25. November 2015

Aufmerksamkeitsübung

Bei meiner letzten Therapiesitzung wurde mir eine neue Aufmerksamkeitsübung von meiner Therapeutin vorgestellt. Der Sinn dieser Übung besteht wohl darin, die Angst erst gar nicht aufkommen zulassen bzw. wenn man schon das ansteigende Angstgefühl verspürt, dieses erst gar nicht zu einer Panikattacke werden zu lassen. Ok, ich muss dazu sagen, dass ich schon laaaange keine Panikattacke mehr hatte, jedoch werden im Dezember einige Situationen auf mich zukommen, die das Auftreten einer Attacke begünstigen könnten. 

Weiter im Kontext... bei dieser Aufmerksamkeitsübung besteht das vorrangige Ziel darin, sich abzulenken. Die Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, was fernab von dem ist, was mich eigentlich gerade beschäftigt. 




Die Übung ist ganz einfach durchzuführen und in jeglicher Lebenslage anwendbar.
Egal, ob in der Natur, im Supermarkt, bei einem Familienfest oder bei einem gemütlichen Fernsehabend. Diese Übung ist...

18. November 2015

[A-Z] M und N

M... wie Misserfolg, Melancholie, Mitleid und Motivation

In den Jahren meiner Einschränkung habe ich schon viele Therapien und Untersuchungen über mich ergehen lassen. Ich habe Medikamente verschrieben bekommen, mir selbst welche in der Apotheke besorgt, habe Übungen gemacht, war in Reha, habe Bücher gelesen. Und mit all dem hatte ich jedes Mal das Gefühl ein Stück weiter vorwärts zu kommen. Allerdings ist es auch so, dass ich oft wieder viele Schritte zurückgehen musste. Ich habe viel gelernt... über mich, über meinen Körper, über die Psyche... habe zu einigen Menschen Kontakt gefunden, die unter ähnlichen oder gar gleichen Symptomen leiden. All das hat mir zwar geholfen, aber nicht zu einer Heilung geführt. 
Nach vielen Rückschritten, einigen Misserfolgen und immer wiederkehrenden Phasen, in denen ich die Motivation zum Weiterkämpfen verloren hatte, gab es allerdings summiert mehr Erfolgserlebnisse, die mich bisher so weit gebracht haben, dass ich an dem heutigen Punkt bin. Noch vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass mein Leben nochmals so sein könnte, wie es jetzt ist. Das ich das Gefühl habe, zu leben und nicht zu vegetieren. Klar... es ist noch sehr viel Arbeit vor mir, es gibt noch viele Situationen, die ich ohne Nachdruck nicht aufsuchen würde, aber eins habe ich gelernt: Misserfolge sollten kein Grund sein, alles über Bord zu werfen. Misserfolge sind dafür da, sich wieder aufzuraffen und weiter an sich zu arbeiten, um sich selbst zu beweisen, dass ein Rückschritt keine Kapitulation verursachen muss. Denn das hat man am Ende ja selbst in der Hand. 



Melancholie war irgendwie schon immer etwas, was mich durchs Leben begleitete. Und so negativ, wie man diesen Begriff auslegen könnte, sehe ich diese Eigenschaft nicht. Es gibt eben Momente, in denen bin ich ganz bei mir und denke nach. Situationen, in denen ich zum Beispiel...

11. November 2015

Das Risiko des Lebens!

Im Leben kommt es darauf an, was man daraus macht.

Ich persönlich gehöre schon seit meiner Kindheit zu der Sorte Mensch, die immer auf Nummer sicher geht.
Natürlich würde ich meine Kindheit als unbeschwert beschreiben und es ist auch nicht so, dass ich in Watte gepackt über den Spielplatz rannte. Aber ich habe instinktiv gemerkt, wenn etwas gefährlich war oder gefährlich werden könnte. Ich bin selten wirklich mal ein Risiko eingegangen, sondern habe lieber einen großen Bogen um alles gefährliche gemacht.

Und genau so hat sich mein Leben fortgesetzt. Ich hatte bis heute noch keinen einzigen Knochenbruch (und ich hoffe, das bleibt auch noch so) und wurde noch nie operiert. 
Ich habe aber auch aufgrund dieser nicht vorhandenen Risikobereitschaft vor vielen Dingen Respekt und Ängste entwickelt.
Teilweise begründet und teilweise unnötig.



Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich heute diesen psychischen Ballast mit mir rumschleppe. Klar, es wird Stück für Stück besser... aber...

4. November 2015

[A-Z] K und L

K... wie Katzen, Knirschen, Kunst und Krankenpflege

Seit dem ich denken kann, gab es immer eine kleine Fellnase in meinem Leben. Aufgewachsen bin ich damals mit dem Kater meiner Mutter. Sein Name war "Tiger" und uns trennte ein Lebensjahr. Er war ein Jahr jünger als ich und die Beziehung zu ihm war eine richtige Hassliebe. Als Kind zog ich ihn am Schwanz durch die Wohnung, woraufhin er mir in die Schuhe pinkelte... hachja, noch heute denke ich an den Dicken. Nachdem Tiger eingeschläfert werden musste, als ich gerade 13 Jahre alt war, holten sich meine Eltern 2 Rassekatzen. Tiger war ein regulärer europäischer Hauskater, aber meine Mutter hatte immer den Wunsch sich eine Norwegische Waldkatze zu holen. Das tat sie dann auch. Und schon gab es wieder Katzen in meinem Leben. Durch die Katzen war es mir nie erlaubt ein eigenes Haustier zu besitzen. Mädchen in meinem Alter hatten oft Kaninchen, Mäuse, Hamster oder ähnliches... dies blieb mir aufgrund der Katzen verwehrt. Als ich dann mit 21 aus meinem Elternhaus auszog, war für mich klar: ein eigenes Haustier muss her. Und da kam "Muffin" in meinem Leben. Muffin ist mein Kater und seit dem mein Ein-und-Alles. Zu ihm habe ich eine ganz besondere Bindung, weil er eben "mir gehört" und wir einfach ein eingespieltes Team sind. Als Muffin dann ein Jahr wurde und seinen Spieltrieb anscheinend nicht genügend ausleben konnte, entschied ich mich dazu, eine weitere Katze in mein Leben zu holen. Zu meinem Geburtstag bekam ich "Mira". Mira hatte in ihren ersten 2 Lebensjahren einiges an Erkrankungen durchmachen müssen... 5 gezogene Zähne, Chlamydien, unbestätigter Verdacht auf Katzen-AIDS... die kleine Maus hat offensichtlich einen Gendefekt, aber seitdem alles behandelt ist, ist sie absolut unauffällig. Optisch einfach nur ziemlich klein geraten für ihr Alter ;)
Ja... und seit dem beide Miezen in meinem Leben sind, weiß ich, dass es immer jemanden gibt, der zuhause auf mich wartet...


Nicht schwer zu erkennen.... Muffin links, Mira rechts
Wer in der Überschrift "Knirschen" gelesen hat, wird vielleicht nicht auf Anhieb wissen, was damit gemeint sein könnte. Dann kläre ich mal auf...