30. April 2014

Wie der Alltag uns behindert...

Seit dem ich wieder aus der Reha zurück bin, arbeite ich ja daran, meine mir selbst gesetzten Ziele weiterhin zu verfolgen und meine Vorsätze in die Tat umzusetzen. 
Mal klappt es besser und mal eben nicht.
Natürlich spielen viele Faktoren bei der Umsetzung eine große Rolle.
Zum einen ist es der eigene Antrieb, die Willensstärke, das Selbstvertrauen, die Tagesform und auch das Umfeld. 

Ich habe weiterhin zu einigen ehemaligen Mitpatienten aus der Reha Kontakt.
Und was soll ich sagen?! Die meisten sind in ihr altes Muster zurückgefallen und dadurch geht es ihnen auch eher mittelprächtig. Gerade die Mitpatienten, die aufgrund von Depressionen in der Klinik waren, haben es besonders schwer, ihre Vorsätze und das Neuerlernte im Alltag umzusetzen.
Aber wieso ist das so?

26. April 2014

[TAG Time] 15 Fragen, 15 Antworten

Da mir nun öfter berichtet wurde, dass die "50 Fakten über L.H.P." so gut angekommen sind, 
habe ich mich noch dazu durchgerungen, weitere (höchst "interessante") Fragen über mich zu beantworten. 
Und ohne viele einleitende Worte, fange ich doch einfach mal an:

1. Welchen Schulabschluss hast du?
Fachabitur (im Gesundheits- und Sozialwesen)

2. Wie wichtig ist dir Geld?
Es sollte genügend vorhanden sein, um sich selbst auch etwas Gutes tun zu können (und wenn es nur mal ein Schokoriegel ist), ohne dabei auf andere Dinge verzichten zu müssen. 
Aber ich würde nie behaupten, dass es das Wichtigste im Leben ist.

3. Hast du Tattoos?
Ja... zwei...

4. Haben diese eine Bedeutung für dich?
Definitiv. 

5. Ist es dir wichtig, an etwas zu glauben?
An irgendetwas muss man ja glauben... und wenn es nur der Glaube daran ist, dass irgendwann alles gut wird.

6. Bist du selbstbewusst?
Hmm... schwierig zu sagen. Die Menschen, die mich das erste Mal treffen, gehen davon aus, dass ich ziemlich selbstbewusst bin. Ich verstecke mich nicht, bin albern, lache viel und rede über das, was mir gerade in den Sinn kommt.... und schimpfen kann ich besonders gut.... 
Wenn man mich aber eine Weile kennt, merkt man schon, dass ich in Situationen, in denen ich mich einfach unsicher fühle, sehr schüchtern und zurückhaltend bin. 

7. Draußen blitzt und donnert es. Du liegst daheim alleine in deinem warmen Bett? Gemütlich oder grausam?
Ich habe schon als Kind Gewitter geliebt. Als ich ein Zimmer unterm Dach hatte, gab es für mich nichts Schöneres, als eine Nacht, in der es donnerte und blitzte, Hagel auf das schräge Dachfenster prasselte und irgendwann von starkem Regen abgelöst wurde. Dafür bin ich sogar öfter nochmal aufgestanden, legte mich auf den Boden meines Zimmers, direkt unters Fenster und starrte nur gen Himmel.


(Quelle: T. Mieseler Photography )

Allein oder Einsam?

In der Vergangenheit hatte ich ja bereits davon berichtet, wie im Laufe der Jahre meine sozialen Kontakte immer weniger wurden und sich irgendwann nur noch auf Familie und Arbeit beschränkten. 
Die meisten Menschen können es sich kaum, bis gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn man von heute auf morgen keine Freunde mehr hat und die meiste Zeit alleine ist.
Hätte man mir vor ein paar Jahren noch gesagt, dass es irgendwann darauf hinauslaufen würde, hätte ich mir dies auch nicht vorstellen können. 
Aber was soll ich sagen?! Man wächst in diese Situation hinein.

(Quelle: http://galerie.chip.de/k/wettbewerb/rot/einsam/821172/)
Kann man denn aber auch davon ausgehen, dass ich einsam bin, wenn ich alleine bin?
Nicht unbedingt... natürlich habe ich noch Kontakte zu Bekannten und ehemaligen Freunden, worauf sich der Kontakt jedoch hauptsächlich auf Telefonate oder das Internet (mailen, chatten...) beschränkt. 
Man könnte also sagen, dass ich gar nicht einsam bin, obwohl ich eben viel allein bin.
Nur muss man sich natürlich fragen, ob einem diese Art der Kontaktpflege ausreicht?!


23. April 2014

Update / Vorsätze

Ich muss gestehen, dass ich in den letzten 2 Wochen ziemlich faul war, was meine Waldspaziergänge betrifft. 
Obwohl ich mir ja vorgenommen hatte, 2-4 Mal in der Woche in den Wald zu gehen, habe ich es in den letzten 2 Wochen gerade zweimal geschafft. 
Nicht, weil ich soviel zutun hatte oder mir immer etwas dazwischen kam.
Nein... ich hatte einfach keine Lust, konnte mich nicht aufraffen.
Und wenn mich dann doch mal ein kurzer Moment der Motivation packte, regnete es und mir verging direkt wieder die Lust. 
Ich weiß... Ausreden findet man immer....


Aber daran soll sich schnell wieder etwas ändern. 
Gestern habe ich einen langen Spaziergang gemacht... also für meine Verhältnisse lang
War ganze 65 Minuten unterwegs und merkte überhaupt nicht, dass es so lange war. 
Erst, als ich wieder im Auto angekommen bin und auf die Uhr blickte, war mir bewusst, dass bereits eine Stunde rum ist.
Meine Güte war ich stolz auf mich...


18. April 2014

Angstfreie Momente und ihre Nebenwirkungen

In den letzten 6 Jahren meiner "Erkrankung" ist mir nun schon des Öfteren aufgefallen, dass es immer mal wieder Phasen gab, in denen meine eigentliche Problematik nur kaum bis gar keine Rolle gespielt hat. 
Und klar ist das super... nur sind das oft Momente, in denen ich mich wenig darüber freuen kann.
Wieso? 
Der Grund dafür ist folgender...

(Quelle: http://hope-to-be-thin.chapso.de/ablenkung-s86626.html)



13. April 2014

Die Angst und die Arbeitswelt

Wie bereits in früheren Posts beschrieben, bin ich ja dank der Befristung meines letzten Arbeitsverhältnisses wieder auf der Jobsuche. Und was gehört dann natürlich dazu? 
Richtig .... Vorstellungsgespräche
Die meisten Menschen können sich sehr gut an ihre Vorstellungsgespräche in der Vergangenheit erinnern und wissen auch, wie nervös man an solchen Tagen sein kann.
Nervosität führt bei vielen auch zu vermehrtem Harndrang. Ja.... natürlich gehöre ich auch dazu.
Das bedeutet, dass ich also nicht nur mit meiner Angst zu kämpfen habe, sondern auch mit tatsächlichem Drang. 
Die Stunden vor den Vorstellungsgesprächen sind immer die Schlimmsten. 
Ich werde nervös, zittrig und mir ist schlecht. 
Auf dem Weg zum Gespräch werde ich plötzlich ruhiger und fokussierter.
Beim potentiellen Arbeitgeber angekommen, stelle ich mich erst vor und frage dann höflich nach einer Toilette. Damit ist das auch schon mal aus dem Kopf....

(Quelle: http://www.beobachter.ch/arbeit-bildung/stellensuche/artikel/bewerbung_burn-out-muss-ich-es-erwaehnen/)

Während des Gespräches hat mein Kopf so sehr mit den anfallenden Fragen, der angestrengten Körperhaltung und dem höflichen und professionellen Auftreten zutun, dass die Blase kaum bis gar keine Rolle spielt.... zum Glück.

ABER (es wäre ja zu schön, um wahr zu sein, würde es kein ABER geben)....


9. April 2014

[TAG Time] 50 Fakten über L.H.P.

Da ich darum gebeten wurde...
... also nun 50 Fakten über mich..... 
... viel Spaß ;-)



  1. Ich hasse es zu telefonieren, habe aber 2 Jahre beruflich in einem Service Center (KEIN Call Center!!!)  gearbeitet, in dem ich zwischen 62 und 98 Telefonate am Tag geführt habe (und das sogar gerne)
  2. Ich finde Männer attraktiv, die sich auch schriftlich fast fehlerfrei ausdrücken können
  3. Meine Wohnung ist fast durchgehend in schwarz und weiß eingerichtet, weil ich den Kontrast mag
  4. Die meisten Bilder in meiner Wohnung sind selbst gemalt. Nicht, weil ich es besonders gut kann, sondern nur, weil ich zu geizig bin so viel Geld für ein Bild auf Leinwand auszugeben
  5. Ich bin eine typische Katzen-Mutti… ich liebe meine beiden Miezen
  6. Ich bin das letzte Mal mit (ich glaube) 14 Jahren Fahrrad gefahren, da es sich in meiner jetzigen Wohnsituation überhaupt nicht anbietet.
  7. Meine absoluten Diätkiller sind Pudding und Eis
  8. Meine ehemalige Arbeitskollegin meinte einmal zu mir, dass ihr beigebracht wurde, dass nur Prostituierte knittrige Bettwäsche hätten… seitdem bügele ich meine Bettwäsche
  9. Ich liebe indirektes Licht, daher habe ich jeden Abend nur eine kleine Schreibtischlampe an, da diese das Zimmer (für meinen Geschmack) ausreichend ausleuchtet
  10. Bei mir läuft der Fernseher äußerst selten … in der Regel nur zum Schlafen.
  11. Ich liebe Filme… Dramen und Komödien. Für Horrorfilme und Thriller bin ich zu zart besaitet

7. April 2014

Gedankenkarussell

Immer wieder entdecke ich bei mir Phasen, in denen ich beginne zu grübeln.
Und dabei grübel ich nicht über alltägliche Dinge, sondern eher um die Dinge, die für mich von großer Bedeutung sind. Es ist auch nicht so, als würde ich mich zurückziehen und mir dann bewusst über etwas Gedanken machen. Nein, ganz im Gegenteil.... es erwischt mich in Momenten, in denen ich eigentlich nicht damit rechne. Und sobald es einmal angefangen hat, fällt es mir schwer damit wieder aufzuhören.

Ich fange an, Dinge in Frage zu stellen... fange an, mich als Person, meine Einstellungen und meine Lebensweise zu hinterfragen. Ich beginne an mir, meinen Fähigkeiten und an meinen Eigenschaften zu zweifeln. Ich würde mich nicht als depressiv oder gar manisch depressiv bezeichnen, aber immer wieder kommen diese Phasen, die schon leicht depressive Züge haben. Mein Vorsatz, jeden Tag so zu leben, wie er kommt, ist dann auch selten durchführbar. 

Ich habe diese Phasen schon immer gehabt... soweit ich denken kann, war dies immer ein Bestandteil meines Lebens. Diese Phasen hatte auch so ihre Vorzüge, da ich so meine Lebensziele neu positionieren konnte und im Anschluss einen klareren Blick für das hatte, was mir wichtig war. 

(Quelle: http://i47.tinypic.com/9vghsm.jpg)

1. April 2014

Faszination Qi Gong

Während meiner knapp 6-wöchigen Reha hatte ich die Möglichkeit verschiedene Anwendungen auf freiwilliger Basis auszuprobieren. Die Klinik bot u.a. Pilates, Basteln jeglicher Art, Feldenkrais, Chinesische Meditation oder auch Qi Gong an. Ich muss gestehen, dass ich die ersten 3 Wochen zum regulären täglichen Programm keine freiwilligen Anwendungen in Anspruch genommen habe. Hauptgrund war vor allem, dass ich ja noch JEDEN Abend schwimmen musste/durfte.
Nun ja... also in Woche 4 erzählte mir eine Mitpatienten, dass sie bereits beim Qi Gong war und ihr das so gut gefallen hat. Sie meinte, ich solle dies auch mal ausprobieren. 
Ich muss dazu sagen, dass mich z.B. Pilates immer abgeschreckt hat, da ich bereits mehrfach dabei zuschauen konnte und sah, wie furchtbar anstrengend dies war. Nun konnte ich mit Qi Gong nicht sonderlich viel anfangen, aber ich dachte mir, wenn meine Mitpatientin (Ende 50) das kann, dann kann ich das auch :-)
Also setzte ich meinen Namen mit auf die Liste und war gespannt darauf, was mich dort erwartete.

Im Trainingsraum angekommen, sah ich bereits, dass Trainingsmatten im Raum verteilt waren und leise Musik im Hintergrund spielte. Ich suchte mir also eine Matte und wartete, bis alle Teilnehmer eintrafen.
Als dann alle Teilnehmer eine Matte gefunden haben, ging es auch schon los. 
Wir bekamen eine kurze Einweisung und folgten den Bewegungen der Therapeutin. 
Wer Qi Gong nicht kennt und etwas wie Pilates oder Yoga erwartet, wird sich dort fragen "wann geht es denn endlich los?" oder wird womöglich nicht ausgelastet den Kurs verlassen.
Ich persönlich würde Qi Gong auch nicht als Sport betrachten, sondern eher als eine Art der Entspannung und Achtsamkeitsübung
Googlet man den Begriff "Qi Gong" findet man folgende Zusammenfassung:

(Quelle: http://qigongvitality.blogspot.de/2012/06/spectrum-of-qigong-chi-kung.html)
"Qi Gong [...] ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist."