18. Juni 2014

An Tagen wie heute...

An Tagen wie heute...
...bin ich gestresst, ohne Grund. Ich fühle mich nervös und mein Körpergefühl macht was es will.
Eigentlich hatte ich heute nur 2 unverbindliche Termine bei unterschiedlichen Ärzten. Es ging um Rezepte und meine x-te Knirscherschiene. Eigentlich nichts Dramatisches. Und bei beiden Ärzten hatte ich keine Termine, sollte einfach so unverbindlich in der Praxis erscheinen... allerdings zu unterschiedlichen Zeiträumen.
Der eine Arzt wollte mich vormittags sehen, der andere wiederum erst nachmittags und beide Arztpraxen befinden sich in einer Straße, in einem anderen Stadtteil. Das heisst... viel und unnötige Rumfahrerei. Aber auch das ist eigentlich nichts Schlimmes?!
Trotzdem stresste es mich. Die Fahrt, das ewige Warten, die engen Wartezimmer und die dort wartenden Menschen. Ich war genervt und genau das stresste mich.  


Es gab eigentlich keinen Stress... nur den, den ich mir selbst machte?!

Und wie reagiert mein Körper auf Aufregung und Stress? 

Richtig... er signalisierte mir ständig, ich müsse eine Toilette aufsuchen. Und obwohl ich wusste, dass ich jederzeit gehen könnte, da schließlich die Praxen über ein WC für die Patienten verfügen müssen, war ich trotzdem nervös.
Nicht nur, dass ich wegen diesen ganzen Umständen gestresst war... nein... die Art, wie mein Körper mir wieder zu verstehen gab, dass ich doch nicht so "stabil" bin, wie ich glaubte, stresste mich noch mehr. 
Also habe ich heute unnötig oft mehrere, verschiedene Sanitäranlagen besuchen "dürfen".
Aber die Tatsache allein stört mich nicht mal. Ich bin es schließlich gewohnt. 
Nur ist es immer ätzend, wenn man aus bestimmten Situationen aufgrund dessen herausgerissen wird.

Ein Beispiel: Ich werde aus dem Wartezimmer aufgerufen und in den Untersuchungsraum begleitet. Die Arzthelferin gibt mir mit einem "Der Doktor kommt gleich" zu verstehen, dass ich noch etwas warten soll. 
Nun sitze ich da, alleine, in einem kahlen Raum. Nur 2 Plakate mit nicht sonderlich appetitlichen Bildern hängen an der Wand. Ich sitze ... und sitze.... und warte... und sitze.... die Zeit vergeht so langsam, dass ich das Gefühl habe, dass meine Füße vom Sitzen langsam einschlafen. Ich fühle mich unwohl, bin eh schon genervt, weil ich bereits 40 Minuten im Wartezimmer verbracht habe, für eine Sache, die gerade mal 2 Minuten dauert. Aber egal... ich sitze noch immer dort.... und warte.... und zack... das Gefühl ist wieder da. Das Gefühl, was ich so sehr hasse und am liebsten ignorieren würde. Das versuche ich auch erst. Konzentriere mich auf diese hässlichen Plakate, lese jeden Buchstaben in meinem Kopf laut vor. Umso mehr ich versuche, dass Gefühl zu ignorieren, desto stärker fühlt es sich an. 

(** An dieser Stelle eine kleine Übung, die ich in der Reha kennenlernte... Versuche mal für eine Minute nicht an einen rosa Elefanten zu denken. Denke an alles, aber nicht an einen rosa Elefanten. Das ist die Aufgabe. Schaue auf die Uhr und versuche es... **)

Nach dem das Gefühl irgendwann so stark war, dass ich noch nervöser wurde, was natürlich das Gefühl einer vollen Blase noch bestärkt, habe ich mich dann entschlossen, schnell noch mal zur Toilette zu flitzen.
Und genau sowas nervt mich. Schon allein die Vorstellung, dass der Arzt in das Untersuchungszimmer kommt und die Patientin verschwunden ist, stelle ich mir echt doof vor. 
Also beeile ich mich, damit genau das nicht passiert. 
Aber ich glaube, ihr könnt verstehen, wie nervig das ist.

Ja... aber so ist mein Leben. An manchen Tage klappt alles super, ich fühle mich gut und bin motiviert.
Und an Tagen wie heute, bin ich schon im Voraus ohne Grund gestresst, nervös und dann noch genervt.
Klar, dass mein Körper sich dann unbegründet und viel zu häufig meldet. 
Aber was schreib ich da eigentlich... nicht der Körper... DER KOPF ist es. 
Wie mein "Header" es so schön sagt "Wenn der Kopf Grenzen setzt...."

L.H.P. 



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