30. Juni 2014

Momentaufnahme Blog

Menschen, die mich nicht kennen, nicht wissen, wie ich ticke und nur von mir in meinem Blog gelesen haben, werden mit Sicherheit den Eindruck bekommen, ich würde den ganzen Tag an nichts Anderes denken, als an mein Problem. Sie könnten glauben, ich sitze den ganzen Tag in meinem kleinen, dunklen Kämmerchen, abgeschnitten von der Außenwelt und bade in Selbstmitleid?! Oder vielleicht glauben sie auch, dass ich so verbissen daran bin, einen Ausweg aus meiner misslichen Lage zu finden...
Alle, die das glaub(t)en, muss ich nun leider enttäuschen.




Das, was ich hier schreibe... 

28. Juni 2014

Tatendrang und Vorwarnung

Ich fühle mich seit knapp 4 Tagen irgendwie komisch. Positiv komisch.
Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll?!

Ich fühle mich voller Elan, bin relativ gut gelaunt und bin voller Tatendrang, den ich gar nicht richtig ausleben kann.
Seit 4 Tagen treibe ich wieder Sport. Täglich. 
Nicht all zu lang, aber besser ein bisschen, als überhaupt nicht. 
Ich habe mir vorgenommen, dies trotz dem Alltagsstress beizubehalten... ja... aber so wie ich mich kenne.... nun ja... man wird es sehen?!

Des Weiteren war ich heute auch wieder auf Entdeckungstour im Wald. Trotz Regen und der Tatsache, dass der Waldboden aufgeweicht und matschig war (was sonst gut als "Ausrede" herhalten würde), hat mich dieser Tatendrang förmlich aufgefordert, die Wohnung zu verlassen. Also hieß es: Regenjacke an, rein in die Schuhe mit wenig Profil (um den Schlamm anschließend nicht komplett im Auto zu haben) und auf gehts...
Und was soll ich sagen?! Es tat mal wieder richtig gut.




Ab nächste Woche wird sich einiges bei mir ändern...

25. Juni 2014

Wie hab ich das nur geschafft?

Nach dem die letzte Woche ja relativ schwierig für mich war, scheint es diese Woche wieder besser zu laufen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie schnell sich das alles von einem Extrem ins nächste Extrem ändert. Letzte Woche war fast jeder Gang nach draussen mit Bedenken und Sorgen verbunden. 
Diese Woche ist es wiederum kaum bis gar kein Problem. 

Wie zuvor ja schon beschrieben, spielen ja viele Einflussfaktoren dabei eine Rolle. 
Ich versuche einfach, mich weniger zu stressen. Ich freue mich über das (bisher) gute Wetter und versuche nicht vorher, mir schon Sorgen um Dinge zu machen, die noch nicht eingetreten sind.
Oft klappt das ganz gut. Manchmal aber auch nicht so. Ganz unterschiedlich.
 
(Nein, das ist nicht mein Auto...)


24. Juni 2014

Liebster Award / Blogvorstellung

Heute gibt es mal (vor allem für mich) etwas Ungewöhnliches...
... ich wurde nominiert für den "Liebster Award". Und das direkt dreimal.

Ich wurde nominiert von der lieben Jenny (http://dietestweltvonjennylein.blogspot.de), der lieben Michele (http://michelelovelifestyle.blogspot.de) und der lieben Katrin (http://katrinchentestet.blogspot.de).





Natürlich möchte ich mich bei allen drei Damen herzlich für die Nominierungen bedanken. Damit hatte ich ja gar nicht gerechnet.

Wie funktioniert das mit dem Liebsten Award ?


22. Juni 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge VI

Es tut mir Leid, dass in letzter Zeit relativ viele "Gedankengänge"-Posts hier landen. Bin mir aber sicher, dass sich das zukünftig wieder ändern wird.

Fragt mich nicht: Wieso, weshalb, warum...
Irgendwie war mir danach. Vielleicht lag es an einer melancholischen Laune.
Oder vielleicht doch am gestrigen Bier ;-)
Nun ja... das Ergebnis gibt es hier:


Ansicht eines "schlechten Tages"

Wie man in meinem Blogeintrag "An Tagen wie heute..." lesen konnte, gibt es immer mal wieder Tage, die nicht so laufen, wie man es sich wünscht. Davon sind ja nun mal nicht nur Angstpatienten betroffen, sondern jeder Mensch. Aber gerade für Angstpatienten ist es häufig so, dass diese Tage als eine Art Rückschlag gewertet werden. Und wenn dann auch noch eine Panikattacke (wie z.B. in "Beispiel einer Panikattacke / Drogeriemarkt") hinzukommt, dann ist es für viele direkt ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. 


Was hilft mir in solchen Situationen? 

21. Juni 2014

Beispiel einer Panikattacke / Drogeriemarkt

Wie bereits zuvor mehrfach erwähnt, befinde ich mich aktuell in der glücklichen Lage, dass Panikattacken nur noch selten auftreten. Die Menschen, die bereits selbst die Erfahrung machen mussten, wie sich eine Panikattacke anfühlt, wissen wovon ich spreche/ schreibe. Jedoch gehe ich davon aus, dass der Großteil meiner Leser bisher davon verschont blieb. Daher möchte ich nun mal beschreiben, wie sich eine Panikattacke bei mir (!!!) äußert und wie ich mich dabei fühle.
Ich muss wirklich noch einmal betonen, dass es hierbei nur um mein persönliches Empfinden geht und aufgrund individueller Empfindungen, nicht für andere Angstpatienten pauschalisiert werden kann.

Meine letzte Panikattacke hatte ich an einem Nachmittag beim Einkaufen in einem Drogeriemarkt.
Ich hatte zuvor einen Termin bei meinem Zahnarzt, dessen Praxis...



19. Juni 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge V



(Quelle: http://www.bildraum-f.com/schattenbild)
Einatmen… 
… ich sehe dich, wie du vor mir stehst...
…dein Blick schweift in die Ferne…
ausatmen
…du gehst einen Schritt auf mich zu…
…plötzlich schaust du mich an…
einatmen
…ich friere, meine Hände zittern…
…ich kann keinen klaren Gedanken fassen…
ausatmen
…du siehst mich an…
…dein Blick verspricht soviel und doch wieder nichts…
einatmen

18. Juni 2014

An Tagen wie heute...

An Tagen wie heute...
...bin ich gestresst, ohne Grund. Ich fühle mich nervös und mein Körpergefühl macht was es will.
Eigentlich hatte ich heute nur 2 unverbindliche Termine bei unterschiedlichen Ärzten. Es ging um Rezepte und meine x-te Knirscherschiene. Eigentlich nichts Dramatisches. Und bei beiden Ärzten hatte ich keine Termine, sollte einfach so unverbindlich in der Praxis erscheinen... allerdings zu unterschiedlichen Zeiträumen.
Der eine Arzt wollte mich vormittags sehen, der andere wiederum erst nachmittags und beide Arztpraxen befinden sich in einer Straße, in einem anderen Stadtteil. Das heisst... viel und unnötige Rumfahrerei. Aber auch das ist eigentlich nichts Schlimmes?!
Trotzdem stresste es mich. Die Fahrt, das ewige Warten, die engen Wartezimmer und die dort wartenden Menschen. Ich war genervt und genau das stresste mich.  


Es gab eigentlich keinen Stress... nur den, den ich mir selbst machte?!

Und wie reagiert mein Körper auf Aufregung und Stress? 

16. Juni 2014

Motivationshilfe Collage

Gerade, wenn man Tag für Tag mit sich selbst zu kämpfen hat, geht einem oftmals die "Puste" aus. Man fühlt sich kraftlos, niedergeschlagen und fragt sich oftmals, wie lange das noch so weitergehen soll?!
Und das ist vollkommen in Ordnung?! Es ist verständlich, dass man ab und zu mal Phasen hat, in denen man sich zurückzieht, um neue Kraft zu tanken. Wenn jeder Tag mit Stress verbunden ist, ist man froh, wenn man einfach mal resignieren darf.

Wer mit Ängsten zutun hat, die einem im Alltag einschränken, weiß genau, wovon ich spreche/ schreibe?!
Man ist oftmals gezwungen sich jeden Tag seiner Angst zu stellen, um die Herausforderungen, die der Alltag uns stellt, zu meistern. 
(Man könnte es damit vergleichen, dass jemand mit einer Spinnenphobie jeden Morgen nach dem Aufstehen eine dicke, haarige Spinne auf die Hand nehmen muss, bevor er die Wohnung verlassen darf...) 
Und ja, es ist kraftraubend, ständig stark sein zu wollen, obwohl der Körper einem signalisiert, dass man schwach ist.

Gerade in solchen Tiefphasen ist Motivation etwas ganz wichtiges. Jeder von uns hat natürlich seine eigene Motivation. Meist sind es Wünsche, die man sich noch nicht oder schon lange nicht mehr erfüllen konnte. Oft ist es Hoffnung, dass eines Tages einfach alles wieder "normal" wird.
Aber gerade in Situationen die uns schwächen und Angst bereiten, vergessen wir oft die Gründe, die es uns leichter machen, dagegen anzukämpfen.

Ich persönlich habe mir daher vor einer gefühlten Ewigkeit eine "Motivationshilfe" erstellt, die mich oftmals an etwas erinnert, wenn ich daran vorbeigehe.


14. Juni 2014

Hab ich mich verändert?

Hat mich meine Angst als Mensch verändert? Ja, hat sie.
Finde ich das schlimm? Nein, tue ich nicht. 

Warum auch?! Meine Angst fing an, als ich gerade 20 Jahre alt war. Gerade in diesen Jahren verändern sich alle Menschen. Sie werden reifer, beginnen Zukunftspläne zu schmieden oder genau an diesen zu arbeiten. 
Sie denke über viel erwachsenere Dinge nach, als jemand in der Pubertät. 
Und genau an diesem Punkt musste ich lernen, wieder von Vorne anzufangen. 




13. Juni 2014

Pessimismus

Kinder erfreuen sich am hier und jetzt. Sie genießen die Zeit mit ihren Freunden, machen Unsinn, ohne über die Konsequenzen nachzudenken und sind heute glücklich, ohne an morgen zu denken.
Diese Unbekümmertheit geht aber doch sehr vielen Menschen verloren. So erging es auch mir.

Ich glaube, bei mir begann es in der Schulzeit...

11. Juni 2014

[TAG Time] #WCW- Women-Crush-Wednesday

Ich wurde von der lieben Wanda getaggt und daher hab ich mir gedacht, dass ich da doch einfach mal mitmache. 
Worum es genau bei dem TAG geht?
Man benennt 3 Women-Crushes (das heisst: Frauen, die man selbst als Frau sehr anziehend findet).


Dann wollen wir doch einfach mal anfangen...


Augen auf bei der Wahl des Therapeuten!

Auf Anfrage einer Leserin, werde ich euch in diesem Post etwas darüber erzählen, worauf man bei der Suche nach einem Psychotherapeuten achten sollte und welche Erfahrungen ich diesbezüglich gemacht habe.

Zu erst muss man natürlich klarstellen, dass es verschiedene Therapiearten gibt und natürlich nicht jeder Therapeut, jede Therapieart anbietet. 
Hier eine kurze Zusammenfassung von den zwei üblichsten Therapieformen: 


(Quelle: http://www.abi.de/studium/studiengaenge/grundstaendige/gus/psychologie09459.htm)

10. Juni 2014

Quartalssitzung Psychotherapie 02/14

Heute hatte ich ein Gespräch bei meiner Psychotherapeutin. 
Ja, es war mal wieder soweit, dass ich eines, meiner Quartalsitzungen in Anspruch genommen habe. (Was genau eine Quartalssitzung ist, kann man hier nachlesen)
Ob akut Bedarf bestand? Nein, eigentlich nicht.
Wieso ich dann trotzdem da war? Also...

(Quelle:http://psychotherapeuten.palverlag.de/psychotherapie.html)

7. Juni 2014

Dosiserhöhung Amitriptylin

Werde ab heute die Dosierung meiner Medikation ändern. 
Wie bereits in einem vorherigen Blogpost beschrieben, hatte ich gestern einen Termin bei einem Neurologen.
Das Gespräch war ein Witz.

Ich setzte mich in sein Büro, erzählte ihm von der erfolgten Reha, überreichte ihm eine Kopie des Entlassungsberichtes der Klinik und erklärte ihm, dass mir dort "Amitriptylin" (genauere Informationen zu diesem Medikament hier) verordnet wurde. Da er daraufhin keinerlei Fragen stellte, erzählte ich ihm von der aktuellen Dosierung und erläuterte in diesem Zusammenhang, dass ich gerne meine Dosierung erhöhen würde, dies jedoch mit ihm zuvor absprechen wolle.


Er fragte mich, was mir dieses Medikament denn bringen würde?!

6. Juni 2014

Kleines Lied

Hier ein "kleines Lied", was mir öfter mal im Kopf rumgeistert.
Ewig nicht mehr gehört...

(Quelle: http://theartsongproject.com/portfolio/august-bungert-ich-hab-ein-kleines-lied-erdacht/)




Angst hat keine Freunde
Trotzdem kennt man sie gut
Denn sie macht sich lieber Feinde
Und sie frisst am liebsten Mut 

5. Juni 2014

Unnötige Körperreaktionen durch Erinnerungen / Das Hirn ist mir ein Rätsel

Ich persönlich bin seit knapp 2-3 Jahren soweit, dass Panikattacken nur noch äußerst selten und in sehr schwacher Form auftreten.
Wer aber schon einmal eine Panikattacke hatte, weiß, mit welchen Begleiterscheinungen diese einhergeht, bzw. einhergehen kann.
  • Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Druck auf der Brust; "beklemmendes Gefühl"
  • "weiche Knie"
  • Ohrensausen
  • das Gefühl, ohnmächtig zu werden
  • schnellere Atmung, weil man das Gefühl bekommt, zu ersticken
  • ...
Natürlich treten nicht alle dieser Begleiterscheinungen auf, aber oftmals treten zumindestes mehrere zeitgleich auf (da sie auch oft miteinander in Verbindung stehen). 


(Quelle: https://thomaseibel.wordpress.com/tag/selbstrechtfertigung/)

3. Juni 2014

Blogpost 100

Als ich im August 2013 diesen Blog begonnen habe, hätte ich mit Sicherheit nicht gedacht, dass ich überhaupt und dann auch noch so bald meinen 100sten Blogeintrag verfassen würde.
Ehrlich gesagt hätte ich nicht einmal daran gedacht, dass ich soviel zu schreiben hätte und mir bis dahin noch nicht die Lust daran vergangen ist. 
Aber dies ist definitiv noch lange nicht der Fall. 


Durch das Auf und Ab, dass das Leben so mit sich bringt, gibt es eindeutig genug Themen, die ich hier aufgreifen kann. 
Und gerade das Thema "Angst" ist so fassettenreich, dass man (so wie es so viele schon getan haben) Bücher darüber schreiben kann.
Natürlich könnte ich in einem Blogpost einfach ein paar Buchempfehlungen aussprechen und allen "Alles Gute" wünschen. Aber das hilft weder mir, noch den Betroffenen.
Was bringt es, wenn ein Psychotherapeut oder gar ein Prof. Dr. Dr. Schießmichtot theoretische Strategien und viel fachspezifisches Blabla niederschreibt, wenn er selbst noch nie so gedacht und empfunden hat, wie derjenige, der seine Bücher lesen soll?

In den letzten 100 Blogposts, also in den letzten 9 Monaten ist einiges passiert, was mich begleitet hat.

Gedanken über ...

...die Erwartungen, die man an andere Menschen hat. (hier)
...die Bindung zwischen Mensch und Tier (hier)
...die Einsamkeit und die damit verbundene Leere, die immer wieder auftritt (hier)
...das Verständnis anderer Menschen zu meiner/unserer Problematik  (hier)
...Akzeptanz sich selbst gegenüber und die, anderer Menschen (hier)
...den eigenen Stolz und die Motivation, die man Tag für Tag aufbringen muss (hier)
...Symptomatiken, wie Innere Unruhe und Panikattacken (hier)
...Menschen, die auch unter Ängsten leiden (hier)
...das Schicksal (hier)
...bereits Vergangenes (hier)
...die Empathie, die sich in den letzten Jahren verändert hat (hier)
...die Rollen, die man im Laufe seines Lebens einnimmt (hier)
...Versuche mit Medikamenten (hier)
...andere Hilfsmittel, wie z.B. Bücher (hier)
...die Sichtweise von bestimmten Situationen, die vllt. einfach mal geändert werden muss (hier)
...die bereits erfolgten Prozeduren, die ich bisher über mich hab ergehen lassen (hier)
...das Mitleid von Menschen, die nicht verstehen, was es bedeutet (hier)
...Dankbarkeit (hier)
...die Ehrlichkeit, die man an den Tag legen sollte (hier)
...die Angst, die man vor der eigentlichen Angst hat (hier)
...die Offenheit, die man nicht allen Personengruppen gegenüber aufbringen kann (hier)
...die erfolgte Reha und über das, was sie mir gebracht hat (hier)
...Menschen, die meinen, sie wüssten alles besser (hier)
...mein neues Hobby "Qi Gong" (hier)
...die Auswirkungen meiner Angst in der Arbeitswelt (hier)
...den Alltag, der oftmals eine Behinderung für uns darstellt (hier)
...die Zukunft (hier)
...die Erwartungshaltung im Bezug auf bestimmte Situationen (hier)
...den Herzschmerz (hier) (hier) (hier)
...die Tatsache, dass man am Ende doch nicht alleine ist (hier)

Dies sind viele, aber noch längst nicht alle Themen, die ich in der Vergangenheit hier aufgegriffen habe.
In den letzten Monaten ist viel passiert und viel habe ich mit euch geteilt.
Ich schaue gerne zurück und lese auch selbst gerne noch einmal in den Blogposts der vergangenen Monate.

In den letzten 9 Monaten habe ich mich auf ein Leben ohne Arbeit einstellen müssen, habe viele, liebenswerte Menschen kennengelernt, aber auch einige wieder verlieren müssen. 
Ich habe alte Dinge erneut lieben gelernt und mir wieder ein Stück mehr Freiheit erkämpft. 
Ich habe Fortschritte gemacht und Rückfälle erlitten.
Ich habe mich von dem Luxus einer regelmäßigen Psychotherapie verabschieden müssen und gelernt, darauf zu verzichten. 
Ich habe mich den vielen Fragen neugieriger Menschen gestellt und auf diesem Wege einen neuen Job gefunden.
So viel ist passiert und dabei sind "nur" 9 Monate vergangen. 

Ich bin gespannt, was die nächsten 100 Blogposts bringen und freue mich, wenn ihr mich auf diesem Weg weiterhin begleiten würdet?!
Lassen wir uns einfach überraschen...

In diesem Sinne...

L.H.P.

1. Juni 2014

Gemeinschaftsgefühl

Häufig ist es so, dass man sich gerade bei schwierigen Situationen im Leben ziemlich alleine fühlt. 
Man hat das Gefühl, dass man mit seiner Belastung alleine ist und daher niemand einen versteht oder gar helfen kann. 
Gerade in der Anfangsphase meiner Erkrankung hatte ich ernsthaft das Gefühl, ich sei ein medizinisches Phänomen. Ich habe viele Ärzte aufgesucht und niemand schien so richtig zu wissen, was er mit meiner Symptomatik anfangen soll. Dies verstärkte natürlich dieses Gefühl noch mehr.
Irgendwann bin ich dann auf ein Forum gestoßen, in dem viele psychisch-erkrankte Menschen von ihrem Problemen berichteten. Ich klickte mich durch diese Webseite, bis ich tatsächlich auf ein Thema gestoßen bin, dass ganz genau nach dem klang, was mich belastete. 

(Quelle: http://www.facebook.com/the1975)

Ich öffnete dieses Topic und war erstaunt... es gab tatsächlich Menschen da draußen, die fast genau das Gleiche haben, wie ich. Sie fühlten gleich, ihre Geschichten waren ähnlich und die Ängste und Symptomatiken stimmten mit dem überein, was ich so viele Jahre empfand und nicht zuordnen konnte.
Es fühlte sich für mich wie eine Art "Erlösung" an. Man könnte es gleich stellen, mit einem Fall in ein tiefes, dunkles Loch, wo man nicht weiß, ob man einfach nur weiter fällt oder irgendwann irgendwo aufschlägt... und plötzlich wird man aufgefangen... aufgefangen von Menschen, die Verständnis für das aufbringen können, was für "normale" Menschen so schwer zu verstehen ist.