimmte Anzeichen? Ich habe es getan und...

19. November 2014

Updates zum Amitriptylin

Nun ist es knapp 10 Monate her... vor 10 Monaten kam ich in die Reha-Klinik und hatte keine Ahnung davon, was mich dort erwarten würde. Rückblickend war das wirklich eine wertvolle Erfahrung und ich konnte viel für mich mitnehmen. 

Vor knapp 9 1/2 Monaten wurde mir auch dort "Amitriptylin" verschrieben, welches ich seitdem auch täglich nehme. 
Wer meinen Blog verfolgt, weiß auch, dass ich mit einer Dosis von 25mg die Therapie begonnen habe, während der Reha auf 50mg aufstockte und im Anschluss an die Reha die Dosis (mit ärztlicher Absprache) auf 75mg erhöhte. Nachdem ich nach einigen Wochen feststellte, dass keinerlei Wirkungsveränderung auftrat, ich jedoch an Gewicht zunahm, entschied ich mich, die Dosis zu verringern.
Somit blieb ich nun eine ganze Weile bei 50mg...



Nach nun 9 1/2 Monaten...

16. November 2014

Spontanität muss geplant werden...

Bevor ich erkrankte, gehörte ich zu den Menschen, die Schwierigkeiten mit Spontanität hatten.
Unangekündigter Besuch, spontane Verabredungen oder unerwartete Vorkommnisse, die meine eigentliche Tagesplanung durcheinander warfen, haben mich schon etwas gestresst.
Ich selbst weiß nicht einmal, wieso das so ist?! Ich vermute, dass das einfach eine 
Typ-Sache ist. 
Und ich gehöre eben zu den "Planern".

Noch heute ist es so, dass meine Woche eine gewisse Struktur hat. Es gibt bestimmte Tage, die für bestimmte Dinge "reserviert" sind. Zum Beispiel Einkaufen. Ich habe einen festen Tag, an dem ich plane, in den Supermarkt zu fahren, um meinen wöchentlichen Einkauf zu verrichten.
Auch fürs Wäsche waschen habe ich einen bestimmten Tag in der Woche festgehalten. 
Und natürlich darf es auch einmal vorkommen, dass ich von diesen Tagen abweiche, aber im Prinzip hab ich einen Plan, den ich "normalerweise" auch so abarbeite.



Zur Anfangszeit meiner Erkrankung war...

13. November 2014

Der Brief

Und plötzlich warst du da, 
unverhofft und unerwartet.
Du kamst in mein Leben und nahmst mir alles, was für mich so selbstverständlich war.
Und obwohl ich schon viel von dir gehört und gelesen hatte, hätte ich niemals zuvor gedacht, dich mal persönlich kennenzulernen. 
Doch an einem Sonntag warst du da, kamst in mein Leben und wolltest nicht mehr so schnell gehen.
Lange habe ich mich gefragt, womit ich dich verdient habe?!
Lange habe ich nach Gründen gesucht und nichts mehr, als weitere Fragen gefunden.



Du warst nun da und das musste ich akzeptieren.
Ich habe dir lange Zeit viel Aufmerksamkeit geschenkt, zu viel.
Habe dich nie aus den Augen gelassen und immer wieder feststellen müssen, dass du noch da bist, obwohl ich so sehr hoffte, du würdest irgendwann gehen.
Du hingegen hast mich auf Trab gehalten und dich darum...

12. November 2014

Die Tagesform macht's!

Das Heimtückische bei der Angst ist die Tatsache, dass sie nicht stagnierend gleich verläuft. Das wäre schließlich für den Betroffenen und sein Umfeld zu einfach?!
Man könnte einen konkreten Plan gegen die Angst entwickeln und täglich mit einer festen Strategie dagegen angehen. Man würde sofort Fortschritte wahrnehmen können und an ihnen wachsen.
Aber so läuft das leider nicht…
So wie die Laune eines Menschen, so ist auch die Angst tagesformabhängig.
 

Es gibt Tage an denen fühlt man sich ausgeruht, fit, motiviert, gut gelaunt und die Angst zeigt sich nur kaum bis gar nicht.
Dann gibt es wieder diese Tage, an denen man sich einfach schlapp und demotiviert fühlt. Wie sagt man so schön? Man...

10. November 2014

Erinnerungen

Es ist schon seltsam, wie allein ein Gegenstand oder eine Situation, die für andere absolut unbedeutsam ist, Erinnerungen in einer Person wachrufen.
Mir geht es häufig so, dass ich etwas sehe, rieche oder fühle, was mich an etwas aus der Vergangenheit erinnert und Emotionen in mir wachruft. 
Und das Schöne ist, dass es auch durchaus Erinnerungen sind, die ich mit anderen Menschen teile und die ähnliche Erinnerungen mit diesen Gegenständen oder Situationen verbinden.

Ein klassisches Beispiel:
Wenn jemand Milch in einem Topf aufkocht und sich auch langsam diese (eklige!) Haut auf der Milch bildet, denke ich bei dem Anblick und auch bei dem Geruch direkt an meine Urgroßmutter, die mir als Kind oft Milch gekocht hat (obwohl ich es schon damals nicht ausstehen konnte).
Lustig daran ist, dass meine Mutter von ihr (ist schließlich ihre Oma) auch schon als Kind oft darunter "gelitten" hat und auch heute noch mit aufgekochter Milch an ihre Oma denken muss.

Vor ein paar Wochen war ich im Wald spazieren und blieb kurz stehen, um eine Nachricht auf meinem Handy zu lesen. Als ich dort stand, blickte ich kurz auf den Boden und sah Folgendes:



Wahrscheinlich ist dies für alle anderen Menschen nichts,...

3. November 2014

Ein Pfirsich geht auf Reisen!

Und plötzlich tritt ein Mensch in dein Leben, der dir Kraft und Mut schenkt für das, was du so lange hast nicht glauben wollen. Ein Mensch, der den nötigen Anreiz gibt, über deinen Schatten zu springen und dich motiviert, etwas zutun, obwohl du so sehr daran zweifelst.
Und das alles, um dich am Ende davon zu überzeugen, dass es doch irgendwie funktioniert?!

Ich habe letztes Wochenende etwas getan, was ich 1. schon lange nicht mehr getan habe, 2. lange Zeit nicht tun konnte und 3. glaubte, nicht tun zu können.
Es geht um etwas, was für die meisten Menschen selbstverständlich oder wenig besonders ist.

Ich habe mich in mein Auto gesetzt und bin eine (für mich) lange Strecke gefahren. Eine Strecke, die ich zuvor nicht kannte und zu einem Ziel, was mir ebenfalls zuvor unbekannt war. 




Die meisten Leser werden sich jetzt denken "Wow... 54,5 km... was ist daran so besonders?".
Aber die Leser, die meine Geschichte schon etwas länger verfolgen und mich vielleicht sogar persönlich kennen, werden wissen, ...

30. Oktober 2014

Ein kurzer Ausflug in die falsche Richtung!

Nach langer Zeit, in der es mir gut ging, war ich kurzzeitig wieder an einem Punkt, an dem ich alles in Frage stellte...
Selbst, wenn eine ganze Weile Ruhe war, so tritt doch immer wieder die Befürchtung auf, die Angst könnte sich wieder vermehrt ihren Weg in mein Leben bahnen.
Und sobald die Befürchtung sich mit Selbstzweifel und Ungewissheit zusammenschließt, gibt es kein Halten mehr. 
Kann ich das? Schaff ich das? Sollte ich es lassen? Möchte ich mir oder ihr/ihm das antun? 
Fragen, die alles noch so Positive zu etwas machen, was ich überdenken sollte.
Fragen, die mich packen und verfolgen.

Das Schlimme ist für mich, dass ich vollkommen klar im Kopf bin. 
Ich merke genau, was mit mir passiert und weiß auch, dass das Alles absoluter Blödsinn ist.
Ich merke, wie schwer mir Dinge fallen, die für andere alltäglich sind. 
Aber wieso? Wieso mache ich es mir so schwer? Wieso krieg ich es nicht hin, meine Angst zu überwinden?



Man könnte meinen, weil ich es nicht mit ganzem Herzen versuche?! Man könnte sagen,...


24. Oktober 2014

GASTbeitrag NR. 2 ("Petra" / Angststörung)

Meine Tochter war fast 3 Jahre, da wurde bei mir ein Geschwür am Gaumen diagnostiziert und mit dieser Diagnose starteten bei mir Ängste, die – so denke ich – jeder hat. Ist es gutartig, oder nicht? Und dazu habe ich natürlich auch im Internet gesucht, was mich alles andere als beruhigte. Es waren mir endlos erscheinende 2 Wochen bis ich das Ergebnis bekam, dass alles gut ist.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich ziemlich hart im Nehmen, ich hatte schon einige Operationen hinter mir und war eigentlich ein Steh-Auf-Männchen. Doch die Tatsache, dass ich Verantwortung meinem Kind gegenüber habe, mein Kind erziehen möchte, es begleiten möchte, ihr unsere Werte vermitteln will, sehen will wie es groß wird..... das alles konnte mit einer Erkrankung vorbei sein.



Dass in meinem Mund alles soweit ok war, hat mir nicht geholfen mit dieser Angst vor Krankheiten und Sterblichkeit umzugehen. Ganz schlimm ging es mir, wenn mir schwindelig war, das löste bei mir sofort Panikattacken aus. Mein Blick wurde zum Tunnelblick. Überhaupt gefällt mir für meine Ängste und Panikattacken das Bild des Tunnels sehr gut. Ich nahm optisch um mich herum nichts mehr wahr, meine Angst hatte mich so im Griff, es war wie ein Sog. Ich würde mich als rational denkend bezeichnen, aber...

23. Oktober 2014

Update

Alsoooo.... in den kommenden Wochen kommt Folgendes auf euch zu:

Ich nehme nun seit knapp 70 Tagen ein Medikament ein. Noch ein paar Tage werde ich dieses Medikament einnehmen und im Anschluss an diesen Einnahmezyklus, pausieren.
Selbstverständlich werde ich dann ein Fazit ziehen, euch die notwendigen Infos mitteilen und darüber berichten.

Des Weiteren habt ihr in meinem letzten Blogpost sehen können, dass ich auf der Suche nach Gastbloggern bin. 
Es haben sich schon ein paar liebe Menschen bei mir gemeldet, die sehr daran interessiert sind, euch an ihren Geschichten teilhaben zu lassen.
Da ich auf meinem Blog immer montags und donnerstags Blogposts veröffentliche, wird also in den nächsten Wochen immer mal wieder ein Blogpost eines Gastbloggers veröffentlicht werden. Montag kommt bereits der erste Gastbeitrag dieser Reihe.
Ihr dürft also gespannt sein! :-)
(Wer den bereits ersten Gastbeitrag (außerhalb dieser Reihe) auf meinem Blog mit dem Thema "Essstörung" lesen möchte, klickt hier)

Natürlich dürft ihr euch weiterhin bei mir melden, wenn auch ihr eure Geschichte mit mir und den anderen Lesern teilen möchtet.

Ich hoffe, ihr nehmt die Gastblogger herzlich auf, denn es ist nie leicht, seine Geschichte in Verbindung mit einer psychischen Erkrankung, mit der Außenwelt zu teilen.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

20. Oktober 2014

15. Oktober 2014

Selbstzweifel

Jeder Angstpatient hat seine eigene Geschichte und jeder Angstpatient erlebt seine Angst ein Stück weit anders, auch, wenn die Symptome ähnlich erscheinen.
Und so unterschiedlich die Menschen auch sind, so unterschiedlich sind auch die Gründe für bestimmte Ängste.

Einige Menschen haben Angst vor Situationen und Dingen, die sie selbst nicht kontrollieren können (z.B. Flugzeugabstürze, in engen Räumen eingesperrt zu sein, von einem Hund angegriffen zu werden...).
Dann gibt es wieder Menschen, wie mich, deren Ängste viel mehr mit sich selbst zutun haben.
Manchmal bestehen die Ängste aufgrund von bestimmten Erlebnissen, vorherigen oder noch bestehenden Krankheiten und manchmal einfach nur aus Selbstzweifeln.



Selbstzweifel im Bezug auf sich selbst als Person (Aussehen, Charakterzügen, Defiziten...) oder Selbstzweifel im Sinne von "Ich traue meinem Körper nicht....".
Gerade Menschen, die eine Krankheit erlitten haben oder noch immer darunter leiden, leiden oft an der zweiten Variante.
Ich selbst habe Menschen kennengelernt, die...

9. Oktober 2014

Mein Verhalten bei Panikattacken

In der Regel ist es so, dass ich versuche, Panikattacken zu verschleiern.
Das heißt... wenn ich akute Angst verspüre, versuche ich meinem Umfeld genau das nicht zu zeigen.
Einige werden sich wahrscheinlich jetzt fragen, warum das so ist, da ich doch schließlich mit dem Problem offen umgehe?!
Das ist aber nicht der Punkt. Mir ist das weder unangenehm, noch peinlich.
Also warum sage ich nichts?

Es ist so, dass ich in solchen Momenten krampfhaft versuche, mich abzulenken. Ich versuche die Angst und das aufsteigende Gefühl (in Verbindung mit dem vermehrten Gefühl des Harndrangs) zu ignorieren bzw. abzuschwächen. Und das ist durchaus nicht so einfach, wie es klingt.
Denn je mehr man versucht, nicht daran zu denken, desto mehr denkt man automatisch daran.
Und würde ich dann auch noch meinem Umfeld mitteilen, dass es mir gerade schlecht geht, würde das nur mehr den Fokus auf mich lenken und ich müsste mich dann auch noch damit auseinandersetzen. Und genau das möchte ich dann eben nicht?!


Aber kann man mir eine Panik ansehen?
Ja, durchaus. Für jemanden, der mich nicht kennt, wird es schwierig sein, da ich in den letzten Jahren gelernt habe, die Angst ziemlich gut zu "kaschieren". Und das tue ich nicht mal bewusst, sondern das ist ein absolut natürliches Verhalten von mir.
Menschen, die mich jedoch kennen, ...


7. Oktober 2014

[TAG Time] Schreiben, Psyche, Emotionen...

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder ein paar Fragen, die ich beantworte, damit ihr mich ein wenig besser kennen lernen könnt:


  • Worüber schreibst du am liebsten?
    • Das kommt immer ganz auf meine Laune an. Ich schreibe gerne über meine Empfindungen, über Gedanken oder über Erlebtes. Und dann gibt es wieder Tage, an denen ich einfach gerne mal etwas schreibe, was so rein gar nichts mit mir zu tun hat... 
  • Wo schreibst du am liebsten?
    • In der Regel bei mir zuhause. Wenn ich meine Ruhe habe und ich mich einfach auf das einlassen kann, was gerade so in meinem Kopf vor sich geht. 
  • Wann fällt dir das schreiben schwer?
    • Komischerweise fällt es mir schwer zu schreiben, wenn es mir durchweg gut geht. Ich gehöre anscheinend zu der Sorte Mensch, der dann richtig gut schreiben kann, wenn es ihm schlecht geht. Ich glaube, ich brauche einfach nur Gründe zum Jammern und Meckern ;)
  • Von wem würdest du gerne mal einen Brief geschrieben bekommen?
    • Briefe sind nur dann wirklich ergreifend, wenn sie das beinhalten, was man manchmal verbal nicht ausdrücken kann. Also würde ich gerne einen Brief von jemandem bekommen, der mir etwas zu sagen hat, es aber mir vielleicht nicht direkt ins Gesicht sagen kann. Das würde ich als sehr berührend empfinden.
  • Woher kommen deine Ideen für das, was du schreibst?
    • Auch das ist ganz unterschiedlich. Oft ist es das, was ich erlebe. Häufig das, was mir so durch den Kopf geht (gerade angsterzeugende Gedanken oder Zweifel) und manchmal sind es auch nur die Dinge, die ich erlebe und mich berühren.


    • Wie wichtig sind dir psychologische Vorgänge und Gedanken über die eigene Psyche? Warum?
      • Nun ja... ich betreibe einen Blog über meine psychisch-bedingte Einschränkung. Wie wichtig wird mir das dann wohl sein? Sehr wichtig, natürlich. Es ist ja so, dass ich versuche, mich, meine Erkrankung und somit auch meine körperlichen und geistigen Reaktionen zu verstehen. Und um das zu können, muss ich natürlich auch all das beobachten und bewerten. Mein Leben besteht aber nicht nur daraus. Klar, die Angst nimmt sich viel Raum in meinem Leben, aber im Alltag verschwende ich nicht jede Minute damit, an mein Hirngespinst zu denken. 
    • Kennst du psychische Ausnahmezustände bei dir selbst? 

    1. Oktober 2014

    Gedanklich vorbereiten?

    Manchmal sitze ich einfach da und denke über die Dinge und Menschen nach, die meine kleine Welt bewegen. Meine Gedanken schweifen über das, was aktuell ist; das, was einmal war und das, was sein könnte. Ich grübel über Jenes, was mich belastet (hat) und das, was mich erfreut(e).
    Nur manchmal komme ich an einen Punkt, in dem meine Gedanken in eine Sackgasse geraten.

    Sackgasse in dem Sinne, dass ich nicht weiß, was ich über den zuletzt bedachten Sachverhalt weiter denken soll.
    Keine Ahnung, wohin es führt?! Keine Ahnung, was ich davon halten soll?!

    Und egal, wie sehr ich auch grübel und nach "Lösungswegen" suche... ich komme einfach nicht weiter.
    Oft führt dieses "Sackgassen"-Denken zu empfundener Hilfslosig- und Ratlosigkeit, selten aber auch zu Ängsten.

    Ich bin ein Mensch, der gerne auf bestimmte Situationen vorbereitet ist. Aber manche Situationen sind eben nun mal so, dass man sich nicht gedanklich darauf vorbereiten kann?!
    Dazu kommt, dass ich ja üblicherweise vom Worst-Case-Szenario ausgehe, um eben auf das Schlimmste gefasst zu sein. Aber ist das auch immer sinnvoll? 
    Das wage ich zu bezweifeln!

    Denn wie oft verschenkt man durch diese Denkweise Chancen?


    Wie oft lässt an jemanden fortziehen, nur weil man Angst vor einer Enttäuschung hat?
    Wie oft lehnt man von Anfang an Dinge ab,...


    29. September 2014

    Und manchmal öffnet sich eine Tür...

    Als ich vor einigen Jahren meine zweite Ausbildung absolvierte, hatte ich eine wirklich schwere Zeit. Meine Erkrankung war stark ausgeprägt, die Umstellung vom Krankenhaus ins Büro fiel mir nicht leicht und das Arbeitsklima in meinem Ausbildungsbetrieb war furchtbar.
    Alles in allem war es wirklich nicht leicht für mich, die Motivation zu finden, mich jeden Morgen zur Arbeit zu quälen.
    Schon damals war für mich klar... sobald die Ausbildung vorüber ist, werde ich diesen Betrieb mit einem verbalen Stinkefinger verlassen. Und so tat ich das auch.

    Die Zeit danach war erlösend und ich hatte das Gefühl, ich hätte genau das Richtige getan. 
    Noch heute ist es so, dass ich diesen Schritt nicht bereue. 
    Jedoch hatte ich damals einen Wunsch, der sich nicht so leicht erfüllen ließ.

    Ich wünschte mir, dass ich einfach mal eine Zeit erleben darf, in der ich sowohl beruflich, als auch privat mal zufrieden bin, mit dem, wie es gerade ist. 
    Gerade die Problematik mit meiner Erkrankung hat es oft schwierig gemacht, den privaten und vor allem auch den beruflichen Alltag zu bestreiten.

    Die Jahre danach waren ein ewiges Auf und Ab. Privat glitt mir alles aus den Händen und ich konnte nur dabei zusehen, wie das, was man sich jahrelang aufbaute, mit der Zeit auseinander brach.
    Beruflich hatte sich zwar etwas entwickelt, was mir durchaus gefiel und mich ausfüllte, allerdings war auch dieses Glück unbeständig, weil ich wusste, dass es nach einer Weile wieder zu Ende sein würde... schließlich war ich nur befristet.

    Als ich dann auch beruflich mich von dem verabschieden musste, was mir so viel Freude bereitete, gab es eben eine Zeit, in der ich mich ernsthaft fragte, wie das alles nur weitergehen soll.
    Ich war allein, ohne Arbeit und hatte auch keinen Schimmer, was mich zukünftig erwarten würde.



    Das Einzige, was mich aufrecht hielt, war die Tatsache, dass ich zumindest...

    25. September 2014

    Die Angst ist ein mieser Verräter

    Anfang dieser Woche hatte ich nach langer Zeit wieder eine Situation, die mir beinahe Grund zur "Flucht" gab.
    Grund dafür war das Gefühl der aufkommenden Angst und den dazugehörigen Körperreaktionen.

    Es war ein Tag wie jeder andere. Keine besonderen Vorkommnisse oder Momente, die mich aus meinem alltäglichen Konzept gebracht hätten.
    Und trotzdem stand ich da... im Supermarkt zwischen Dosensuppen und Würstchengläsern. 
    Eigentlich war ich auf der Suche nach etwas. Egal wo ich nachsah, ich konnte es einfach nicht finden.
    Ich irrte umher, suchte zwischenzeitlich nach einer Mitarbeiterin des Ladens und schaute weiterhin nach dem, was ich eigentlich besorgen wollte.
    Gedanklich war ich... ja... wo war ich gedanklich eigentlich? Das kann ich nicht mal genau sagen.
    Und plötzlich war es da wieder. Dieses Gefühl, was mir so bekannt ist.
    Angst





    Erst war sie nur leicht zu spüren, so dass ich versuchte, mich gedanklich abzulenken. Ich irrte also weiter umher, merkte aber auch,...

    22. September 2014

    Spontanität

    Ich persönlich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die in ihrem Leben viel Raum für Spontanität gewährt. Um ehrlich zu sein stresst mich Spontanität sogar häufig.
    Ich kann nicht sagen, warum das so ist, aber spontane Aktionen und Entscheidungen setzen mich oftmals unter Druck und fallen mir daher ziemlich schwer.

    Doch manchmal stelle ich auch fest, dass gerade die Dinge, die man spontan entscheidet, genau die Dinge sind, die das Leben auf eine gewisse Art und Weise besonders machen.
    Besonders in dem Sinne, dass sich daraus etwas entwickeln kann, was zuvor so ungeplant und auch unerwartet ist. 
    Man schafft sich damit Raum für Neues. Raum für etwas, was durch eine akribische Planung höchstwahrscheinlich nicht so eingetreten wäre oder zumindest nicht den selben Effekt hätte.
    Spontanität kann Druck erzeugen... ja... aber genauso kann sie reizvoll sein.



    Und vielleicht ist gerade diese Erkenntnis etwas, was mich dazu bringen sollte,...

    18. September 2014

    Schubladendenken

    Ich bin die, die ergebnisorientiert ihre Arbeit verfolgt, aber im Privatleben oftmals ziemlich unstrukturiert ist.
    Die, die es hasst, sich nirgendwo richtig auszukennen, aber es nicht mal schafft, sich ein paar Straßennamen zu merken.
    Die, die oftmals ziemlich selbstbewusst erscheint, aber eigentlich sehr an sich selbst zweifelt.
    Ich bin die, die oftmals eine Erkrankung an sich vermutet, aber es hasst, zum Arzt zu gehen.
    Die, die Vorurteile furchtbar findet, aber es selbst genoss, als Blondine unterschätzt zu werden.
    Die, die Drogen verachtet, aber dennoch Nikotin und Alkohol konsumiert.
    Ich bin die, die Veränderungen fürchtet, aber sich eigentlich nichts mehr als das wünscht.
    ...

    Wie man sieht... der Mensch ist facettenreich.
    Man widerspricht sich oftmals selbst, ohne sich im Klaren darüber zu sein.
    Man kann einen Menschen so schnell in eine Schublade stecken, ohne wirklich zu hinterfragen, ob dieser Mensch noch andere Seiten hat, die er aber so nicht zeigt oder zeigen kann?!




    Nicht immer sagt das Äußere genau das aus, was die Person eigentlich ausmacht.
    Und nicht immer kennt man einen Menschen, nur weil man seine Geschichten las oder Bruchstücke des Lebens kennenlernen durfte.

    15. September 2014

    Wer ist Schuld? Der Druck ist Schuld

    Wie heißt es noch so schön? "Wir alle haben unser Päckchen zu tragen"
    Und so altbacken dieser Spruch auch klingt... in ihm steckt doch soviel Wahres.
    Jeder Mensch hat einen Bestandteil in seinem Leben, der ihm zu schaffen macht (auch, wenn viele das vielleicht nicht so offen zugeben würden).
    Sei es ** eine belastende Partnerschaft, der Verlust eines geliebten Menschen, eine immer wieder auftretende Angewohnheit, ein nerviger Charakterzug, noch ungeklärte Streitigkeiten aus der Vergangenheit, finanzielle Schwierigkeiten oder eine Erkrankung?!**

    Ich glaube, es gibt wirklich nur ganz ganz wenige Menschen, die rundum mit allem zufrieden sind.
    Woran das liegt?
    Nicht an den "Problemen" selbst, sondern viel mehr an der Mentalität und der persönlichen Einstellung des jeweiligen Menschen. 
    Wie oft bekommt man mit, dass die Menschen, denen es besonders schlecht ergeht, jede Kleinigkeit wertschätzen und sich über die einfachsten Dinge erfreuen?!
    Warum können wir das nicht?

    Ganz einfach... wir haben zu hohe Ansprüche.
    Ansprüche an uns selbst, an unser Umfeld, an unsere Arbeit...
    Aufgrund dieser hohen Ansprüche wird auch der Druck von außen höher, weil natürlich unsere Mitmenschen ebenfalls hohe Ansprüche haben.

    Meine Theorie:




    Wenn dann noch solche Umstände (wie oben ** beschrieben) dazukommen, ist natürlich klar, dass sich soviel Druck aufbaut, dass dieser sich irgendwo "entladen" muss. Manche suchen gezielt Entspannung, treiben Sport, suchen den Nervenkitzel oder schaffen es, ihren Ballast durch Gespräche mit anderen Personen loszuwerden. Manchmal kommt es aber auch vor, dass dieser Druck sich durch körperliche Reaktionen äußert. 

    Wenn man mal darüber nachdenkt, wie viele Erkrankungen stressbedingt sind?!
    Migräne, Reizdarm, Magengeschwüre, unwillkürliches Zittern / Muskelkontraktionen, Mundtrockenheit, Ohrensausen, Kreislaufbeschwerden und und und...

    Was kann man also dagegen tun, wenn man sich nicht mit unnötig vielen Medikamenten zudröhnen möchte?
    Ich glaube, auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort (wäre ja auch zu einfach...).
    Jeder muss für sich herausfinden, was ihm gut tut, wonach seine Psyche und sein Körper verlangt.
    Was für Person A absolut toll wirkt, muss für Person B nicht unbedingt genau so effektiv sein.
    Nicht jeder Mensch möchte in seiner Freizeit einen Töpferkurs besuchen, sich auf dem Tennisplatz auspowern oder einfach nur stundenlang in den Himmel starren.

    Also ist es unsere Aufgabe, in der mit Druck belasteten Gesellschaft, eine Möglichkeit zu finden, diesen Druck loszuwerden.

    Ich selbst bin noch auf der Suche, merke aber, dass ich mich dem eigentlichen Ziel schon langsam annäher.
    Ich hoffe, ihr habt euren Ausgleich schon gefunden oder befindet euch bereits auf der Suche.

    In diesem Sinne...

    L.H.P. 

    11. September 2014

    Hoffnung

    Hoffnung ist ein Wort, mit dem man so viel verbinden kann.
    Wünsche, Träume, Erwartungshaltungen und manchmal einfach nur eine irrationale Denkweise, die man selbst kaum bis gar nicht begründen kann.

    Ich selbst habe schon viel zu oft gehofft, wurde dementsprechend auf viel zu oft enttäuscht und musste lernen, dass man manchmal einfach darauf vorbereitet sein muss, dass manche Hoffnungen eben wie eine Luftblase zerplatzen.

    Vielen wird es in der Vergangenheit schon so ergangen sein?! 
    Und wahrscheinlich haben auch Einige, aufgrund dieser Erfahrungen, das Hoffen aufgegeben.
    Ich selbst kann von Glück davon sprechen, dass es mir bisher nicht so passiert ist.
    Ich glaube, wenn man aufgehört hat, sich etwas zu wünschen oder etwas zu hoffen, hat man eigentlich kaum noch einen Anreiz, das, was man Leben nennt, glücklich fortzuführen.


    Foto: Sarina Photography                               http://sarinagphotography.blogspot.de/

    So sehr ich auch versuche, ein Optimist zu sein... in der Regel bin ich ein Realist und manchmal sogar absolut pessimistisch.
    Bei vielen Dingen denke ich "Ach, das klappt eh nicht" und gehe dementsprechend in manche Situationen hinein. Aber würde ich wirklich diese Situationen überhaupt erst aufsuchen, wenn ich vollkommen davon ausgehen würde, dass es nicht funktioniert?

    8. September 2014

    Belastungsprobe und Körperreaktionen

    Letzte Woche zeigte sich meine Erkrankung von einer ganz neuen Seite...
    ... ich musste lernen, dass ich mich in gewisser Hinsicht etwas überschätzt habe.

    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll?!
    Ich bin an meinem neuen Arbeitsplatz einem erheblichen Stressfaktor ausgesetzt, den ich bis vorher so noch nicht ausgesetzt war. Zumindest nicht auf so lange Zeit.
    Es gibt eine Person die mich auf eine so penetrante Art nervt, dass ich manchmal echt nicht weiß, wie ich das ignorieren soll. Das Schlimme daran... ich bin dem einfach ausgesetzt. Eine Konfrontation würde das Arbeitsverhältnis dermaßen beeinträchtigen, dass dies nicht Frage kommt. 
    Das Problem ist den Vorgesetzten bekannt und es wird auch in ferner Zukunft eine Lösung dafür geben. Solange muss ich das aber aushalten, was mir wirklich sehr sehr schwer fällt.

    Ich bin eigentlich ein Mensch, der mit den meisten Menschen wirklich ziemlich gut auskommt. 
    Ich bin sozial eingestellt, würde behaupten, eine ausreichend große Portion Empathie zu besitzen und bin (fast) immer freundlich, selbst, wenn mir gar nicht danach ist. Wieso? Weil ich das für höflich halte. 



    Nun ja, nun bin ich schon eine ganze Weile Montags bis Freitags dieser Person ausgesetzt und diese Woche habe ich die ersten körperlichen Auswirkungen dieser "Genervtheit" zu spüren bekommen.

    4. September 2014

    Bald ist es wieder soweit! Der Herbst kommt...

    Schon im letzten Jahr hatte ich verkündet, dass der Herbst (neben dem Frühling) meine liebste Jahreszeit ist.
    Da es hier in meinem Wohnort eh in jeder Jahreszeit regnet, macht dies zumindest keinen Unterschied, der mir diese Jahreszeit vermiesen würde. Ich kenn' es ja nicht anders ;-)

    Am 23.09.2014 ist es also wieder soweit. Dann dürfen/müssen wir uns offiziell vom Sommer (den es ja dieses Jahr nicht wirklich gab) verabschieden.
    Und ich habe mich dafür schon mal herausgeputzt....
    Gummistiefel, für meine Waldspaziergänge, sind gekauft und wurden bereits zweimal getestet. Und was soll ich sagen? Das war eine, der besten Investitionen, seit Langem.




    1. September 2014

    Die häufigsten Fragen.... (Teil 1)

    Die häufigsten Fragen, die mir gestellt werden, habe ich jetzt einfach mal hier aufgelistet. 
    ... sollten mir in Zukunft noch mehr ein- oder auffallen, dann werde ich noch einen zweiten Teil veröffentlichen :-) Und gerne dürfen auch Fragen in den Kommentaren gestellt werden.

    Also fangen wir mal an:

    Wie kam das?
    Es hat alles mit einer harmlosen Blasenentzündung angefangen.... (um die Erzählung hier abzukürzen, verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf den Blogpost "Kontrollverlust", in dem ich all das beschreibe, was ich dem Fragenden auch antworten würde.

    Und woher weißt du, dass es nicht an der Blase liegt?
    Zu Beginn wusste ich das nicht. Es war klar... da ist eine Blasenentzündung.... nein, da war eine Blasenentzündung. Als die jedoch relativ schnell behandelt war, waren die Symptome und die Ängste weiterhin noch präsent. Der Moment, in dem mir klar war "da kann was nicht stimmen", war der Moment, als ich bei einem Urologen zur Untersuchung war. Ich saß da, schilderte ihm das Problem und er bat mich, mich auf die Untersuchungsliege zu legen. Wie bei einer Schwangeren, setzte er das Ultraschallgerät auf meiner Bauchdecke an und untersuchte die Blase. Während er das tat, hatte ich das Gefühl, ich müsste schnell eine Toilette aufsuchen. Ich merkte, wie die Panik in mir hoch stieg und ich sagte ihm, ich müsse schnell gehen, sonst hätten wir hier gleich ein Problem. Der Arzt forderte mich jedoch auf, liegen zu bleiben und er wolle die Untersuchung "noch eben" zu Ende führen. Als er dann sagte "Schauen Sie doch mal... Sie können gar nicht müssen... Ihre Blase ist leer", schaute ich mit entsetzen auf den Monitor des Ultraschallgerätes und stellte fest "Verdammt! Er hat recht".
    Dieser Moment, wo ich da lag, mein Körper mir eine (rand-)volle Blase signalisierte, aber die Augen sahen, dass da nichts ist, war der Moment, in dem ich Begriff, dass irgendetwas mit mir nicht stimmen kann.

    Und da kann man nichts tun? Geht das nochmal weg?

    29. August 2014

    Manche Menschen bleiben einfach.

    Prinzipiell gehöre ich eigentlich zu den Menschen, die relativ schnell andere Menschen aus ihrem Leben streichen können, insofern diese Personen sich das auf irgendeine Art und Weise "erarbeitet haben".
    Selbst bei Familie mache ich keine Ausnahme. Natürlich dauert es eine ganze Weile, bis es soweit kommt. Und in der Regel gibt es gravierende Gründe, die zu einem Ausschluss aus meinem Leben führen.
    Aber habe ich einmal für mich entschlossen, dass diese Person keine weitere Rolle in meinem Leben spielen soll, ist das Thema bis aufs Weitere abgehakt

    So leicht, wie mir das manchmal fällt, fällt es mir bei bestimmten Personen dann irgendwie doch nicht. Es gibt immer wieder Menschen, die in mein Leben treten und ich sie trotz aller Vorkommnisse nicht aus meinem Leben streichen kann. 
    Egal, wie sehr ich es auch versuche, damit abzuschließen... Gedanken und Erinnerungen an diese Personen schleichen sich immer wieder in den Vordergrund. 
    Selbst, wenn seit Monaten (oder gar Jahren) kein Kontakt besteht, kann ich die Gedanken an die Personen nicht verdrängen und nicht loslassen.



    Wieso ist das so? Genau begründen kann ich das nicht. Wäre ja auch viel zu einfach.
    Vielleicht ist es die Hoffnung. Die Hoffnung, dass diese Person der Schlüssel für die Lösung vieler meiner Probleme sein könnte?! Die Hoffnung, dass diese Person mein Leben auf irgendeine Art noch bereichern könnte?! Die Hoffnung, dass das, was vielleicht mal war, wiederholt werden könnte?!
    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass irgendetwas mit dieser Person für mich noch nicht bis zum Ende geklärt wurde. Irgendetwas, was mich daran hindert, einen Schlussstrich zu ziehen. 
    Ich weiß es nicht...

    27. August 2014

    GASTbeitrag NR. 1 (LeichtesHerz / Essstörung)

    Heute habe ich endlich die Möglichkeit, euch einen Gastbeitrag von der lieben Yana zu präsentieren. 
    Wie man ja bereits hier des Öfteren lesen konnte, schreibe ich auf meinem Blog über eine psychische Erkrankung. Und natürlich gibt es eine Menge an psychischen Erkrankungen, die das Leben der Betroffenen beeinflusst. In Kooperation mit anderen Bloggern möchte ich euch in Zukunft Blogs vorstellen, die ebenfalls psychische Erkrankungen thematisieren.

    Heute gibt es also den ersten Gastbeitrag von Yana. 


    Yana leidet unter einer Essstörung und hat vor einiger Zeit mit dem Bloggen begonnen. 
    Was ich an ihr mag? Sie geht in ihrem Blog offen und auch selbstkritisch mit dem Thema um. Sie macht weder Werbung für die Erkrankung, noch zensiert sie ihre Gedanken bzgl. der Essensaufnahme und dem Zwang, schlank zu werden.
    Aber lest selbst:


    Hallo Leute :)

    Vielen, vielen Dank erst mal für das Angebot, hier einen Gastbeitrag zu veröffentlichen. 
    Es ist mir sozusagen eine Ehre, denn ich lese L.H.P. schon eine ganze Weile. Außerdem ist es mir persönlich sehr wichtig, dass man über meine Krankheit aufgeklärt wird.

    Ich heiße Yana, bin 17 Jahre alt und lebe in Bayern. Ich war nie besonders dünn, sondern immer kurvig bis mollig, könnte man sagen. Als ich in der zweiten oder dritten Klasse war, nahm ich noch einmal zu, was meinen Mitschülern nicht unbedingt entgangen ist, wenn ihr versteht, was ich meine.
    Ich war eben schon weiter als andere, passte nicht richtig dazu, hatte halt etwas mehr auf den Rippen. Hätte es eine Hungersnot gegeben, wären andere vor mir gestorben (ja, das hat man mir mitunter genauso gesagt!).

    Angeblich bin ich über die Jahre schlanker geworden. Ich bin eine Frau, habe Kurven, bin einfach "fraulich"! Ich bin weiblicher als meine Freundin, die mir nachmittags erzählt, sie habe an diesem Tag noch nichts gegessen. Am nächsten Tag macht sie DETOX, oder wie das heißt, und außerdem will sie zunehmen, weil ihr Freund sie zu dünn findet. Zwei Wochen später will sie abnehmen, weil sie zugenommen hat. Nennen wir sie einfach mal Ana, ich finde der Name passt ganz gut.



    Jedenfalls wollte ich immer abnehmen, aber habe es nie wirklich geschafft.