30. April 2015

Ergänzung zum letzten Blogpost / Eure Meinung ist gefragt!

In meinem letzten Blogpost habe ich euch von meiner Überlegung berichtet, ob ich den Blog ruhen lassen oder gar ganz aufgeben soll?!
Und weil ich mir noch immer unschlüssig bin, möchte ich euch als Leser in meiner Überlegung mit einbinden... vielleicht auch deswegen, damit ihr meine Gedankengänge etwas besser verstehen könnt.
Aber zuerst möchte ich mich für die Rückmeldungen bedanken, die ich per E-Mail erhalten habe.

Also... der Grund für das Alles ist folgender:
Ich habe...

28. April 2015

Blogpost 200 - Wie geht es weiter?

Momentan bin ich in einer Umbruchstimmung. 

Ich bin überlege ernsthaft, ob ich den Blog ruhen oder gar aufgeben soll...
Dafür gibt es einige Gründe, auf die ich aktuell noch nicht genauer eingehen möchte.
Noch ist das alles etwas, was in meinem Kopf vor sich geht.
Sobald ich eine Entscheidung getroffen habe, werde ich natürlich ausführlicher das Ganze thematisieren (vielleicht schon nächste Woche?).

Bis dahin... bleibt tapfer!

L.H.P. 

22. April 2015

Verzweiflung

"Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter."
- Ralph Waldo Emerson

Manchmal im Leben geraten wir in Situationen, die ausweglos und festgefahren erscheinen.
Situationen, in denen wir nur zwei Möglichkeiten haben... kämpfen oder aufgeben.
Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen, ob wir stagnieren oder etwas verändern wollen.

Und genau das sind die Momente in denen man begreift, was einem wichtig ist. 
Man lernt sich selbst besser kennen, sieht manche Dinge plötzlich viel klarer und ist bereit diesen Weg, mit all seinen Konsequenzen zu gehen.



Verzweiflung ist etwas, was...

14. April 2015

[Blogparade] "Mein Leben mit/als... -Blogger machen Mut!-"

Hallo meine Lieben,

wie bereits hier angekündigt, nehme ich an einer Blogparade teil.

Es geht darum, anderen Menschen mit seiner Geschichte etwas Mut zu machen.
An dieser Stelle: Danke Franzi für die tolle Initiative.





Heute bin ich an der Reihe... heute berichte ich noch einmal davon, womit ich lebe und wie alles begann... also los geht´s...


Mein Leben mit einer Angststörung begann im Jahre 2007. Damals ahnte ich noch nicht, was ich habe und wie lange ich damit zu tun haben würde. Zum Glück! Denn wer weiß, wie ich damit umgegangen wäre, hätte ich von Anfang an gewusst, wie einschneidend diese Erkrankung in mein restliches Leben sein wird?!

Aber fangen wir erst einmal vorne an.
Damals war ich "knackige" 20 Jahre alt und befand mich in einer Ausbildung zur (salopp gesagt) Krankenschwester.
Ich war in einer festen Beziehung, hatte einen relativ großen Freundeskreis und ich liebte meinen Beruf.
Rückblickend betrachtet, würde ich sogar behaupten, dass ich ziemlich sorglos war.
Dies sollte sich jedoch schlagartig an einem Sonntag ändern.

Meine Eltern, ich und meine damaliger Freund saßen im Auto meines Vaters und waren auf dem Weg in eine Nachbarstadt.
Plötzlich bekam ich starken Harndrang und wenn ich von stark sprechen, dann meine ich stark. Von jetzt auf gleich fühlte es sich an, als hätte ich innerhalb von kurzer Zeit 5 Liter getrunken und wäre seit mindestens 12 Stunden nicht auf der Toilette gewesen. Ich hatte ernsthaft das Gefühl, ich könnte nicht mehr einhalten und mir in die Hosen machen.
Dieses Gefühl hatte ich zuvor noch NIE in diesem Ausmaße gehabt und es kam ganz plötzlich und absolut unerwartet.
Aufgrund dessen bekam ich auch meine erste Panikattacke.
Diese äußerte sich durch Hyperventilieren, Zittern, Herzrasen, Atemnot, Schwindel und eben dieser starke Druck auf der Blase. Ich glaubte, ich würde ohnmächtig werden.

Meine Eltern haben richtig gehandelt, reichten mir schnell eine Plastiktüte zum Reinatmen und sind direkt mit mir ins Krankenhaus gefahren.
Dort wurde nach langer Wartezeit und einer lästigen Untersuchung, eine harmlose Blasenentzündung diagnostiziert.
Mit ein paar Tabletten und einer Krankmeldung ging es also wieder nach Hause. 
Die Tage danach war ich weiterhin unsicher und verbrachte die meiste Zeit im Bett.
Die Entzündung konnte gut behandelt werden und war nach ein paar Tagen dann auch auskuriert.


Das Problem dabei war, dass die Panikattacken und das ständige Gefühl, auf Toilette zu müssen, blieb.
Also ging ich wieder zum Arzt, woraufhin erneut auf eine Blasenentzündung untersucht wurde. 
Resultat: ohne Befund!
Somit war klar... organisch war ich vollkommen in Ordnung, lediglich die Psyche wollte nicht mehr so, wie sie sollte.

Die darauffolgenden Wochen, Monate, Jahre beinhalteten viele Arztbesuche verschiedener Fachrichtungen (Internisten, Urologen, HNO-Ärzte / wegen dem Schwindel, Gynäkologen, Psychologen...). Niemand wusste so recht, woher dieses Gefühl kommen könnte. Jeder probierte irgendeine Behandlungsmethode bei mir aus, viele verschieden Medikamente, aber nichts hat so recht geholfen. Erst ein Psychiater verstand mich. Verstand, was ich haben könnte. Verstand, meine Ängste. Daraufhin folgten 5 Jahre Psychotherapie, ein 6-wöchiger Aufenthalt in einer Reha-Klinik und eine Umstellung meines Lebens.

Es begann damit, dass ich nach 10 wöchiger Arbeitsunfähigkeit meine Ausbildung abbrechen und mich beruflich neuorientieren musste.
Glücklicherweise fand ich relativ zeitnah einen Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau, welcher mir dabei verhalf, nicht komplett in Selbstmitleid zu versinken.
Freunde blieben mir kaum noch, da es natürlich für (gerade junge Leute) schwierig zu verstehen ist, warum von heute auf morgen die Person, die man zuvor ja eigentlich gut kannte, sich so verändert hat.

Auch...

8. April 2015

[A-Z] E und F

E... wie Emotionen, Einflüsse und Erwachen

Ich war schon immer ein sehr emotionaler Mensch.
Seit dem ich denken kann, haben mich viele Dinge mitgenommen und geprägt.
Der einzige Unterschied zwischen heute und damals ist, dass ich mich früher deutlicher abgrenzen konnte. Ich konnte meine Emotionen besser verbergen, konnte stark wirken, auch wenn ich innerlich litt. Ich trug eine Maske, die mich vor weiterem Leiden schützte.
Heute ist das nicht mehr möglich. Ich weiß nicht warum, aber ich weine mehr, ich lache herzlicher und ich leide länger.
Natürlich ist es auf einer Seite ganz schön, wenn man Emotionen "echter" spürt, aber auf der anderen Seite wirkt man schwach, verletzlich und manchmal auch wie eine kleine Heulsuse.
Und vielleicht ist es auch das, was ich bin... schwach, verletzlich und eine Heulsuse?!



Früher hatte ich stolz und ließ mir nicht alles gefallen. Ich konnte klare Grenzen ziehen, konnte über manche verletzenden Situationen hinweglächeln.
Das kann ich heute nicht mehr. Meine Grenzen verschwimmen, meine emotionalen Mauern bröseln dahin und mein Lächeln wirkt in manchen Situationen einfach gequält und unecht.

Ich möchte...

1. April 2015

[A-Z] C und D

C... wie Computer

Meinen ersten Computer bekam ich mit 9 Jahren. Damals dienter dieser nur dazu, irgendwelche alten Quizspiele zu spielen und Brief an meine beste Freundin zu verfassen. Später schrieb ich Referate und einige Hausaufgaben darauf, aber erst, als das Internet auch für private Haushalte immer zugänglicher und finanzierbarer wurde, war der Computer nicht mehr nur für den alltäglichen Schreibkram da.

Plötzlich gab es so viele Möglichkeiten und so viel von zuhause aus zu entdecken. Und nach einigen Jahren war das Internet und somit auch der Computer nicht mehr wegzudenken.
Natürlich diente der Computer ab einem gewissen Zeitpunkt auch dazu, Kontakte zu knüpfen.
Man schrieb plötzlich mit wildfremden Menschen, tauschte sich über Dinge des eignen Lebens aus und fing an, Personen zu "mögen", die man zuvor noch nie gesehen hatte.



Als ich dann akut erkrankte, war der Computer das einzige Mittel, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten...
Zu der Zeit, wo ich kaum noch die Wohnung verlassen konnte, meine Gedanken sich fast ausschließlich um meine Erkrankung drehten (und nein... das ist heute definitiv nicht mehr so!) gingen mir fast alle Freunde verloren. Ich hatte einen schwierigen Weg vor mir, den ich allerdings dann ohne die Hilfe von Freunden bestreiten musste.
Nun ja... nun saß ich alleine zuhause, fühlte mich einsam und...