13. Mai 2015

Die letzten 2 Wochen waren psycho-somatisch!

So... weil es hier ja weitergehen soll, wie gehabt, werd ich einfach mal loslegen....

In den letzten 2 Wochen ging es mir leider nicht ganz so gut. Stress und Sorgen äußerten sich auch im Bezug auf meine Blase... oder eher auf meinen Kopf. Ein andauerndes Gefühl der innerlichen Anspannung stellte sich ein. Der Alltag war zu bewältigen. Wie immer. Aber eben unter erschwerten Bedingungen. Dazu kam, dass ich 2 Arzttermine hatte.
Prinzipiell nichts Schlimmes, da ich keine Angst vor Ärzten jeglicher Art habe.
Aber (ja, jetzt kommt das große ABER) aufgrund meiner Erkrankung bin ich bei Arztterminen nicht mehr ganz so relaxed wie es davor war. Diese langen Wartezeiten in engen Räumen mit vielen Menschen machen mich nervös. Das wiederum führt dazu, dass ich mindestens 2mal in der Praxis die Toilette aufsuchen muss. Das führt dazu, dass ich das Gefühl habe schon fast damit aufzufallen, was mich wiederum nervös macht. Und dann kommt man endlich zum Arzt, wird ggf. untersucht und hofft die ganze Zeit darauf, dass man nicht plötzlich dringend zur Toilette muss oder sogar eine Panikattacke bekommt. Dann hätte man ja quasi so lange für nichts gewartet... weil man gedanklich nur noch weg will und den Erklärungen des Arztes nicht mehr folgt.
Tja... Angstpatienten und ihre Gedankengänge... das soll mal einer verstehen?!



Obwohl die letzten 2 Wochen eben sehr bescheiden waren, habe ich diese beiden Termine gemeistert und war anschließend natürlich sehr erleichtert und ein wenig stolz.
Vor allem, weil...


... es Termine beim Zahnarzt und beim Gynäkologen waren. Termine, die schon für Menschen ohne Angststörung unangenehm sind. Gerade der letztere Termin ist bei meiner Erkrankung etwas, was sich natürlich ziemlich "schwierig" darstellt.... für meinen Kopf...  

Ich hatte eine Woche Urlaub (welcher allerdings wenig erholsam und eher anstrengend war) und hatte letzte Woche Montag dann wieder meinen ersten Arbeitstag. Es war reichlich zutun, was mir jedoch ganz gut tat, weil ich einfach von dem Stress und den Sorgen der letzten Woche gut abgelenkt wurde. Die Blase hat sich trotzdem vermehrt gemeldet, was ich allerdings nicht negativer bewerten möchte, als nötig. 
Es ist eben, wie es ist. 
Die letzten 2 Wochen hab ich überstanden und obwohl es sich noch nicht so anfühlt, als ob es in der nächsten Zeit besser wird, glaube ich schon, dass ich mich daran gewöhnen werde und die Blase sich dann nicht mehr so oft meldet.

Einen kleinen Teilerfolg hatte ich am Samstag schon. Am Samstag war ich bei meinem Frisör und habe mir mal wieder die Haare "aufhübschen" lassen. Der schwierigste Moment dabei ist für mich immer der Moment, in dem ich die Haare gewaschen bekomme.
Früher habe ich das geliebt... angenehm warmes Wasser, eine schöne, lange Kopfmassage und der Geruch des Shampoos. 
Heute ist es so, dass ich an die Decke starre und gedanklich nicht abschalten kann. Vor ein paar Jahren war mein Gedanke meist folgender: "Wenn du jetzt müsstest.... wäre echt doof... dann haste ein Problem....".
So schlimm ist es heute nicht mehr. Ich bin einfach dann nur angespannt, versuche mich auf das zu konzentrieren, was auf meinem und nicht in meinem Kopf passiert und kann zumindest ansatzweise das annehmen und genießen, was da vor sich geht. Entspannung und Ruhe finde ich in solchen Momenten einfach nicht mehr. 
Aber auch diesen Termin hab ich gemeistert. Sogar ganz gut und definitiv besser als befürchtet. Und mit dem Endergebnis bin ich auch vollkommen zufrieden. 

Also wie man sehen kann und wie ich in solchen Zeiten immer wieder merke... mein Problem ist definitiv psycho-somatisch.... 
... geht es mir gut, lässt die Blase mir mehr Freiraum und Frieden.
... geht es mir eben nicht so gut (in welcher Form auch immer), setzt die Blase noch einen drauf und macht mir den Rest auch noch ein wenig schwerer.

Wichtig ist einfach darauf zu hoffen, dass es irgendwann auch wieder bergauf geht und sich nicht in Selbstmitleid zu verkriechen. Das macht es nicht besser.
Man muss manches eben akzeptieren, wie es ist... nach vorne schauen und darauf vertrauen, dass es besser wird. Auch, wenn es eben seine Zeit braucht?!

In diesem Sinne...

L.H.P.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen