22. Mai 2014

Aktueller Standpunkt

Wenn ich von meiner Problematik schreibe, schreibe ich oft darüber, was ich mir vorgenommen habe, welche Medikamente ich bereits ausprobiert habe und welche Ziele ich noch erreichen möchte.
Aber ich habe schon länger nicht mehr darüber berichtet, wie es mir aktuell geht, was ich genau tue, um eine Besserung zu erzielen und was noch geplant ist.
Daher werde ich einfach mal über den aktuellen Standpunkt berichten.




Aktuelle Befindlichkeit: heiter bis stark bewölkt. Aber im ernst... zurzeit herrscht ein gefühlsmäßiges Auf und Ab, wobei es in letzter Zeit mehr bergab geht. Kein Grund zur Besorgnis, sondern ein "normales" Empfinden, wenn jemanden etwas belastet.
Angst:  In den letzten Wochen hatte ich einigermaßen meine Ruhe. Natürlich bin ich in manchen Situationen mehr angespannt. Aber eine Panikattacke ist bisher ausgeblieben. Toi, toi, toi. (knock on wood)
Aktivitäten: Ich gehe weiterhin regelmäßig zu dem Qi-Gong Kurs, bei dem ich mich im Anschluß an die Reha angemeldet habe. Zusätzlich gehe ich weiterhin in den Wald. Leider habe ich es mal wieder in den letzten Wochen nur 1x pro Woche geschafft, aber hauptsache ich vermeide es nicht wieder. 
Medikamente: Während meines Klinikaufenthaltes (Reha) wurde mir das Medikament "Amitriptylin" verordnet. Die Medikation wird von mir beibehalten. Aktuell nehme ich 50mg, werde aber in näherer Zukunft die Dosis erhöhen, da ich keinerlei Wirkung mehr feststellen kann.
Hilfsmittel: Das ist ein Thema, über das ich bisher wenig bis gar nicht auf diesem Blog geschrieben habe. Es ist nichts, was mir peinlich ist, jedoch ist es auch nichts, worüber man viel und gerne spricht. Nun ja... als Hilfsmittel verwende ich schon seit längerer Zeit Einlagen, die Menschen bei Inkontinenz verwenden. Und obwohl ich nicht inkontinent bin und sich das Ganze Theater ja nur in meinem Kopf abspielt, verwende ich trotzdem diese Einlagen, um mir ein Stück mehr Sicherheit im Alltag zu geben.
Toilettengänge: Da ich ja ein "Toilettentagebuch" führe, kann ich genau ablesen, wie oft ich wann die Toilette aufsuchen musste. In der Regel gehe ich zwischen 7 und 11 Mal am Tag zur Toilette. Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich gestresster bin und daher die Anzahl der Gänge etwas höher ist. Aber ich kann zumindest sagen, dass es deutlich weniger geworden ist. Jedoch rechne ich damit, dass die Anzahl noch steigen wird, wenn ich wieder meine Arbeit aufgenommen habe. Aber da lasse ich mich mal überraschen...
Pläne: Ich werde Anfang Juni einen Termin bei einem örtlichen Psychiater wahrnehmen, mit dem ich über die Dosis-Erhöhung meiner Tabletten sprechen möchte. Zusätzlich habe ich heute mit meinem zweiten Einnahmezyklus von "Granufink femina" begonnen.
Ebenso ist ein weiterer Gesprächstermin bei meiner Psychotherapeutin angedacht, da ich für das aktuelle Quartal noch keine Sitzung in Anspruch genommen habe. Termin findet ebenfalls Anfang Juni statt.

Natürlich werde ich über weitere Veränderung auf diesem Blog berichten.
Ich wollte euch nur mal einen Überblick über den aktuellen Sachverhalt geben.
Abgesehen davon ist es dann auch für mich in Zukunft interessant, zurückzublicken und festzustellen, was sich alles (vielleicht sogar ins Positive) verändert hat. 

L.H.P.


Kommentare:

  1. Mir kommt vieles so bekannt vor. Im Grunde lese ich das und frage mich, was du für einen Unsinn machst, warum du dir Einlagen kaufst und so. Aber ich habe bei der Angstproblematik vielleicht ein paar Jahre Vorsprung. Seit ich 16 bin, wurde ich von meinen Eltern von Klinik zu Klinik und von Therapeut zu Therapeut geschleppt. Und ich kenne diese Rituale. Ich habe mir vor 6-7 Jahren mühsam abtrainiert, ständig solche Globolis mit mir rumzuschleppen, die gegen Übelkeit helfen sollten. Und bin erst seit vielleicht 2 Jahren in der Lage, ohne meine Trinkflasche irgendwo hin zu gehen. Ich habe sonst immer eine Umhängetasche dabei, wo Wasser drin ist. Das ist zwar praktisch und bequem, aber ich MUSSTE sie eigentlich mitnehmen, damit ich immer etwas zu trinken habe, falls ich mal glaubte, ersticken zu müssen oder so.
    Antidepressiva haben mir z.B. garnicht geholfen. Im Gegenteil. Ich habe sogar schon drüber nachgedacht, ob die irgendwelche Stoffwechselprozesse in meinem Kopf kaputt gemacht haben. Ich konnte mich auf jeden Fall danach schlechter auf Sachen konzentrieren, ist heute zum Teil auch noch so. Vielleicht ist mir das auch erst vor einigen Jahren aufgefallen. Ich wechsel oft die Wege in meinem Kopf und springe auch in Gesprächen immer sehr stark. Und ich merke, wie schlecht ich mir Sachen merken oder mich darauf konzentrieren kann, die mich nicht interessieren. Ich muss jetzt für drei Wochen den Chef in dem Betrieb hier ersetzen und merke jetzt schon, wo der Chef noch da ist, wie wenig mich das alles interessiert, weil ich lieber was anderes machen möchte. Zwar wird alles tadellos laufen und ich bin auch sehr verantwortungsbewusst und perfektionistisch, aber ich werde mich in viele Sachen hart einarbeiten müssen, damit das reibungslos läuft. Aber das kann ja auch Spaß machen.

    Ansonsten. Es wird bestimmt besser werden, so bewusst wie du das alles machst. Obwohl du bei allem etwas einsam wirkst. Ohne zu wissen, wie genau es dir geht oder was genau passiert ist oder was du genau machst. Vielleicht reduzierst du die Tabletten mal, weil sie dir ja eigentlich nicht helfen können. Mit deinem Körper ist ja alles in Ordnung.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich nehme nun erst seit ein paar Wochen wieder Tabletten. Habe in den letzten 5 Jahren keinerlei Medikamente genommen. Ende letzten Jahres habe ich dann mal ein paar Globuli ausprobiert, die aber auch nicht den gewünschten Erfolg brachten.
      Die Tabletten zu reduzieren, halte ich für Blödsinn, da es mir zurzeit genau so geht, wie ohne Tabletten. Es kommt auf einen Versuch drauf an. Und die Tabletten werden nur solange "benötigt", bis ich mich an einem Punkt befinde, wo ich darauf verzichten möchte.
      Ich werde alles versuchen, was nötig ist. Und wenn es eben diesmal Tabletten sind, dann ist dann eben so.
      Abgesehen davon ist Amitriptylin ein Medikament, welches jedem Arzt ein Begriff ist. Es ist ein klassisches Antidepressiva, welches aber erst ab 75mg als eins gewertet wird.
      Das Medikament wurde von dem Oberarzt der Reha-Klinik (mit vorheriger Absprache mit einem Urologen) angeordnet.
      Sollte ich mich nach Dosiserhöhung schlechter oder gleichbleibend fühlen, werde ich die Tabletten absetzen.

      Löschen