12. Mai 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge II

Ich ohne Du 

Wir trafen uns an einem Ort, an dem Hoffnung geschürt und Ziele gesetzt wurden.
Ich, eine von Vielen. Du, einer in der Menge.

Oft haben sich unsere Wege gekreuzt und die Blicke getroffen.
Unterhaltungen von belanglos bis bedeutsam.
Ehrlich, offen und vertraut.
Ich, energisch und besorgt. Du, so voller Tatendrang.
(Quelle: http://korny-pnk.deviantart.com/art/Goodbye-my-lover-71118272)
Jeden Tag einen Schritt aufeinander zu und doch trennten sich unsere Wege.
Man kam sich Näher und doch war man einander noch nie so distanziert.
Eine Mischung aus Abschied und Wiedersehen.
Ich, rückläufig. Du, verweilend.
Die Entfernung schaffte Nähe und doch gab es Zweifel.
Jedes Wort gefüllt mit Hoffnung, jeder Satz ein Zeichen für das, was kommen mag.
Durch Gemeinsamkeiten verbunden, durch die Ferne entzweit.
Ich, hoffend und bangend. Du, gedanklich so gut wie fort.
Ein Treffen an einem Ort, an dem ich Hoffnung schürte und mir Ziele setzte.
Die Luft gefüllt voll Anspannung, eine Geste voll Innigkeit.

Der Abschied, ein unausgesprochenes "Lebewohl".
Ich, weiter hoffend und erwartungsvoll. Du, rastlos und belastet.
Und wieder die Entfernung, nur ohne Nähe und voller Zweifel.
Das Fundament zerbrach, der Glaube verhallte.
Jedes Wort, eine Erinnerung. Jede Berührung, verflogen.
Ich, schwermütig und betrübt. Du, leichtherzig und gelöst.
Es verblieb dein Duft in meiner Nase, deine Stimme in meinem Ohr, deine Wärme auf meiner Haut. 
Was für mich soviel bedeutete, war für dich bedeutungslos. 

Was nun blieb, war nur ein "Ich" ohne Du.

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(Quelle: http://suizidisaescapeforever.tumblr.com/post/62712129018/youwillmakeprogress-iloveboybelieber)

Kommentare:

  1. Ich lese hier ja noch nicht soo lange, aber ich glaube, dass das einer der intimsten Einträge war. Wobei auch das hier, so wie alles, was du schreibst, relativ distanziert ist. Und meine Neugier drängt mich zu der Frage: Was ist genau passiert? Und wie geht es dir jetzt?

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    1. Hallo Fennek,
      vielen Dank für deinen Besuch auf meinem Blog.
      Du hast recht... ich versuche in der Regel mein Verhalten und meine Gefühle relativ distanziert zu beschreiben und vor allem zu beobachten. Denn ich denke, dass man so einen sehr nüchternen Blick für das hat, um was es eigentlich geht und kann somit eher auf Lösungsansätze kommen.
      Und ich gebe dir auch recht, dass dies einer meiner intimsten Blogposts ist.
      Was genau passiert ist, ist ja eigentlich dort simpel beschrieben.
      Die Wege zweier Menschen kreuzen einander, man lernt sich kennen, verbringt Zeit miteinander, bis eines Tages der Punkt gekommen ist, an dem einer der Beiden den Weg zukünftig wieder alleine bestreiten möchte.
      Und wie es mir jetzt geht? Ich könnte dir jetzt meine Standard-Antwort geben...
      ... "ich atme noch, also kann es nicht so schlimm sein" ;-)
      Aber im ernst... der folgende Blogpost handelt über das "Festhalten oder Loslassen"... und ich habe Schwierigkeiten loszulassen. Jedoch wird auch bei mir irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem ich abschließen kann. Es dauert nur eben etwas länger ;-)

      Liebe Grüße

      L.H.P.

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  2. Wie aktuell sind die in dem Eintrag beschriebenen Ereignisse? Zeitnah von 12.05.? Dann ist das noch kein Problem des "Nicht loslassen Könnens", wie ich finde. Man braucht eben Zeit für gewisse Dinge. Manchmal geht das in ein paar Wochen, manchmal braucht es Monate. Wie bei mir. :)

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