30. Oktober 2014

Ein kurzer Ausflug in die falsche Richtung!

Nach langer Zeit, in der es mir gut ging, war ich kurzzeitig wieder an einem Punkt, an dem ich alles in Frage stellte...
Selbst, wenn eine ganze Weile Ruhe war, so tritt doch immer wieder die Befürchtung auf, die Angst könnte sich wieder vermehrt ihren Weg in mein Leben bahnen.
Und sobald die Befürchtung sich mit Selbstzweifel und Ungewissheit zusammenschließt, gibt es kein Halten mehr. 
Kann ich das? Schaff ich das? Sollte ich es lassen? Möchte ich mir oder ihr/ihm das antun? 
Fragen, die alles noch so Positive zu etwas machen, was ich überdenken sollte.
Fragen, die mich packen und verfolgen.

Das Schlimme ist für mich, dass ich vollkommen klar im Kopf bin. 
Ich merke genau, was mit mir passiert und weiß auch, dass das Alles absoluter Blödsinn ist.
Ich merke, wie schwer mir Dinge fallen, die für andere alltäglich sind. 
Aber wieso? Wieso mache ich es mir so schwer? Wieso krieg ich es nicht hin, meine Angst zu überwinden?



Man könnte meinen, weil ich es nicht mit ganzem Herzen versuche?! Man könnte sagen,...


24. Oktober 2014

GASTbeitrag NR. 2 ("Petra" / Angststörung)

Meine Tochter war fast 3 Jahre, da wurde bei mir ein Geschwür am Gaumen diagnostiziert und mit dieser Diagnose starteten bei mir Ängste, die – so denke ich – jeder hat. Ist es gutartig, oder nicht? Und dazu habe ich natürlich auch im Internet gesucht, was mich alles andere als beruhigte. Es waren mir endlos erscheinende 2 Wochen bis ich das Ergebnis bekam, dass alles gut ist.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich ziemlich hart im Nehmen, ich hatte schon einige Operationen hinter mir und war eigentlich ein Steh-Auf-Männchen. Doch die Tatsache, dass ich Verantwortung meinem Kind gegenüber habe, mein Kind erziehen möchte, es begleiten möchte, ihr unsere Werte vermitteln will, sehen will wie es groß wird..... das alles konnte mit einer Erkrankung vorbei sein.



Dass in meinem Mund alles soweit ok war, hat mir nicht geholfen mit dieser Angst vor Krankheiten und Sterblichkeit umzugehen. Ganz schlimm ging es mir, wenn mir schwindelig war, das löste bei mir sofort Panikattacken aus. Mein Blick wurde zum Tunnelblick. Überhaupt gefällt mir für meine Ängste und Panikattacken das Bild des Tunnels sehr gut. Ich nahm optisch um mich herum nichts mehr wahr, meine Angst hatte mich so im Griff, es war wie ein Sog. Ich würde mich als rational denkend bezeichnen, aber...

23. Oktober 2014

Update

Alsoooo.... in den kommenden Wochen kommt Folgendes auf euch zu:

Ich nehme nun seit knapp 70 Tagen ein Medikament ein. Noch ein paar Tage werde ich dieses Medikament einnehmen und im Anschluss an diesen Einnahmezyklus, pausieren.
Selbstverständlich werde ich dann ein Fazit ziehen, euch die notwendigen Infos mitteilen und darüber berichten.

Des Weiteren habt ihr in meinem letzten Blogpost sehen können, dass ich auf der Suche nach Gastbloggern bin. 
Es haben sich schon ein paar liebe Menschen bei mir gemeldet, die sehr daran interessiert sind, euch an ihren Geschichten teilhaben zu lassen.
Da ich auf meinem Blog immer montags und donnerstags Blogposts veröffentliche, wird also in den nächsten Wochen immer mal wieder ein Blogpost eines Gastbloggers veröffentlicht werden. Montag kommt bereits der erste Gastbeitrag dieser Reihe.
Ihr dürft also gespannt sein! :-)
(Wer den bereits ersten Gastbeitrag (außerhalb dieser Reihe) auf meinem Blog mit dem Thema "Essstörung" lesen möchte, klickt hier)

Natürlich dürft ihr euch weiterhin bei mir melden, wenn auch ihr eure Geschichte mit mir und den anderen Lesern teilen möchtet.

Ich hoffe, ihr nehmt die Gastblogger herzlich auf, denn es ist nie leicht, seine Geschichte in Verbindung mit einer psychischen Erkrankung, mit der Außenwelt zu teilen.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

20. Oktober 2014

15. Oktober 2014

Selbstzweifel

Jeder Angstpatient hat seine eigene Geschichte und jeder Angstpatient erlebt seine Angst ein Stück weit anders, auch, wenn die Symptome ähnlich erscheinen.
Und so unterschiedlich die Menschen auch sind, so unterschiedlich sind auch die Gründe für bestimmte Ängste.

Einige Menschen haben Angst vor Situationen und Dingen, die sie selbst nicht kontrollieren können (z.B. Flugzeugabstürze, in engen Räumen eingesperrt zu sein, von einem Hund angegriffen zu werden...).
Dann gibt es wieder Menschen, wie mich, deren Ängste viel mehr mit sich selbst zutun haben.
Manchmal bestehen die Ängste aufgrund von bestimmten Erlebnissen, vorherigen oder noch bestehenden Krankheiten und manchmal einfach nur aus Selbstzweifeln.



Selbstzweifel im Bezug auf sich selbst als Person (Aussehen, Charakterzügen, Defiziten...) oder Selbstzweifel im Sinne von "Ich traue meinem Körper nicht....".
Gerade Menschen, die eine Krankheit erlitten haben oder noch immer darunter leiden, leiden oft an der zweiten Variante.
Ich selbst habe Menschen kennengelernt, die...

9. Oktober 2014

Mein Verhalten bei Panikattacken

In der Regel ist es so, dass ich versuche, Panikattacken zu verschleiern.
Das heißt... wenn ich akute Angst verspüre, versuche ich meinem Umfeld genau das nicht zu zeigen.
Einige werden sich wahrscheinlich jetzt fragen, warum das so ist, da ich doch schließlich mit dem Problem offen umgehe?!
Das ist aber nicht der Punkt. Mir ist das weder unangenehm, noch peinlich.
Also warum sage ich nichts?

Es ist so, dass ich in solchen Momenten krampfhaft versuche, mich abzulenken. Ich versuche die Angst und das aufsteigende Gefühl (in Verbindung mit dem vermehrten Gefühl des Harndrangs) zu ignorieren bzw. abzuschwächen. Und das ist durchaus nicht so einfach, wie es klingt.
Denn je mehr man versucht, nicht daran zu denken, desto mehr denkt man automatisch daran.
Und würde ich dann auch noch meinem Umfeld mitteilen, dass es mir gerade schlecht geht, würde das nur mehr den Fokus auf mich lenken und ich müsste mich dann auch noch damit auseinandersetzen. Und genau das möchte ich dann eben nicht?!


Aber kann man mir eine Panik ansehen?
Ja, durchaus. Für jemanden, der mich nicht kennt, wird es schwierig sein, da ich in den letzten Jahren gelernt habe, die Angst ziemlich gut zu "kaschieren". Und das tue ich nicht mal bewusst, sondern das ist ein absolut natürliches Verhalten von mir.
Menschen, die mich jedoch kennen, ...


7. Oktober 2014

[TAG Time] Schreiben, Psyche, Emotionen...

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder ein paar Fragen, die ich beantworte, damit ihr mich ein wenig besser kennen lernen könnt:


  • Worüber schreibst du am liebsten?
    • Das kommt immer ganz auf meine Laune an. Ich schreibe gerne über meine Empfindungen, über Gedanken oder über Erlebtes. Und dann gibt es wieder Tage, an denen ich einfach gerne mal etwas schreibe, was so rein gar nichts mit mir zu tun hat... 
  • Wo schreibst du am liebsten?
    • In der Regel bei mir zuhause. Wenn ich meine Ruhe habe und ich mich einfach auf das einlassen kann, was gerade so in meinem Kopf vor sich geht. 
  • Wann fällt dir das schreiben schwer?
    • Komischerweise fällt es mir schwer zu schreiben, wenn es mir durchweg gut geht. Ich gehöre anscheinend zu der Sorte Mensch, der dann richtig gut schreiben kann, wenn es ihm schlecht geht. Ich glaube, ich brauche einfach nur Gründe zum Jammern und Meckern ;)
  • Von wem würdest du gerne mal einen Brief geschrieben bekommen?
    • Briefe sind nur dann wirklich ergreifend, wenn sie das beinhalten, was man manchmal verbal nicht ausdrücken kann. Also würde ich gerne einen Brief von jemandem bekommen, der mir etwas zu sagen hat, es aber mir vielleicht nicht direkt ins Gesicht sagen kann. Das würde ich als sehr berührend empfinden.
  • Woher kommen deine Ideen für das, was du schreibst?
    • Auch das ist ganz unterschiedlich. Oft ist es das, was ich erlebe. Häufig das, was mir so durch den Kopf geht (gerade angsterzeugende Gedanken oder Zweifel) und manchmal sind es auch nur die Dinge, die ich erlebe und mich berühren.


    • Wie wichtig sind dir psychologische Vorgänge und Gedanken über die eigene Psyche? Warum?
      • Nun ja... ich betreibe einen Blog über meine psychisch-bedingte Einschränkung. Wie wichtig wird mir das dann wohl sein? Sehr wichtig, natürlich. Es ist ja so, dass ich versuche, mich, meine Erkrankung und somit auch meine körperlichen und geistigen Reaktionen zu verstehen. Und um das zu können, muss ich natürlich auch all das beobachten und bewerten. Mein Leben besteht aber nicht nur daraus. Klar, die Angst nimmt sich viel Raum in meinem Leben, aber im Alltag verschwende ich nicht jede Minute damit, an mein Hirngespinst zu denken. 
    • Kennst du psychische Ausnahmezustände bei dir selbst? 

    1. Oktober 2014

    Gedanklich vorbereiten?

    Manchmal sitze ich einfach da und denke über die Dinge und Menschen nach, die meine kleine Welt bewegen. Meine Gedanken schweifen über das, was aktuell ist; das, was einmal war und das, was sein könnte. Ich grübel über Jenes, was mich belastet (hat) und das, was mich erfreut(e).
    Nur manchmal komme ich an einen Punkt, in dem meine Gedanken in eine Sackgasse geraten.

    Sackgasse in dem Sinne, dass ich nicht weiß, was ich über den zuletzt bedachten Sachverhalt weiter denken soll.
    Keine Ahnung, wohin es führt?! Keine Ahnung, was ich davon halten soll?!

    Und egal, wie sehr ich auch grübel und nach "Lösungswegen" suche... ich komme einfach nicht weiter.
    Oft führt dieses "Sackgassen"-Denken zu empfundener Hilfslosig- und Ratlosigkeit, selten aber auch zu Ängsten.

    Ich bin ein Mensch, der gerne auf bestimmte Situationen vorbereitet ist. Aber manche Situationen sind eben nun mal so, dass man sich nicht gedanklich darauf vorbereiten kann?!
    Dazu kommt, dass ich ja üblicherweise vom Worst-Case-Szenario ausgehe, um eben auf das Schlimmste gefasst zu sein. Aber ist das auch immer sinnvoll? 
    Das wage ich zu bezweifeln!

    Denn wie oft verschenkt man durch diese Denkweise Chancen?


    Wie oft lässt an jemanden fortziehen, nur weil man Angst vor einer Enttäuschung hat?
    Wie oft lehnt man von Anfang an Dinge ab,...