14. April 2015

[Blogparade] "Mein Leben mit/als... -Blogger machen Mut!-"

Hallo meine Lieben,

wie bereits hier angekündigt, nehme ich an einer Blogparade teil.

Es geht darum, anderen Menschen mit seiner Geschichte etwas Mut zu machen.
An dieser Stelle: Danke Franzi für die tolle Initiative.





Heute bin ich an der Reihe... heute berichte ich noch einmal davon, womit ich lebe und wie alles begann... also los geht´s...


Mein Leben mit einer Angststörung begann im Jahre 2007. Damals ahnte ich noch nicht, was ich habe und wie lange ich damit zu tun haben würde. Zum Glück! Denn wer weiß, wie ich damit umgegangen wäre, hätte ich von Anfang an gewusst, wie einschneidend diese Erkrankung in mein restliches Leben sein wird?!

Aber fangen wir erst einmal vorne an.
Damals war ich "knackige" 20 Jahre alt und befand mich in einer Ausbildung zur (salopp gesagt) Krankenschwester.
Ich war in einer festen Beziehung, hatte einen relativ großen Freundeskreis und ich liebte meinen Beruf.
Rückblickend betrachtet, würde ich sogar behaupten, dass ich ziemlich sorglos war.
Dies sollte sich jedoch schlagartig an einem Sonntag ändern.

Meine Eltern, ich und meine damaliger Freund saßen im Auto meines Vaters und waren auf dem Weg in eine Nachbarstadt.
Plötzlich bekam ich starken Harndrang und wenn ich von stark sprechen, dann meine ich stark. Von jetzt auf gleich fühlte es sich an, als hätte ich innerhalb von kurzer Zeit 5 Liter getrunken und wäre seit mindestens 12 Stunden nicht auf der Toilette gewesen. Ich hatte ernsthaft das Gefühl, ich könnte nicht mehr einhalten und mir in die Hosen machen.
Dieses Gefühl hatte ich zuvor noch NIE in diesem Ausmaße gehabt und es kam ganz plötzlich und absolut unerwartet.
Aufgrund dessen bekam ich auch meine erste Panikattacke.
Diese äußerte sich durch Hyperventilieren, Zittern, Herzrasen, Atemnot, Schwindel und eben dieser starke Druck auf der Blase. Ich glaubte, ich würde ohnmächtig werden.

Meine Eltern haben richtig gehandelt, reichten mir schnell eine Plastiktüte zum Reinatmen und sind direkt mit mir ins Krankenhaus gefahren.
Dort wurde nach langer Wartezeit und einer lästigen Untersuchung, eine harmlose Blasenentzündung diagnostiziert.
Mit ein paar Tabletten und einer Krankmeldung ging es also wieder nach Hause. 
Die Tage danach war ich weiterhin unsicher und verbrachte die meiste Zeit im Bett.
Die Entzündung konnte gut behandelt werden und war nach ein paar Tagen dann auch auskuriert.


Das Problem dabei war, dass die Panikattacken und das ständige Gefühl, auf Toilette zu müssen, blieb.
Also ging ich wieder zum Arzt, woraufhin erneut auf eine Blasenentzündung untersucht wurde. 
Resultat: ohne Befund!
Somit war klar... organisch war ich vollkommen in Ordnung, lediglich die Psyche wollte nicht mehr so, wie sie sollte.

Die darauffolgenden Wochen, Monate, Jahre beinhalteten viele Arztbesuche verschiedener Fachrichtungen (Internisten, Urologen, HNO-Ärzte / wegen dem Schwindel, Gynäkologen, Psychologen...). Niemand wusste so recht, woher dieses Gefühl kommen könnte. Jeder probierte irgendeine Behandlungsmethode bei mir aus, viele verschieden Medikamente, aber nichts hat so recht geholfen. Erst ein Psychiater verstand mich. Verstand, was ich haben könnte. Verstand, meine Ängste. Daraufhin folgten 5 Jahre Psychotherapie, ein 6-wöchiger Aufenthalt in einer Reha-Klinik und eine Umstellung meines Lebens.

Es begann damit, dass ich nach 10 wöchiger Arbeitsunfähigkeit meine Ausbildung abbrechen und mich beruflich neuorientieren musste.
Glücklicherweise fand ich relativ zeitnah einen Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau, welcher mir dabei verhalf, nicht komplett in Selbstmitleid zu versinken.
Freunde blieben mir kaum noch, da es natürlich für (gerade junge Leute) schwierig zu verstehen ist, warum von heute auf morgen die Person, die man zuvor ja eigentlich gut kannte, sich so verändert hat.

Auch...


... meine damalige Beziehung ging im Laufe der Jahre in die Brüche.
Nun stand ich da und musste indirekt wieder von vorne anfangen... diesmal allerdings mit Handicap.

Lange Spaziergänge, Bus- und Bahnfahrten, Shoppen in der Stadt, längere Autofahrten uvm. waren nicht mehr möglich.
Einkäufe im Supermarkt, Arztbesuche, Restaurantbesuche, unbekannte Orte aufsuchen etc. waren machbar, aber schwierig zu bewältigen.

Jede Tätigkeit außerhalb meiner Wohnung und somit entfernt von einer Toilette, stellte für mich eine riesige Herausforderung dar.
Dazu kamen mehrere emotionale Enttäuschungen, die sich auf die Psyche und somit auf mein psycho-somatisches Problem auswirkten. Je nach Tagesform schwankte mein körperliches Befinden.


"Meine Güte, dann machst du dir eben in die Hosen, und?" werden sich jetzt manche denken. Aber so leicht ist es nicht. Ein Angstpatient dramatisiert alles in seinem Kopf. Gedanklich ist die ganze Hose nass, es plätschert. Man ist bloß gestellt, hat sich selbst enttäuscht und kann zukünftig seinem eigenen Körper nicht mehr vertrauen. Das ist zumindest das, was ich befürchte. Und das ist der Grund, warum ich das auf jeden Fall vermeiden will.

Es gab immer wieder Phasen in denen ich kämpfte und auch durchaus Phasen, in denen ich einfach aufgeben wollte. 
Wo war schon meine Lebensqualität?

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich gelernt habe, mit mir und meinem Problem umzugehen.
Die einzige Lösung für mich erschien, einfach offen zu sein.
Ich erklärte meinem Umfeld davon, erstellte diesen Blog, der meine Erkrankung thematisiert, um über psychische Erkrankung aufzuklären und machte selbst bei der Arbeitssuche, vor potentiellen Arbeitgebern, kein Geheimnis daraus. Ich habe keine Scham darüber zu sprechen, reibe aber nicht jedem mein Problem unter die Nase. Oft erwähne ich auch nur die Kurzversion und sage, ich hätte eine "psychisch-bedingte Reizblase". Auch, wenn das nicht mal annähernd das beschreibt, was ich habe.

In den letzten 7 Jahren habe ich zwar erlebt, dass nicht jeder meine Ängste und Gedankengänge nachvollziehen kann, habe aber noch nie eine negative Rückmeldung erhalten.
Im Gegenteil. Die Menschen finden es gut, dass ich so offen darüber spreche.
Es hilft ihnen, mich zu verstehen und mir hilft es, Spannung aus der Situation zu nehmen und meinen Gedankenkreislauf (man will ja nicht "auffallen") zu unterbrechen.

Des Weiteren beginnt man Strategien zu entwickeln, die helfen, den Alltag zu überstehen.
Ich trage Einlagen, die mir Schutz geben sollen. Ich habe sie nie gebraucht, habe noch nie eingenässt, aber mein Kopf suggeriert mir, dass ich mich damit sicherer fühle. Schließlich besteht meine Angst ja darin, dass ich mir vielleicht doch irgendwann mal in die Hose mache. Ziel ist es allerdings, von den Einlagen wegzukommen. Bis dahin habe ich aber noch etwas Arbeit vor mir.


Ich habe auch gelernt, keine Scheu davor zu haben, an den unmöglichsten Orten nach einer Toilette zu fragen. Meine Güte... wo ich schon überall war... im Supermarkt, beim Metzger, auf Rastplätzen, Tankstellen, in Kiosks, habe sogar schon bei wildfremden Menschen geklingelt. Nie war es ein Problem. Also verschafft mir auch diese Erfahrung und die Gewissheit ein wenig mehr Sicherheit, um mich gar nicht erst unter Druck zu setzen.

Zusätzlich verlasse ich die Wohnung nie, ohne vorher noch schnell zur Toilette gegangen zu sein. Das ist allerdings etwas, was höchstwahrscheinlich viele Menschen so handhaben ;).

Während einer Verhaltenstherapie, aber auch durch Selbsthilfelektüre lernt man bestimmte Strategien, Gedanken kurz vor einer Angstattacke zu lenken oder zu unterbinden.
Auch dies hilft mir manchmal, wenn ich merke, wie die Angst langsam aufsteigt.

Medikamente nehme ich keine mehr (zumindest nicht für die Psyche) und ich habe auch nicht das Gefühl, dass mir damit geholfen wäre. Schließlich habe ich in den letzten Jahren schon viel probiert.

Wichtig ist, üben üben üben. Man darf sich nicht aufgeben. Muss durchhalten und kämpfen.
Und klar... nicht jeder Tag verläuft reibungslos und angstfrei.
Das erwarte ich auch schon gar nicht mehr.
Aber wichtig ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen und weiter an sich zu arbeiten.

Durch die Unterstützung meiner Familie und aufgrund meiner Einstellung, nicht einfach das Handtuch werfen zu wollen, schlage ich mich von Tag zu Tag.

Und was soll ich sagen?! Mal klappt es eben besser und mal eben schlechter.

Ich habe in den letzten 6 Monaten mehr Fortschritte gemacht, als in den letzten Jahren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel mehr kann, als ich es mir je zugetraut hätte, wenn ich nur den richtigen Anreiz dafür habe. Ich habe gelernt, dass ich vielleicht manchmal einen Tritt in den Hintern brauche, um mich zu überwinden, etwas zu verändern und etwas zu schaffen. Aber am Ende war ich stolz auf mich und das ist das, worauf ich aufbauen möchte. 

Ich glaube fest daran, dass man viel schaffen kann, wenn man nur daran arbeitet.
Und wenn ich zurückblicke, würde ich behaupten, dass ich ohne das bisschen Kampfgeist, noch zuhause hocken würde und nicht mal wüsste, wie ich zum Supermarkt kommen soll.

Fazit ist: Man sollte Einiges im Leben akzeptieren, damit lernen zu leben, aber auch seine Situation reflektieren. Sich selbst fragen, ob man etwas daran ändern kann?! Wenn ja, dann sollte man einen Fuß vor den anderen setzen und daran arbeiten.
Sich Hilfe holen, sich Anregungen verschaffen, einfach etwas tun.

Und wenn es bedeutet, dass man noch einmal von vorne anfangen muss... dann ist das so.
Das kriegt man hin. Denn wo etwas aufhört, kann auch etwas neues anfangen.

In diesem Sinne...

L.H.P. 





Schaut doch auch bei den anderen Bloggern vorbei.
Die Blogposts, die schon veröffentlicht wurden, haben die Blogger viel Mut und Kraft gekostet. Sehr bewegende Geschichten, die zum Nachdenken anregen und Mut machen.

Wirklich bewundernswerte, tolle Menschen!






Image Map

Kommentare:

  1. Ich kann sehr gut verstehen wie du dich fuehlst... ich habe zwar keine psychische Erkrankung, dafuer aber schon immer eine wirklich sehr schwache Blase. Ich muss andauernd pinkeln und wurde daufer nicht selten ausgelacht oder verspottet. Jetzt nach der Geburt meines Sohnes ist dies so schlimm geworden dass ich auch nicht mehr ohne Einlagen aus dem Haus gehe.
    Ich habe auch von klein an auf Autobahnen oder Zuegen ohne Toilette regliche Panik, ploetzlich auf Toilette zu muessen und mir spontan einzumachen obwohl mir das (trotz oft fast unertraeglichem Drang) noch nie passiert ist. Das Gefuehl ist schrecklich und es belastet einen wirklich sehr in manchen Situationen. Bei mir war es in der Schule sehr schlimm, woher diese Angst auch vielleicht resultierte, da meine Grundschullehrerin mir trotz verheriger Aufklaerung meiner Mutter ueber meine schwache Blase oft den Toilettengang verboten hatte. Ich hoffe du kommst irgendwann aus dem Angstkreislauf heraus und kannst dein Leben wieder voll geniesen.

    LG Rin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Rin :)

      Danke für dein Kommentar. Ich erlebe das immer wieder, dass es Menschen gibt (vor allem Frauen), die ähnliches Leiden kennen. Und was für Außenstehende nach einer Kleinigkeit klingt, ist für die Betroffenen echt manchmal reine Quälerei.

      Ich danke dir für deine lieben Worte :)

      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Den Artikel hast du super geschrieben. Ich leide auch unter Panikattacken bzw. einer Angststörung und kann das alles ganz gut nachvollziehen. Es hört sich an, wenn als du einen guten Weg gefunden hast, damit umzugehen. Ganz wichtig finde ich, dass man sich Hilfe holt. Alleine kann man sich diese Strategien zu Bewältigung von Panikattacken einfach nicht erarbeiten. Zumindest wäre ich dazu in meiner schlimmen Zeit nie im Stande gewesen. Und ich habe auch schon oft gedacht, oh man wenn du damals gewußt hättest was da alles auf dich zu kommt..... Manchmal ist es besser, nicht alles zu wissen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Shalely,

      danke für dein Kommentar :)
      Ich finde es auch wichtig, dass man sich Hilfe holt. Es ist nicht einfach, den richtigen Therapeuten oder Arzt für sich gefunden, aber die Suche lohnt sich.
      Man bekommt super Tipps, hat die Möglichkeit seelischen Ballast loszuwerden und vor allem fühlt man sich mit seinem Problem nicht allein.

      Ganz liebe Grüße

      Löschen
  3. Huhu, ich möchte Dir mal meine Bewunderung aussprechen. Du zeigst mit diesem doch etwas tabureichen Thema, wie stark Du geworden bist. Gerade Frauen haben oft ein Problem damit, darüber öffentlich zu reden. Ich selbst habe keine oder noch keine Probleme, kenne jedoch eine Frau, die damit große Probleme hat. Ich habe Ihr Deinen Artikel gezeigt, denn ich finde Du hast das ganz großartig geschrieben.
    Danke
    Ich wünsche Dir noch viel Erfolg beim Aufarbeiten und immer Jemanden an Deiner Seite, der zu Dir steht.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ulrike,

      vielen Dank für deine lieben Worte.
      Ja... es ist ein Tabuthema, aber ich verstehe nicht warum. Die Gesellschaft spricht heutzutage so offen über Sex... warum ist dann sowas ein Tabuthema?!
      Ich zumindest gehe damit offen um und das witzige ist, dass mein Gesprächspartner sich plötzlich auch diesbezüglich sehr öffnet. Was ich schon alles für Geschichten gehört habe, die mit Blasenentzündungen, Durchfall, Urin usw. zutun hat :-D
      Hachja...
      Ich hoffe, mein Blogpost konnte deiner Bekannten etwas Mut machen.

      Ganz liebe Grüße
      L.H.P.

      Löschen
  4. Vielen Dank für diesen Blogpost. Ich habe mich in vielem, was du erzählt hast wiedergefunden. Was in deinem Fall die Blase ist, war in meinem Fall mein Magen und ein unglaubliches Übelkeitsgefühl, das nicht weggehen wollte. Komischerweise hat es sich dann mit einem permanenten Gefühl der Atemnot kombiniert, das mich schier wahnsinnig gemacht hat. Das erste Mal ist es mir auch noch im Ausland passiert und es hat drei kompetente lettische Ärzte gebraucht, mich zu überzeugen, dass alles noch körperlich OK ist. Ich habe am Ende keine Therapie gebraucht - es hätte auch lang gedauert eine zu finden - und irgendwie gelernt, damit zu leben. Heute geht es mir gut wie schon lange nicht mehr und ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass es so ist.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg dabei, deine Ziele zu erreichen und ich denke, du kannst es auf jeden Fall schaffen. Was du schreibst, klingt sehr gut und wie du mit deiner Situation umgehst, finde ich überdies auch enorm wichtig und richtig!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Lola,

      vielen Dank für die lieben Worte.
      Es tut wirklich gut zu lesen, dass es dir besser geht. Das macht mir Mut :)

      Ganz liebe Grüße
      L.H.P.

      Löschen
  5. Hallo Peaches,
    durch deinen Kommentar auf meinem Blog bin ich auf deinen Bericht gestoßen und freue mich natürlich zu sehen, dass man sich verbindet. Ich finde es äußerst gut und lobenswert über die Dinge zu schreiben, die womöglich tausende Menschen belasten. Leider findet man viel zu selten ernsthafte Geschichten oder Berichte im Netz. Deswegen bin ich es gerade auch ein wenig überdrüssig, nur Konsumaufforderungen, Hauls oder "Inspirations" zu sehen, die weit weg vom normalen Leben liegen. Es klafft ein riesiger Spalt zwischen Wunsch und Wirklichkeit und vieles, was elementar und wichtig ist (so wie dein Beitrag z.B.) werden ausgeblendet. Es ist ähnlich wie mit dem TV: Es wird gezeigt, was gesehen werden will. Es wird eine Vision geschaffen. Eine schöne Welt, die wenig mit der Ganzheit des Lebens zu tun hat.
    Ich wünsche dir weiterhin sehr viel Kraft und Mut, dem Leben dein strahlendes Gesicht zu zeigen und deine Angststörung in den Griff zu bekommen. Die Blogparade finde ich äußerst kraftgebend und ermutigend, dass niemand allein sein muss und mehr Verständnis auf die eigenenen, scheinbar unlösbaren Probleme wartet als man glaubt.

    Liebe Grüße
    Theresa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Theresa,

      wow... vielen Dank für die lieben und ehrlichen Worte.
      Ich gebe dir recht, dass leider viel zu wenig "ernster Lesestoff im Internet zu finden ist.
      Klar... ich schaue mir auch gerne Fashion- und Beautyblogs an und lese gerne unterhaltsame Texte, aber leider findet man viel zu selten Beiträge, die zum mitfühlen oder nachdenken anregen.
      Daher bin ich auch ganz froh über diese Blogparade.
      Man lernt so viele menschliche Facetten kennen. Das gefällt mir sehr.

      Ganz liebe Grüße

      Löschen
    2. Hallo nochmal,
      geht mir auch so, dass ich natürlich auch gerne Unterhaltsames lese und auch mal Hauls anschaue oder mich inspirieren lasse, was andere so kaufen und gut finden. Nur kann dieses "Das Leben ist so geil."-Gehaule und diese schreckliche aufgesetzte Fröhlichkeit manchmal richtig belastend sein. Dann hat man das Gefühl, dass z.B.die ganze YouTube-Welt nur aus aufgesetzten, fröhlichen Personen besteht, die sich quer durch die bunte Konsumwelt shoppen und diese oberflächlichen Werte auch vermitteln. Kaum einer bricht ein Tabu oder spricht intime Probleme an, die wirklich helfen könnten und nicht einfach nur zum nächsten Shoppen einladen.

      Ansonsten hast du wirklich Recht: Tolle Blogparade. Super Miteinander! :)
      Wünsche dir einen tollen Montagabend und weiterhin toi, toi, toi. :)

      Löschen
  6. Hallo!
    Ich kann dich auch gut verstehen. Ich leider unter Depressionen und einer Angststörung. Ich habe wahnsinnige Angst vor Menschen. Das schränkt mein Leben sehr ein. Immer wieder hatte ich Angst, dass ich niemals arbeiten könnte. Ich habe jetzt meinen ersten Job und es ist schwer und auch "nur" sechs Stunden am Tag. Für mich ist es jedoch richtig hart, aber ich schaffe es :)
    Ganz liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      vielen Dank für dein Kommentar.
      Ich freue mich, dass du den Weg zu mir gefunden hast.
      Dass dich die Depression und die Angststörung in deinem Leben stark einschränkt, kann ich wirklich gut nachvollziehen.
      Wichtig ist allerdings, sich davon nicht kleinkriegen zu lassen. Wir alle müssen kämpfen.
      Und niemand erwartet, dass es von heute auf morgen besser wird.
      Nimm dir die Zeit die du brauchst.... Schritt für Schritt.
      Aber verliere dein Ziel aus den Augen nicht.
      Und denk dran... Rückschritte sind gut und wichtig.
      Nur man darf nicht stehen bleiben.

      Ganz lieben Grüße

      Löschen