22. März 2014

Manche wissen es einfach besser....blabla

Wie so oft im Leben gibt es immer wieder Situationen, bei denen man auf Menschen trifft, die meinen, sie würden die Welt viel besser verstehen und alle, die es anders sehen, haben keine Ahnung. 
Und gerade, wenn es um etwas Wichtiges geht, verharren diese Menschen auf ihre Meinung, ohne sich dem anzunehmen, was andere dazu sagen. 
Selbst, wenn alle Argumente gegen die Aussage dieser Person sprechen, bleibt sie standhaft bei ihrer Meinung. 

Während meiner nun 6 jährigen Erkrankung habe ich schon öfter mit dieser Gattung von Menschen zutun gehabt. Und in der Regel verläuft die Reaktion in drei Phasen ab.

Die erste Phase: DAS INTERESSE
Die Person fragt nach, um was es sich bei meiner Erkrankung handelt. 
Sie erfragt, wie ich damit lebe und inwiefern mich dies einschränkt. Natürlich wird auch danach gefragt, was ich schon alles unternommen habe, damit dies aufhört?!

Doch dann folgt Phase Zwei: DAS MITLEID
Die Person schaut mich an, verzieht das Gesicht, als ob man ihr den liebsten Schokoriegel geklaut hätte und äußert, dass es ihr leid tut, dass ich in diesem Alter schon so etwas durchleben muss. 
Manchmal wird sogar Körperkontakt gesucht, indem mir die Person an die Schulter fasst und ihr Mitleid bekundet. 
Und das geht genau so lange, bis ...

(Quelle:http://www.devk-bo.de/wp-content/uploads/275983.jpg)

18. März 2014

Einnahmezyklus 1 / Fazit zu Selbstversuch Nr. 2

Wie in meinem Blogpost vom 11.01.2014 (Und es geht wieder los ...Selbstversuch Nr. 2) beschrieben, habe ich zu Beginn des Jahres mit der Einnahme eines weiteren pflanzlichen Präpartes begonnen. 
Das Medikament, welches ich 6 Wochen eingenommen habe, nennt sich Granufink femina. 
Granufink wird den meisten Menschen ein Begriff sein, wobei man da noch differenzieren muss, um welches Präparat es eigentlich geht. Denn ich habe natürlich kein Medikament gegen Prostata-Beschwerden eingenommen ;-)
Allgemeine Fakten:

16. März 2014

Erfolgserlebnisse durch ein Tagebuch

Während meiner Reha bekam ich von dem für mich zuständigen Therapeuten die Aufgabe, ein Tagebuch zu führen. In diesem Tagebuch ging es nicht darum, meinen Alltag und meine Sorgen niederzuschreiben, sondern viel mehr darum, die Uhrzeiten meiner jeweiligen Toilettengänge zu notieren und ggf. 1-2 Stichworte (wenn erforderlich) zu vermerken. Er erklärte mir, dass dies ähnlich wie ein Migränetagebuch zu führen sei und gab mir diesbezüglich sonst keine weiteren Instruktionen. 
Also begann ich bei jedem Gang zur Toilette die entsprechende Uhrzeit auf einen Zettel zu schreiben.
Gerade am Anfang war mir nicht direkt bewusst, wozu ich das Ganze machen sollte. 
Das ich (gerade während der Reha) viel zu häufig die Toilette aufsuchte, war mir doch bereits bewusst?!
Wozu dann dies noch festhalten?

Ich gab dieser Aufgabe jedoch eine Chance und notierte Tag für Tag meine Toilettengänge.
Zu erst fiel mir auf, dass ich wirklich viel zu häufig eine Toilette aufsuchte und mir im Laufe eines Tages gar nicht bewusst war, wie häufig dies am Ende wirklich war (...in den ersten Tag bis zu 33 mal am Tag).
Der zweite Aspekt, der mir auffiel, war, dass die meisten Toilettengänge zur reinen Vorsorge dienten. 
Wie man sich das vorstellen kann?

Ich denke, viele Menschen kennen folgende Situation....
... man plant eine Aktivität außerhalb der eigenen vier Wände. Kurz bevor man die Wohnung verlassen möchte, geht man zur Vorsorge noch einmal auf Toilette, um unterwegs nicht zu müssen.
Und genau so kann man sich die unnötigen Toilettengänge vorstellen, die ich während der Reha getätigt habe. War mein Tag mit 7-8 Terminen gefüllt, war ich auch 7-8 Mal prophylaktisch auf der Toilette, um während der Anwendung nicht gehen zu müssen. 
Da mir dies zwar bewusst war, aber das Tagebuch dies noch mal verdeutlichte, versuchte ich genau da anzusetzen. 
Die folgenden Tage versuchte ich also diese unnötigen Gänge zu vermeiden. 
Um ehrlich zu sein, ist mir dies nicht immer gelungen, konnte jedoch eine erhebliche Anzahl der unnötigen Toilettengänge reduzieren.
Was hatte dies zur Folge?

10. März 2014

Reha Teil VII (Résumé)

Nach nun fast einer Woche zuhause, möchte ich natürlich noch festhalten, was mir im Endeffekt die knapp 6-wöchige Reha gebracht hat.
Also als Erstes muss ich sagen, dass ich während meines Rehaaufenthaltes viele liebe Menschen kennen gelernt habe, denen es ähnlich oder auch schlimmer geht, als mir. Fast alle haben in den letzten Jahren viel mitgemacht und sind aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung im Alltag eingeschränkt oder haben aufgrund dessen viele Veränderungen in ihrem Leben in Kauf nehmen müssen. 
Und wir alle waren dort, weil wir die Hoffnung nicht aufgegeben haben, etwas an der Situation zu verändern
Somit saßen wir alle in einem Boot und gaben uns Kraft und Zuspruch.

Des Weiteren muss ich sagen, dass der dort betriebene Sport meinem Körper auch nicht geschadet hat. 
Im Gegenteil.... so straffe Oberschenkel hatte ich noch nie ;-)

Und nun zum eigentlichen Problem....


8. März 2014

Reha Teil VI (Der Abschied)

Jeden Freitag wird in dem Vortragsraum der Klinik ein Patientenforum abgehalten, in dem sich die Patienten und ein Großteil des Personals der Klinik versammeln. 
Die in der vorherigen Woche festgelegten Patientensprecher (i.d.R. zwei Patienten, die sich dazu bereiterklärten), leiten das Forum und geben als Erstes den neuen Patienten die Möglichkeit, sich vorzustellen. Anschließend werden wichtige Themen besprochen, die den Patienten in der vergangenen Woche auf den Herzen lagen. Die Themen wurden entweder schriftlich eingereicht oder mündlich den Patientensprechern zugetragen. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Klinik wurden diese Punkte zuvor besprochen und die daraus resultierenden Lösungsvorschläge im Forum vorgestellt. 
Als weiteren wichtigen Punkt werden die Patienten nach vorne gebeten, welche in der Folgewoche die Klinik verlassen. Diese Patienten bekommen dann die Möglichkeit, sich mit einem beliebigen Vortrag und einem Geschenk bei der Klinik zu bedanken und zu verabschieden. 
Die Vorträge sind während meines Aufenthaltes jedes Mal individuell gestaltet worden... mal ein Gedicht, mal ein Lied oder ein Gruppenspiel. Auch die Geschenke sind unterschiedlich ausgefallen. Oftmals wurden Süßigkeiten an das Personal verschenkt, Spiele, Obstkörbe oder praktische Dinge wurden auch verschenkt. 

In meiner letzten Woche entschied sich meine "Abschiedsgruppe" einen von mir geschriebenen Text von einer Mitpatientin und mir vortragen zu lassen und im Anschluss als Gruppe ein Lied vorzutragen. 

Der von mir geschriebene Text lautete wie folgt:

Reha Teil V (Impressionen aus dem Wald)

Mit Blick auf den angrenzenden Golfplatz


7. März 2014

Reha Teil IV (Von Wasser zu Wald)

Als Kind gab es zwei Dinge, die ich besonders liebte....
... die Natur und das Wasser
Ich liebte es schwimmen zu gehen, habe dies auch über 7 Jahre zu meinem Sport gemacht und fühlte mich nie unsicher dabei. 
Als Teenager waren mir jedoch andere Sachen wichtiger, so dass ich mich mehr und mehr von dem Schwimmsport distanzierte. 
Und ein paar Jahre später trat meine Erkrankung auf, was dazu führte, dass schwimmen für mich undenkbar war. Wie sollte ich ins Wasser, wenn ich mir und meinem Körper selbst außerhalb des Wassers nicht traute?
Wie oft wurde mir in der Vergangenheit gesagt, dass ich keine Angst davor haben müsste, da es gerade dort nicht schlimm sei, sollten meine Ängste dort wirklich eintreten?! 
Aber ganz ehrlich ... so egal, wie dies manchen ist, ist es mir nicht. 

Und genau das gleiche Empfinden weckte die Natur für mich. Früher liebte ich es stundenlang im Wald zu spielen und mit meinen Freunden kleine "Abenteuer" zu erleben. 
Als dann meine Erkrankung auftrat, war selbst ein Waldspaziergang für mich undenkbar.
Jeder gelaufene Meter stellte eine Herausforderung für mich dar. 
Mein Angstgedanke war: Je weiter ich mich in den Wald begebe, desto weiter ist die nächste (rettende) Toilette weg.
Und auch hier würden viele Menschen jetzt sagen "Meine Güte... dann gehst du eben hinter den nächsten Busch!" 
Aber auch hier muss ich leider sagen, dass ich das nicht könnte. 
Einem menschlichen Bedürfnis außerhalb einer Sanitäranlage einfach so nachzugehen, ist für mich eine viel zu große Hürde, so dass die Angst natürlich immer mehr genährt wurde.

Nun ja... während der Reha wurde mir durch die Chefärztin tägliches Schwimmen angeordnet.
Und hier mein "kurzer" Bericht dazu:

Reha Teil III (Stresspegel)

Bevor ich mit der Reha begonnen habe, habe ich mir zuvor schon Gedanken darüber gemacht, wie ich meine innerliche Anspannung bzw. meine Verbesserungen bildlich darstellen könnte. 
Als ich in der Klinik ankam und sah, welche Anwendungen in den darauffolgenden Wochen auf mich zukommen würden, entschloss ich mich, meine innerliche Anspannung / Unruhe in einem Stresspegel von 0 (überhaupt nicht angespannt / total entspannt) bis 10 (starke Anspannung / innerliche Unruhe / Panikattacke) einzuordnen. 
Hier ein Überblick der Anwendungen und des dort empfundenen Stresspegels: 


6. März 2014

Reha Teil II (Bericht Tag 1)


Die Klinik erwartete mich um 11 Uhr. Da ich eine relativ kurze Anreise hatte, fuhr ich um 9:45 Uhr los und erreichte gegen 10:30 Uhr die Klinik. An der Rezeption wurde ich herzlich empfangen und erhielt direkt eine kleine Einweisung, sowie die Schlüssel zu meinem Zimmer. 

Da in der Klinik das Trinkwasser aus speziellen Wasserspendern zu „zapfen“ ist, wurde mir bereits an der Rezeption mitgeteilt, dass ich eine Flasche kaufen müsste, mit der ich an den entsprechenden Spendern mein Wasser beziehen könnte. Für 3 Euro kaufte ich mir eine Flasche und begab mich mit meinem Gepäck zu meinem Zimmer. Die Klinik besteht insgesamt aus 4 Häusern, welche miteinander verbunden sind. Mein Zimmer befand sich in dem Haus, welches am weitesten von dem Klinikeingang entfernt war. Der Weg von der Rezeption zum Zimmer verlief durch endlos lange Flure und verwinkelte Treppenhäuser. Während ich mit meinem Schlüssel und meinem Gepäck die Flure durchstreifte, merkte ich, wie die Nervosität langsam nachließ.


Reha Teil I (Klinik)

Hallo zusammen...
... nach ganzen 5 Wochen und 6 Tagen bin ich nun endlich wieder zuhause.
Nun habe ich auch wieder die Möglichkeit das Internet in vollen Zügen zu nutzen.
Und natürlich werde ich jetzt auch etwas mehr über die Reha berichten können.

Also bei meiner Reha handelte es sich um eine psychosomatische/psychotherapeutische Rehabilitation
Um es noch genauer zu differenzieren, sollte ich erwähnen, dass es sich hierbei um eine medizinische und nicht berufliche Rehabilitation handelte. 

Zur Klinik:
Die Reha wurde in einer Klinik in meinem Wohnort durchgeführt, da ich ja aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkung keine weiten Strecken zurücklegen kann.
Und obwohl die Klinik so "nah" für mich war, war ich nicht ambulant, sondern stationär dort.
Rückblickend betrachtet, war dies auch die richtige Entscheidung. Nach meiner jetzigen Erfahrung würde ich jedem (der sich erlauben kann, mal abwesend zu sein) von einer ambulanten Reha abraten, da einen der Alltagsstress nach "Feierabend" doch wieder einholen könnte.
Aus diesem Grund war ich auch kein einziges Mal daheim, um eben wirklich die Zeit zu nutzen, mich auf mich und meine Gesundheit zu konzentrieren. 

In der Klink wurden Patienten mit folgenden Erkrankungen behandelt: