28. Februar 2015

Das Leben mit einer Gestörten.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt und sich zumindest mehr als nur 2-3 Blogposts durchgelesen hat, wird wissen, dass ich mit meiner Erkrankung sehr offen umgehe.
Und hin und wieder habe ich auch beschrieben, wie sich mein Umfeld mir gegenüber verhält.

Nun bin ich letztens auf ein Video gestoßen, in dem ein junger Mann auf Youtube darüber berichtet, wie es für ihn ist, mit einer jungen Frau zusammen zu sein, die unter einer Angststörung leidet.
Eine Zuschauerin fragte "Ist es hart für dich in einer Beziehung mit jemanden zu sein, der unter einer Angststörung leidet?"
Erklärt wird auch, dass die Zuschauerin selbst unter einer Angststörung leidet und Angst davor hat, wie ihr Freund das alles empfindet und ob er sie womöglich eines Tages dafür hassen könnte?!




Als ich die Frage hörte, war ich wirklich interessiert, weil natürlich auch ich mir Gedanken dazu mache. Auch ich frage mich manchmal, wieso sich ein anderer, gesunder Mensch so "jemanden antut", wenn er doch von Anfang an weiß, dass die Beziehung anders aussehen wird?!
Wie mag es wohl sein,...

22. Februar 2015

Pa...Pan...Panik...Panikattacke

Und schon wieder war es soweit... 
... ich hatte eine Panikattacke.

Nein, das ist sogar gelogen. Es waren zwei. 
Zwei, in einer Situation, innerhalb von ca. 10 Minuten.

Es passierte letzte Woche im Supermarkt, bei meinem allwöchentlichen Einkauf.
Ich war schon innerlich angespannt, als ich auf dem Parkplatz des Supermarktes ankam. Wieso, wusste ich nicht. Nun ja... ich ging also rein und schlenderte von Regal zu Regal. 
Nach ca. 5 Minuten merkte ich, wie ich gedanklich immer wieder Richtung Blase wanderte.
Mir wurde heiß, ich wurde zittrig, ich fühlte mich schwach.
Und egal, wie sehr ich versuchte, mich abzulenken oder mir einzureden, dass gar nichts passieren kann... die Gedanken waren weiterhin da.
Ich blieb also mit meinem Einkaufswagen stehen. 
Mit meinen Blicken fokussierte ich eine Verkäuferin, die gerade dabei war, ein Regal einzuräumen.
Ich stand da, versuchte...



18. Februar 2015

Update Feb. 2015

Mir ist aufgefallen, dass ich seit längerer Zeit kein Update zu meiner Medikation gegeben habe.
Daher gibt es jetzt mal eine kurze Zusammenfassung...

Zuletzt war es so, dass ich die Dosis meines Psychopharmakons (Amitriptylin) auf 25mg reduziert hatte.
Grund war zum Einen die Gewichtszunahme, die sich aufgrund der Tabletteneinnahme einschlich und ich hatte vor, das Medikament komplett abzusetzen, da ich keinen Nutzen aus der Tablette ziehen konnte.
Nun ist es aber so, dass man Psychopharmaka, die man über einen längeren Zeitraum eingenommen hat, nicht einfach absetzen darf. 
Die Nebenwirkung bei plötzlichem Absetzen könnten zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustands führen, was ich absolut vermeiden wollte.
Also blieb nur eine Möglichkeit... 



9. Februar 2015

Man darf auch mal nen Umweg nehmen.

Manchmal im Leben muss man sich bewusst gegen das entscheiden, was vernünftig ist.
Manchmal muss man genau das tun, was für den Außenstehenden wenig Sinn ergibt, aber wo das Herz sagt, dass es genau das Richtige ist.
Und manchmal muss man einfach auf das Vertrauen, was man so sehr hofft, anstatt alles in den Sand zu setzen und immer zu befürchten, einen großen Fehler gemacht zu haben.

Wie schon in der Vergangenheit öfter beschrieben (siehe hier und hier und hier) gehöre ich zu der Sorte Mensch, die sich gerne durch ihr Bauchgefühl leiten lassen.
Und obwohl das absolut meiner Erkrankung (da diese durchweg nur durch das Hirn verursacht wird) und meinem Wesen widerspricht, habe ich oft die besten Entscheidungen allein aufgrund eines Gefühls getroffen.

Und auch, wenn die Vernunft etwas anderes sagt, so ist es doch so, dass sich der Kampf um das, was einem so viel bedeutet, am Ende lohnt.
Wieso sollte man auch einfach so etwas entscheiden, wenn man vorher nicht probiert hat, ob es auch anders funktioniert?!


In vielen Lebenslagen mag es sein, dass...

4. Februar 2015

Gesund ist der, der sich gesund fühlt.

Man stelle sich alle Menschen vor, die man persönlich gut kennt.
Und dann überlege man mal, wie viele Personen „gesund“ sind…

…irgendwie bleibt da nicht so viel übrig, wie man vielleicht zu Beginn vermutet.
Und selbst, wenn ein paar Personen sich top fit fühlen, so gibt es doch meist trotzdem eine Art chronische Erkrankung, die sie mit sich rumschleppen (und es vielleicht gar nicht wissen).
Allein diesen Gedanke finde ich sehr beängstigend.

Wenn ich über meinen Bekanntenkreis nachdenke, dann sind dort einige von Depression betroffen, haben rheumatische Erkrankungen, chronischen Husten, permanente Rückenbeschwerden, Allergien, Angstzustände (die sie selbst als „harmlos“ betrachten) etc…


Irgendwie ist kaum jemand richtig gesund oder fühlt sich zumindest so?!
Aber woran liegt das?
War das schon immer so?
Inwiefern sind wir „krank“,...