24. Juni 2015

**Zwischenpost** - Gedankengänge XI

Mauern fallen lassen; die Gefahr eingehen, schützende Barrieren einreißen zu lassen.
Nach vielen Jahren in denen man enttäuscht wurde, in denen man sich selbst enttäuscht hat, in denen Erwartungen nicht erfüllt wurden, ist es nun an der Zeit das alles ziehen zu lassen.
Weg mit den Gedanken an die Vergangenheit... weg mit dem bitteren Nachgeschmack, der sich immer wieder in die Gegenwart drängt. 
Ein neuer Anfang, unvoreingenommen, einfach so.

Es tut nicht gut, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, was alles schief gelaufen ist, was alles hätte anders sein können. Leben im Hier und Jetzt.
Dinge nehmen, wie sie kommen. Erwartungen runterschrauben. Durchatmen.

All das fällt nicht leicht. Das tat es noch nie. Aber es ist etwas, an dem es sich lohnt zu arbeiten.
Etwas, was dem Leben so viel gibt und so viele Türen offen hält.
Gedanklich frei sein, sich fallen lassen. Das Glas halbvoll sehen, ohne es mit rosa roten Blümchen verzieren zu wollen.


Es gibt vieles, was unzufrieden stimmt. Vieles, was man gerne ändern würde. Aber das geht nicht. Zumindest nicht von heute auf morgen. Also warum all dem nachtrauern und somit riskieren, keine Fortschritte zu machen?

Mauern fallen lassen... die, die uns viele Jahre vor uns selbst geschützt haben.
Leider schreibt und sagt sich das leichter, als es am Ende ist.
Aber...

17. Juni 2015

[A-Z] G und H

G... Geschwister und Grübelei 

Ich habe einen älteren Bruder. Ihn und mich trennen 4 Jahre.
Als wir noch kleiner waren, haben wir uns regelrecht gehasst. So... wie das die meisten Geschwister irgendwann mal tun. Wir haben uns beschimpft, miteinander gekämpft, haben uns oft und heftig gestritten und uns sogar gegenseitig (wenn auch unabsichtlich) verletzt.
Dank ihm habe ich eine kleine Narbe unter der Nase. Laut der Erzählungen meiner Mutter entstand diese wohl in einem unserer frühkindlichen "Kämpfe". Ich warf mit Plüschtieren, woraufhin er mit Legosteinen zurückwarf. Einer dieser Steine traf mich direkt unter die Nase, woraufhin ich verletzt wurde, blutetet und sich zum Schluss diese kleine Narbe bildete. Mich persönlich stört sie nicht. Hat sie noch nie... aber dennoch ist es etwas, was mich (wenn ich in den Spiegel sehe) an meinen Bruder erinnert. Heute, wo wir beide erwachsen sind und unsere eigenen Wege gehen, verstehen wir uns sehr gut. Auch, wenn wir uns nicht so oft sehen, vertraue wir uns dennoch Dinge an und diskutieren manche Themen miteinander aus. Anders, als damals... ohne Fäuste, ohne Geschrei... wir sind erwachsen geworden. Wir beide haben unsere eigenen Probleme, unsere eigenen kleinen Leben entwickelt und dennoch werden wir immer ein Teil von einander sein. Obwohl uns soviel von einander entfernt, gibt es dennoch genug Dinge, die uns wieder zusammenführen.


Ein seltener Moment des Friedens ;-)
Auch, wenn wir uns unsere Kindheit ziemlich schwer gemacht haben und nur selten Ruhe einkehrte, bin ich froh, kein Einzelkind zu sein. Ich war froh, dass ich jemanden hatte, der mich, seine kleine Schwester, beschützen wollte. Obwohl er...

10. Juni 2015

Hypnotherapie (Die Suche)

Eigentlich wollte ich diese Woche mit meiner "A-Z"-Reihe fortfahren, allerdings gibt es eine kleine Neuigkeiten, die ich euch und meinem Blog natürlich nicht vorenthalten kann.

Vor einiger Zeit hat mich die liebe S. kontaktiert, die (leider) unter ähnlichen, wenn nicht sogar unter den gleichen Symptomen wie ich, leidet.
Nach längerem Kontakt hat sie nun eine Hypnotherapie (also Hypnose) begonnen. 
Sie erzählte mir zuvor von ihrem Entschluss und anschließend auch von ihrer ersten Sitzung.

Natürlich war mir Hypnose schon immer ein Begriff, aber nie habe ich den Zusammenhang mit meiner Erkrankung gesehen.
Erst sie machte mich darauf aufmerksam und weckte in mir die Neugierde.

Hypnose ist eine teure Angelegenheit, da diese nur in den seltensten Fällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. 
Ich selbst habe mich hier im Umkreis auf die Suche nach Heilpraktikern begeben, der Hypnotherapie anbieten. Bei der Recherche bin ich auf einen Kostenspielraum von 65-150 € pro Sitzung gestoßen (wobei es auch "Sparpakete" und manchmal abweichende Preise bei Folgesitzungen gibt). Die Informationen habe ich mir hauptsächlich über die Internetpräsenzen der einzelnen Anbieter eingeholt. Gravierende Unterschiede der Beschreibung der Behandlung sind kaum zu finden. 



Bei der Auswahl infrage kommender Heilpraktiker habe ich mich hauptsächlich auf Erreichbarkeit, der Vita und dem Gesamteindruck (Bauchgefühl) konzentriert.
Am Ende hatte ich...

3. Juni 2015

[Blogparade] "Ab morgen darfst du nochmal leben!"

Durch Facebook bin ich auf eine sehr interessante Blogparade gestoßen, die von Patrick ins Leben gerufen wurde.
Thema ist: Ab morgen darfst du nochmal leben!

"Spielregeln" sind folgende:
Nehmen wir mal an, Du wirst nochmal geboren. Gleicher Tag, gleiches Jahr, gleiches Leben. Das Einzige was diesmal anders ist, Du weißt was Du weißt.
Deine wesentlichsten und prägensden Erfahrungen, egal ob gut oder schlecht sind erhalten geblieben. Du kannst vor jeder wichtigen Entscheidung in Deinem zukünftigen “neuen” Leben auf diesen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Nähere Infos findet ihr auf Patricks Blog: hier 

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Gehen wir mal davon aus, ich würde erneut geboren werden, aber wichtige Erfahrungen aus meinem vorherigen Leben würden in Erinnerung geblieben sein, dann würde mein Leben wirklich anders aussehen. Ich gehe in diesem Beitrag nicht auf bestimmte Situationen ein, sondern um grobe Lebensabschnitte, um den Beitrag etwas "kürzer" zu halten.

Ich bin erkrankt und werde es auch die nächsten Jahre weiterhin sein. Die Tatsache alleine ist schon etwas, was viele ausschlaggebende Veränderungen für mein "neues" Leben mit sich bringen würde.
Aber beginnen wir einmal von Vorne.

Als Teenager hatte ich viele Freunde, war abends schon mal länger weg, habe eben Dinge getan, die man in dem Alter so tut. Aber im Gegensatz zu vielen Anderen war ich doch relativ anständig.
Ich gehörte nie zu den Menschen, die gerne in Diskotheken gegangen sind (klar, ich war ab und an mal dort, aber eben nicht häufig) oder sich sonst wo rumgetrieben haben. Und nein, ich bereue es nicht. Aber hätte ich damals schon gewusst, dass ich irgendwann das alles nicht mehr einfach so tun könnte, hätte ich meine Jugend und die damit verbundenen Freiheiten viel mehr genießen sollen. Ich hätte...