22. April 2015

Verzweiflung

"Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter."
- Ralph Waldo Emerson

Manchmal im Leben geraten wir in Situationen, die ausweglos und festgefahren erscheinen.
Situationen, in denen wir nur zwei Möglichkeiten haben... kämpfen oder aufgeben.
Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen, ob wir stagnieren oder etwas verändern wollen.

Und genau das sind die Momente in denen man begreift, was einem wichtig ist. 
Man lernt sich selbst besser kennen, sieht manche Dinge plötzlich viel klarer und ist bereit diesen Weg, mit all seinen Konsequenzen zu gehen.



Verzweiflung ist etwas, was...


... einen in den Wahnsinn treiben kann, wenn man für sich selbst nicht zeitnah entscheiden kann, wie man reagieren möchte. 
Ich persönlich habe gelernt, dass es vor allem wichtig ist, überhaupt zu reagieren. Egal, wie.
In der Situation der Verzweiflung zu verbleiben und dieses enggeschnürte Korsett der Emotionen weiter mit sich herumzuschleppen, macht alles viel schlimmer.

Die Ausweglosigkeit sollte ein Ansporn sein. Ein Ansporn etwas verändern zu wollen.
Es ist etwas, an dem man wachsen kann, wenn man sich nur darauf einlässt. 
Es ist eine Aufgabe, die zu lösen ist. Ein Wettkampf mit sich selbst.

Das Leben ist voll von Möglichkeiten eine Veränderung vorzunehmen.
Aber was treibt einen mehr an, als das Gefühl der Verzweiflung?!
Oftmals muss man so sehr in die Enge getrieben werden, dass man erst begreift, dass es so nicht weitergehen kann.

Also wann auch immer man verzweifelt ist. Man sollte nicht in dieser Schockstarre verharren, sondern begreifen, dass es eine Chance ist.
Eine Chance an der Situation zu wachsen und eine Veränderung vorzunehmen.

In diesem Sinne...

L.H.P. 

Kommentare:

  1. Ich glaube, eine Chance hat man immer. Die Frage ist, warum man sie nicht nutzt, warum es immer erst zu diesem Bedrängen kommen muss.
    Bzw. ist dieses Drängen ein Weckruf. Man sollte sich selbst immer Fragen, was einem hindert, etwas zu verändern. Meist sind es Ängste, doch die eigentliche Frage ist, wovor?
    Ich habe gerade erst heute gelesen (oder gestern), dass es grundlegend immer die Angst vor dem Tod ist. Davor fühlen wir uns immer, in welcher Weise auch immer, bedroht.
    Das Bewusstwerden der Sache allein kann schon viel bewirken.
    Warum also sich nicht den Ängsten stellen? Letztendlich existieren sie doch eh nur im Kopf...

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    1. Du hast recht, die Chance hat man immer. Aber sieht man sie auch? Eher nicht. Man ist sich selten darüber im Klaren und denkt erst wieder daran, wenn man nicht anders kann.
      Ich glaube auch, dass die Angst vor dem Tod ziemlich essentiell ist.
      Wo wären wir, wenn wir die nicht hätten? Wir wären alle lebensmüde.

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    2. Ich glaube wer keine Angst vor dem Tod hat, sieht die Welt mit ganz anderen Augen. Von daher denke ich, dass man (wortwörtlich) lebensmüde ausschließen kann.

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  2. Das ist hast du ganz wunderbar geschrieben. Du sprichst mir damit aus der Seele....

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