1. August 2014

Wieso bloggst du?

Vor Kurzem wurde ich gefragt, wofür ich das hier überhaupt mache?!
Meine Beweggründe mit einem Satz zu erläutern, ist da jedoch ziemlich schwierig.
In der Vergangenheit hatte ich bereits immer mal wieder erwähnt, was mich dazu bewogen hat, diesen Blog zu starten. Dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle.

Natürlich ist es so, dass ich diesen Blog aus egoistischen Gründen begonnen habe. Ich wollte mir damit helfen, wollte mir damit etwas Gutes tun und vor allem, meine Erfahrungen und Gedanken hier festhalten.
Des Weiteren war es mir wichtig, Menschen "aufzuklären", die entweder mit Angsterkrankungen noch gar keinen Kontakt hatten oder noch dieses veraltete Bild von psychischen Erkrankungen im Kopf hatte (ich sage nur "Gaga" und "Gummizelle").
Gerade die Medien neigen dazu, der Gesellschaft ein bestimmtes Bild von psychisch erkrankten Menschen zu suggerieren. In Dokumentationen werden hauptsächlich immer die "schweren Fälle" präsentiert, so dass die Zuschauer den Eindruck bekommen können, dass jeder, mit dieser Erkrankung so leidet.
Aber wir sind alle verschieden und somit sind auch die Verhaltensweisen und Ausprägungen immer wieder individuell



Ein weiterer Grund für die Erstellung dieses Blogs ist natürlich, dass ich anderen Erkrankten etwas geben wollte, was mir ca. 2-3 Jahre lang fehlte....
... das Gefühl, nicht alleine zu sein. Gerade in den ersten Jahren hatte ich das Gefühl, ich sei , "abnormal".
Die Ärzte sagten Sätze wie "Oh, sowas ist mir aber neu" oder auch "Das hab ich ja noch nie gehört?!".
Dies hat natürlich dazu beigetragen, dass ich dachte, ich hätte eine Erkrankung, die ich mir entweder nur einbilde oder so untypisch ist, dass ich eine von nur wenige Fällen dieser Sorte bin.
Mit der Zeit stellte ich jedoch fest, dass das gar nicht so ist. Ich fand im Internet Menschen, die unter ähnlichen oder gar gleichen Symptomen leiden und ähnliche Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu bewältigen.

Und genau das gab mir Mut und Kraft, weil ich wusste, dass ich nicht alleine bin.
Daher freue ich mich auch über jede Rückmeldung meiner Leser, weil ich merke, dass sie interessiert sind und vielleicht auch unter etwas leiden, was sie "besonders" macht.
Denn wir sind nicht "abnormal", wir sind "besonders".
Jeder, auf seine eigene Art und Weise.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass ich informieren möchte und versuche, ein wenig Toleranz und Akzeptanz für dieses Tabuthema zu schaffen.

Und warum ich so offen darüber spreche und schreibe?
Weil ich keinen Grund sehe, mich dafür zu schämen. Ich bin, wer ich bin. Ich bin ein Mensch, also nicht unfehlbar. Ich habe mein Leben, so wie es ist, akzeptiert und versuche, daran zu arbeiten.

Denn nur, wer an sich arbeitet, kann etwas für sich erreichen.

L.H.P. 

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