25. Mai 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge IV




Du bist so weit weg

und damit meine ich nicht nur körperlich.

Ich merke, wie du nicht mehr an mich denkst.

Ich merke, wie du dich immer mehr von mir entfernst.



Ich erinnere mich noch an deinen Gesichtsausdruck,

als ich meinte, ich hätte ja niemanden.

Dein Gesicht sagte „und was ist mit mir?“.

Heute weiß ich, was mit dir ist.

Nichts ist mit dir?!



Du bist gegangen. Wie so viele Menschen vor dir.

Und ich suche deine Nähe. Ich suche Kontakt.

Wäre ich nicht so, wäre ich schon längst aus deinem Gedächtnis gestrichen.

Zumindest fühlt es sich so an.



Es gibt soviel, was ich dir noch gerne sagen würde.

Soviel Unausgesprochenes.

Aber du würdest es nicht wissen wollen.

Du würdest nicht einmal darauf reagieren.



Also sitze ich hier, mit all der Wut und all der Trauer.

Ich möchte das Alles vergessen, nach Vorne schauen.
Ich möchte wütend auf dich sein.

Aber ich kann nicht. Wieso nicht?

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte

Mal so sehr gelitten habe?!

Und du? Du, machst weiter, als hätte es mich nie gegeben.

Darum beneide ich dich.



Und immer wieder kreisen folgende Zeilen durch meinen Kopf:

„You could've chose anybody but you chose me” (“Roses” / James Arthur)

“You were the one
You were the one who picked me” (“Winter” / Kina Grannis)

Diese Tatsache tut weh. Ich habe mir nichts eingebildet, wo nichts war.

Ich habe nicht vergebens gehofft.

Du warst derjenige, der mich „gewählt“ hat.

Und wofür? Um mich fallen zu sehen?



Jedes Mal, wenn es an der Tür klingelt und ich niemanden erwarte,

hoffe ich.

Jedes Mal, wenn ich eine Nachricht bekomme, hoffe ich.

Und ständig schaue ich ins Leere, weil da nichts ist, was hätte sein sollen.

Ich muss loslassen. Das werde ich auch.

Irgendwann, wenn ich es kann.

Bis dahin sehe dabei zu, wie du mich immer mehr vergisst.

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