25. Juli 2014

Ich schreibe!

Schon als Kind liebte ich es, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Nicht unbedingt in verbaler Form, sondern viel mehr liebte ich es, zu schreiben. Wie bereits in meinem Blogpost "Kindliche Zukunftsvorstellungen" beschrieben, habe ich mir als Kind eine elektrische Schreibmaschine gewünscht, auf der ich daher früh begann, eigene Geschichten zu verfassen. Komischerweise ging die Begeisterung für fiktive Geschichten im Laufe meines Lebens verloren. 

Durch die vielen Kontakte mit fremden Menschen, die ich während meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin hatte, fing ich an, mich für die Geschichten der einzelnen Menschen zu begeistern
Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Schicksale und seine eigenen Erfahrungen, die ihn eben zu dem Menschen machen, der er zum damaligen Zeitpunkt war bzw. heute ist.
Es ist faszinierend, was alles im Leben einer Person passieren kann und wodurch sich der Werdegang oftmals schlagartig ändert.
So, wie auch ich es erleben durfte/musste. 


Nun ja. 

Die Begeisterung für das geschriebene Wort ist also geblieben, nur hatte ich für mich viele Jahre kaum eine Möglichkeit gesehen, mich diesbezüglich zu verwirklichen.
Bis ich letztes Jahr begonnen habe, diesen Blog zu veröffentlichen.

Natürlich ist der Hauptgedanke gewesen, Menschen zu informieren und für mich meinen Umgang und die Erfahrungen mit meiner Erkrankung, festzuhalten.
Aber im Laufe der Zeit wurde für mich mehr daraus. Ich kann das, was ich so gerne tue, endlich wieder ausleben

Ich kann schreiben... schreiben, über Dinge, die mich bewegen... schreiben, über das Erlebte, was mich beschäftigt... schreiben, über Gedanken, die mich ergreifen und beflügeln.

In meinem Beruf schreibe ich viel und man müsste meinen, dass ich nach 8 Stunden wilder Tipperei genug davon hätte. Aber das ist nicht so. Und dafür bin ich dankbar. 

Durch Feedback meiner Leser und Bekannten, weiß ich, dass das, was ich hier tue, genau richtig ist. 
Ich kann einerseits mit meinen Ängsten offen umgehen und schaffe andererseits Verständnis für das, was nicht nur mich beeinflusst und bewegt.
Und nun hat man mir sogar die ehrenvolle Aufgabe gegeben, jemanden durch meine aneinandergereihten Buchstaben zu fördern. Das ist das größte Lob, was man mir diesbezüglich machen kann.

Ich darf schreiben. (Fast) Offiziell schreiben. 

Ich werde noch nicht preisgeben, um was es genau geht, aber ich werde sicherlich in Zukunft darauf zurückkommen.
Ich bin aktuell einfach nur dankbar und froh darüber, dass ich das, was ich so sehr liebe, tun darf. 

Solltet ihr etwas lieben, dann bleibt dabei. Tut das, was euch gut tut, ohne daran zu denken, dass es sinnlos sein könnte?! Solange es euch glücklich macht, ist es sinnvoll und genau richtig.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

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