9. Juli 2014

**Zwischenpost** - Gedankengänge VII


In meiner Welt bekommt jede wichtige Person ein Lied.
Ein Lied, wie ein Stempel.
Es ist ein Segen, aber auch zeitgleich ein Fluch.
Ich liebe dadurch Lieder mehr, weil ich schöne Momente mit ihnen verbinde.
Es bringt mich aber auch dazu, Lieder zu hassen, die ich einst liebte, weil ich die Erinnerungen nicht ertragen kann.

Viele, viele Lieder habe ich verbannt,
weil es mich innerlich zerreißt.
Einige, wenige Lieder lernte ich so viel mehr wertzuschätzen, was ich wahrscheinlich sonst nie getan hätte.


Vom Ohr zum Herz, so ist es und bleibt es.
Und wenn hin und wieder ein Lied läuft, was mich traurig stimmt,
sitze ich da und habe nur zwei Möglichkeiten:
Die Erinnerungen zulassen und denselben Schmerz erneut empfinden, den ich solange verdrängte oder die Musik leiser stellen und so tun, als wäre nie etwas gewesen?!
Viel zu oft entschied ich mich für Variante 2.
Viel zu oft verdrängte ich vergrabene Gefühle und war traurig um das Lied, was ich doch so sehr mochte und aufgrund schlechter Erinnerungen aufgeben musste.

Und ich weiß, dass die Liste der verbannten Lieder im Laufe des Lebens immer länger wird.
Aber es bleibt mir auch Hoffnung, dass die Liste neu entdeckter Lieblingslieder dies ebenfalls wird.

"Ich wünschte, du würdest mir nicht noch so sehr fehlen... du bist gegangen und nahmst 2 Lieder und die Melancholie, bei dem Blick gen Himmel, mit dir."

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