30. Mai 2014

[TAG Time] Simple Fragen - doch nicht ganz so simple Antworten

Nach dem überstandenen Feiertag, habe ich mich erneut dazu hinreißen lassen, einen "kleinen" TAG mitzumachen. 
Worum geht es? Simple Fragen - simple Antworten... vielleicht... 
Die Fragen sind übernommen aus einem bestehenden TAG und sind nicht von mir erdacht.


Dein Name? Für die meisten im Internet heiße ich "Peaches" und ich fühle mich damit auch durchaus angesprochen.
Wann hast du Geburtstag? 29. Mai
Wo bist du gerade? Im Wohnzimmer (oder auch bei manchen "Wohn-/Stube" genannt) meiner Wohnung. Der Ort, an dem fast alle Blogposts entstanden sind.
Dein schönster Moment bis jetzt? Das Gefühl, was ich empfunden habe, als ich während meiner Reha das erste Mal (nach 6 Jahren) wieder schwimmen war. Unbeschreiblich! 
Was liest du derzeit? "Meine Seele sucht Dich!" von Gabriele Zander und "Sorge dich nicht - Lebe!" von Dale Carnegic, wobei ich gestehen muss, dass ich schon lange an diesen Büchern sitze und sie einfach nicht weiterlese. Aber irgendwann... ja, irgendwann...
Hast du einen Lieblingsfilm? Ich liebe alle Verfilmungen der Romane von Nicholas Sparks. Die meisten Männern würde sie als Frauenfilme abstempeln, aber sie sind einfach so "hachja". Aber auch "Prestige" mit Hugh Jackman und Christian Bale ist großartig. 
Welche populäre Persönlichkeit verehrst du? Hmm... verehren ist vielleicht zuviel gesagt. Aber ich bewundere Troian Bellisario. Sie ist eine wunderschöne Frau, die ihre Rollen ausdrucksstark verkörpert. Dazu kommt ihre gelassene Persönlichkeit und ihr Sinn für Humor. 

 
(Quelle: http://highvoltageblog.net/2013/01/31/the-girl-crush/)



28. Mai 2014

Wahrscheinlichkeitsprüfung

Jeder Mensch hat vor etwas Angst und die Gründe dafür sich äußerst unterschiedlich.
Manche Ängste werden durch bestimmte Erlebnisse ausgelöst, andere wiederum bekommt man im Kindesalter gar "anerzogen" (z.B. die Mutter, die durch ihre eigene Spinnenphobie den Kindern immer wieder signalisiert, dass Spinnen "gefährlich" sind). Und gar nicht so selten treten plötzlich im Leben eines Menschen Ängste auf, die zuvor nie da gewesen sind.

Was mir persönlich in Gesprächen mit anderen Angstpatienten aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die meisten Patienten zwar genau wissen, wovor sie Angst haben, aber sie nicht genau benennen können, wodurch diese Angst entstanden ist. 
Ich denke, dass es durchaus hilfreich sein kann, die Gründe der Angst zu kennen. Jedoch glaube ich nicht, dass dieses Wissen IMMER erforderlich ist, um Ängste zu besiegen.
 
(Quelle: Sarina G. Photography)

25. Mai 2014

Zwei Gesichter

Meine Arbeitskollegin fragte mich vor einigen Jahren nach meinem Sternzeichen.
Ich sagte ihr, ich sei "Zwilling(e)", worauf sie direkt mit einem "ohje" reagierte.
Ich persönlich habe mich nie wirklich für diesen Kram interessiert. Tue ich auch heute nicht.
Aber das, was sie anschließend zu mir sagte, blieb mir bis heute im Gedächtnis.
Sie meinte, Zwillinge hätten zwei Gesichter.
Zu erst fühlte ich mich etwas angegriffen, da ich das Gefühl hatte, sie wolle mir damit unterstellen, dass ich "falsch" sei. Vorne lächelnd, hinten herum lästernd.
Aber dann habe ich verstanden, wie sie es eigentlich meinte... und ja, sie hat vollkommen recht.

(Quelle: http://www.tutel.ch/shop14/article/201-zwillinge)

Ich habe zwei Gesichter, welche auch beide stark ausgeprägt sind.

**Zwischenpost** - Gedankengänge IV



23. Mai 2014

Entlassungsbericht Reha

Diese Woche habe ich mir den Entlassungsbericht der Reha von meinem Hausarzt abgeholt (da ich diesen höchstwahrscheinlich gut für die noch kommenden Termine gebrauchen kann). 
Und natürlich gab es beim Lesen einiges, worüber ich schmunzeln und lachen musste. 
Aber es war auch vieles dabei, was sehr informativ war. 
Daher habe ich mich entschlossen, ein paar "Auszüge" des Berichtes hier festzuhalten:

Diagnosen:
- Agoraphobie: Mit Panikstörung **
- Somatoforme autonome Funktionsstörung: Urogentialsystem **
- Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom 
  (ja ich rauche... GANZ WICHTIG!!! ... so ein Blödsinn) 

** Für genauere Infos zu den Diagnosen, schau einmal hier vorbei


Allgemeine und klinische Anamnese:
Der Zugang zur Rehablilitation erfolgte auf eigene Initiative und auf Rat der Ärzte durch den Rentenversicherungsträger mit den Diagnosen:

22. Mai 2014

Aktueller Standpunkt

Wenn ich von meiner Problematik schreibe, schreibe ich oft darüber, was ich mir vorgenommen habe, welche Medikamente ich bereits ausprobiert habe und welche Ziele ich noch erreichen möchte.
Aber ich habe schon länger nicht mehr darüber berichtet, wie es mir aktuell geht, was ich genau tue, um eine Besserung zu erzielen und was noch geplant ist.
Daher werde ich einfach mal über den aktuellen Standpunkt berichten.



21. Mai 2014

Regeln zum Umgang mit der Angst (Fortsetzung)

Heute gibt es mal wieder etwas zum Thema "Umgang mit der Angst".
In der Vergangenheit hatte ich bereits einen ähnlichen Blogpost dazu veröffentlicht (siehe hier), jedoch möchte ich das Ganze noch einmal aufgreifen, um dies neuen Lesern vorzustellen, mir selbst erneut ins Gedächtnis zu rufen und auch noch zu ergänzen.



Die meisten Angstpatienten kennen dieses Gefühl, dass während einer akuten Angstphase entsteht. Bei der akuten Angst treten Symptome auf, die veranlassen, sich über seinen Körper noch mehr Sorgen zu machen.

19. Mai 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge III


An diesem einen Abend
 
Wochen zuvor hoffte ich, wir hätten Zeit allein.
In Gedanken bist du mir oft gefolgt, doch wenn ich mich umdrehte, war da nichts.
Wochen zuvor war dort soviel und doch nichts.
Doch an diesem Abend… an diesem einen Abend… da war es anders.

Kindliche Zukunftsvorstellungen

Noch diesen Monat werde ich 27 Jahre alt. Vor knapp 2 Monaten habe ich schon angefangen, mich an den Gedanken zu gewöhnen. Jeder kennt das doch, dass man die ersten Wochen nach seinem Geburtstag noch immer mit dem falscher Alter antwortet, sollte man mal nach dem Alter gefragt werden. Man muss sich eben erst daran gewöhnen. 
27... das ist schon fast 30.... 
Die älteren Herrschaften unter meinen Lesern werden nun sicher schmunzeln und sich denken "Ach Kindchen... komm erst einmal in mein Alter...".
Dazu kommt auch noch, dass man mir mein Alter nicht ansieht. Die meisten Menschen schätzen mich auf Anfang 20. Je nach Situation finde ich das sogar ganz schön nervig. 
Aber das soll hier jetzt gar keine Rolle spielen. 

Als Kind und auch als Heranwachsende hatte ich immer bestimmte Ziele vor Augen.
Ich hatte immer ein Bild von dem, was ich in der Zukunft erreicht haben wollte und was ich beruflich mache.
Und seit meinem 24igsten Geburtstag blicke ich jedes Mal zurück auf diese Vorstellungen und bin zwiegespalten. Auf der einen Seite waren meine Ziele immer etwas... nun ja... übertrieben und fast schon lustig. 
Auf der anderen Seite habe ich jedoch nicht annähernd das geschafft, was ich mir früher vorgestellt habe.




16. Mai 2014

Erwartungshaltung / selbsterfüllende Prophezeiung

Jeder, der vor etwas Angst hat, kennt das Gefühl, dass er verspürt BEVOR er sich in angsteinflößende Situationen begibt. 
Es ist ein Gefühl der Unsicherheit, welches durch viele kleine, manchmal unbewusste Gedanken ausgelöst wird. Man könnte sagen, es ist ein Vorbote von der eigentlichen Angst, die durch die Situation hervorgerufen wird/wurde. 

Wenn ich mit jemanden über Ängste spreche oder mir davon berichtet wird, wovor manche Menschen Angst haben, dann werden mir auch oft konkrete Situationen geschildert. Aufgefallen ist mir auch, dass ich ebenfalls von Situationen spreche, wenn ich von meinen Ängsten erzähle. 
Somit ist klar, dass man bereits VOR einer Angstsituation sich darauf vorbereitet, dass man Angst verspüren könnte.





Ich versuche das mal an folgenden Beispielen (für nicht Betroffene) zu erläutern:

14. Mai 2014

Festhalten oder Loslassen?

Wenn ich auf fremde Menschen treffe und es sich ergibt, dass ich ihnen von meiner Geschichte erzähle oder sie meinen Blog lesen, dann sind die Reaktionen in letzter Zeit ziemlich ähnlich.
Ich bekomme Komplimente für mein Durchhaltevermögen, dafür, dass ich mich nicht aufgegeben habe. 
Sie finden es bewundernswert, dass ich nach Abbruch meiner ersten Ausbildung, mir etwas Neues gesucht habe und mich in einem fremden Berufsfeld neu orientiert habe.
Man gibt mir Zuspruch für meine Offenheit.





Das, was für mich so selbstverständlich erscheint, scheint für die meisten Menschen wohl doch eher etwas ungewöhnlich zu sein.
Sie sehen es als ein Zeichen meiner Stärke und meines Willens.
Es wird als etwas durchweg Positives gewertet...

... ich persönlich merke aber immer wieder, dass diese Eigenschaft von mir nicht nur Positives mit sich bringt, sondern auch einen bitteren Beigeschmack hat.

12. Mai 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge II

Ich ohne Du 

Wir trafen uns an einem Ort, an dem Hoffnung geschürt und Ziele gesetzt wurden.
Ich, eine von Vielen. Du, einer in der Menge.

Auf das Vertrauen, was kommt...

Oft gibt es Situationen im Leben, an denen man an einem Punkt ist, wo eine Entscheidung getroffen werden muss. Oft sind es vielleicht unbedeutende und belanglose Situationen, in den die Entscheidung schnell und eindeutig gefällt werden kann. Manchmal sind es aber Momente, in denen eine Entscheidung den Werdegang des weiteren Lebens oder zumindest der nächsten Zeit bedeuten kann.
Auch dort ist es wieder unterschiedlich, wie man damit umgeht.

Ich persönlich bin ein Mensch, der in solchen Situationen grundsätzlich befürchtet, sich falsch zu entscheiden. 
Oft bekomme ich dann von meinen Mitmenschen gesagt, ich solle mir nicht so viele Sorgen machen. Ich solle das tun, was am Vernünftigsten ist und somit öfter mal gegen mein Bauchgefühl entscheiden.
Sie sagen, es wäre ja nicht schlimm, wenn es sich herausstellt, dass es der falsche Weg war, da man oft genug diesen Weg wieder zurückgehen kann.
Aber ganz so einfach, wie mir diese Menschen versuchen, es zu vermitteln, ist es für mich nicht.




Wieso nicht? 

7. Mai 2014

Die Angstskala

Immer wieder habe ich in meinen vorherigen Posts davon geschrieben, dass es noch einer weiter Weg für mich ist, bis ich von einer Besserung sprechen kann. 
Die meisten Leser werden sich darunter sicher nicht viel vorstellen können, was genau dies bedeutet. 


Da ich heute (nach ca. 8 Wochen) es endlich geschafft habe, den Papierkram aus der Reha wegzuheften, bin ich natürlich auf das ein oder andere Arbeitsblatt gestoßen, welches für meinen Blog interessant sein könnte.
Auf einem dieser Blätter habe ich eine Skala aufgezeichnet...


5. Mai 2014

Der "was wäre, wenn...." Gedanke

Sicherlich kennen die meisten Menschen das Problem, dass man sich über manche Dinge einfach viel zu viele Gedanken macht. Man grübelt, man schmunzelt und man hinterfragt manches?!
Ich denke, dass das vollkommen "normal" ist.

Was einen Angstpatienten von einem, nennen wir ihn mal "Nicht-Angstpatienten" unterscheidet, ist, der "was wäre, wenn..." Gedanke. Klar... jeder denkt mal über die Konsequenzen seines Handelns nach oder überlegt sich, was passieren könnte, wenn dieses oder jenes eintreten würde. In der Regel ist es dann auch so, dass dieser Gedanke kommt, man sich einen kurzen Moment damit auseinandersetzt und dann entsprechend reagiert oder die Sache abhakt.
Der Angstpatient ist jedoch durch diesen Gedanken so eingenommen, dass er in manchen Situationen einfach erstarrt und entsprechend Angst bekommt. Das Herz rast, man beginnt zu schwitzen, manche Patienten haben Ohrensausen, die Beine werden "weich", man spürt seinen Puls im Hals, der Mund wird trocken, man beginnt leicht zu zittern.... das komplette Programm wird abgespielt, wodurch die Angst noch verstärkt wird. Manche äußern, dass sie in solchen Momenten sogar Angst haben, an diesen Symptomen zu sterben.
Bei mir persönlich ist das (zum Glück) nicht der Fall. 

In solchen Momenten versuche ich mich damit zu beruhigen, dass mir bisher nichts passiert ist und es sicher bald vorbeigeht. Ich versuche bewusster zu atmen, mich krampfhaft abzulenken (was in der Regel aber nicht funktioniert) und die Situation durchzustehen
Und klar... wie fast jeder Angstpatient besteht dann auch bei mir der "Fluchtgedanke". Bloß aus der Situation raus, um sich "sicher" zu fühlen. Was natürlich eher schädlich für die nächste Male in solchen Situationen ist.


Dieser "was wäre, wenn..." Gedanke ist ein Phänomen, was sich leider auch nur selten entkräftigen lässt.
Man stelle sich folgende Situation vor: 


1. Mai 2014

[Buchtipp] Ängste verstehen und überwinden (Dr. Doris Wolf)

Lang lang ists her .... um genau zu sein, war es Oktober 2013, wo ich hier auf meinem Blog zwei Bücher vorgestellt habe (wer noch einmal nachlesen möchte, hier ---> Hilfe zur Selbsthilfe) und dort hatte ich auch versprochen, mich zu diesen Büchern zu äußern, so bald ich etwas darüber sagen kann.
Ich muss auch gestehen, dass ich eins dieser Bücher schon vor einiger Zeit gelesen hatte, aber bisher nicht daran gedacht habe, meine Meinung hier kundzutun.
Aber besser spät als nie, werde ich euch nun davon berichten.

Das erste Buch, über das ich etwas sagen kann und möchte, ist folgendes:


Ängste verstehen und überwinden
von Frau Dr. Doris Wolf (Psychotherapeutin)
P(raktisch) A(nwendbare) L(ebenshilfen) Verlag
ISBN 978-3-923614-32-5

Klappentext:
"Angst ist ein Gefühl, das hilflos macht und von vielen körperlichen Symptomen begleitet wird. Angst zeigt sich in den unterschiedlichsten Formen wie z.B. in der Angst vor der Angst, in Panikattacken, Platzangst, Angst vor Ablehnung, sozialer Angst oder in Sorgen.