30. Dezember 2016

Das war´s... 2016...

Verrückt wie die Zeit vergeht... wieder ist ein Jahr vorbei.
Ein Jahr, dass wirklich ein ganz Besonderes war... und das nicht mal im positiven Sinne.

So viele Menschen mussten sterben, so viele Menschen wurden aus Ihrer Heimat vertrieben und so viel Gewalt und Terror herrschte in diesem Jahr!? 
Natürlich gab es das schon immer, aber irgendwie war es dieses Jahr besonders heftig.

Wenn man sich die Schlagzeilen des Jahres so ansieht, kommen einem die eigenen, kleinen Probleme noch unbedeutender vor.

Aber dennoch möchte ich zum Ende eines Jahres einen kleinen Rückblick geben:

Auch im Jahre 2016 hat meine Angststörung mir das Leben in vielerlei Hinsicht erschwert.
Ich habe versucht meinen Fokus mehr auf meine Gesundheit zu richten (siehe hier), was mir auch den Großteil des Jahres gut gelungen ist. Nachgelassen habe ich erst seit etwa 4 Monaten, wobei ich dafür auch Gründe habe. Ich habe schlichtweg meinen Fokus zur Zeit auf etwas anderes gelegt... nämlich aufs "Glücklich sein und genießen". Dazu komme ich aber später noch ;-)

Schon im Februar bekam ich eine Panikattacke (siehe hier), mit der ich in dem Moment leider nicht umzugehen wusste. Panikattacken sind mir nicht fremd (siehe hier) und sie werden mich sicherlich auch im nächsten Jahr hin und wieder belästigen. Aber Aufgeben ist keine Option !

Ein Highlight des Jahres 2016 war für mich definitiv etwas, was für die meisten Menschen zum Alltag gehört.... ich bin Bus gefahren. Ganz freiwillig war es nicht, aber für 5 Tage war es mein einziges Transportmittel und ich hatte teilweise sogar wirklich Spaß dabei. Viele, viele Jahre bin ich nicht mehr mit dem Bus gefahren, habe mich vollends auf mein Auto verlassen und plötzlich blieb mir keine andere Möglichkeit... und was soll ich sagen?! Es hat wunderbar funktioniert (siehe hier).

Ebenfalls habe ich euch von meinem alltäglichen Schauspieltalent berichtet (siehe hier), habe euch von meiner Beziehung zur progressiven Muskelentspannung erzählt (siehe hier), habe mit euch einen weiteren Geburtstag "gefeiert" (siehe hier) und habe mich darüber ausgelassen, wie die Entwicklung psychischer Erkrankungen heutzutage ist und wie die Gesellschaft damit umgeht (siehe hier).

Besonders war auch, dass ich mich endlich wieder zum Urologen wagte. Natürlich war ich bereits in der Vergangenheit bei einer Urologin, um meine Problematik auch von dieser Seite beleuchten zu lassen. Aber seitdem sind viele Jahre vergangen und irgendwie hatte ich mich mit meiner Situation abgefunden. Ganz im Sinne von "Es ist eben psychosomatisch... wie soll mir da ein Urologe noch helfen können?". Nachdem ich allerdings 2016 meinen Hausarzt wechselte und dieser mit eine urologische Praxis empfahl, raffte ich mich wieder auf und ging dorthin. (siehe hier, hier und hier).

Am Ende des Jahres habe ich mir vorgenommen, einfach mal ruhiger zu werden.., einen Gang zurückzuschalten (siehe hier) und ich kann jetzt schon sagen... die meiste Zeit gelingt mir das (NOCH) nicht. Aber ich werde daran arbeiten :-)

Auch in meinem Privatleben gab es ein Auf und Ab. So zermürbend das Jahr begann, so hoffnungsvoll und zufriedenstellend endete das Jahr für mich.
Ich habe endlich einen Partner an meiner Seite, der mich glücklich macht, mich zu schätzen weiß und dem ich als Person vollkommen ausreiche. Schon 2016 haben wir einiges dafür getan, uns eine gemeinsame Zukunft aufzubauen und ich bin sehr zuversichtlich, dass 2017 diesbezüglich ein aufregendes und tolles Jahr werden kann.
Mit dieser Art von "Rückendeckung" wird sicherlich noch das ein oder andere Hindernis niederzuschmettern sein. Davon gehe ich aus.

Und dann werde ich ja auch noch 30.... 30..... das muss sacken.... ;-)

Aber bis dahin habe ich sicherlich noch einiges zu berichten....

Ich hoffe, ihr hatte alle ein (den Umständen entsprechendes) angenehmes Jahr 2016.

Ich wünsche euch für das kommende Jahr viele Ziele, die ihr zu erreichen versucht.
Ich wünsche euch viel Kraft für Situationen, die vielleicht nicht einfach werden, aber als Lebenserfahrung wichtig sind.
Ich wünsche euch Menschen an eurer Seite, die sich mit euch freuen, wenn es euch gut geht, aber auch nicht von eurer Seite weichen, wenn es euch schlecht geht.

Ich hoffe, ihr werdet mich im nächsten Jahr weiterhin begleiten und mich an euren Erfahrungen teilhaben lassen :-)

Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Vorsätze fürs nächste Jahr?! Oder hattet ihr vielleicht Vorsätze für dieses Jahr, die ihr umsetzen konntet?



Bis im nächsten Jahr


L.H.P.





14. Dezember 2016

Einen Gang zurückschalten

Jahrelang habe ich mich damit profiliert, schnell meine Aufgaben zu erledigen, neue Situationen schnell zu begreifen und darauf zu reagieren und dennoch sorgfältig zu sein.
Egal, ob in der Ausbildung oder später im Berufsleben.
Auch privat habe ich mir oftmals Gedanken und Stress gemacht, die/der völlig unnötig ist/war.
Aber das soll jetzt anders werden...

... in den letzten beiden Therapiesitzungen ist mir klar geworden, dass ich mir in meinem Leben einen so immensen Druck mache und dabei vergesse, was es heißt, zu leben.
Ich muss lernen Situationen als die solche wahrzunehmen, die sie sind und nicht als Aufgabe, die zu bewältigen ist. 

Einfach mal die Geschwindigkeit aus meinem Alttag nehmen und mich auf mich besinnen.
Das klingt so einfach und ist dennoch so schwierig umzusetzen.
Ich selbst muss lernen,...

30. November 2016

Das Gefühlshaus

Nun endlich melde ich mich auch mal wieder... 
... nachdem ich letzte Woche krank war und mir zuvor irgendwie die Zeit fehlte, habe ich mich nun mal wieder hingesetzt und für euch in die Tasten gehauen.

In den letzten Wochen gab es allerdings auch nicht viel zu berichten. 
Aber das wenige möchte ich euch ja nicht vorenthalten, daher beginne ich einfach mal von Vorne:

Ich hätte Anfang des Monats eigentlich einen Termin bei einem Psychiater gehabt, welchen ich allerdings absagte. Grund dafür war, dass es ein Folgetermin sein sollte. 
Als ich vor einigen Wochen bei dem Arzt war, verschrieb er mir ein Antidepressivum, welches ich mal "ausprobieren" sollte (siehe hier). Es war vorgesehen, dass ich das Präparat 3-4 Wochen einnehme und wir uns dann wiedersehen, um zu besprechen, wie es mir damit geht. 




Einige Zeit später ging ich ja dann zu einer Urologin, welche mir ebenfalls ein Medikament verschrieb (siehe hier). Dieses Medikament solle...

2. November 2016

[A-Z] W und X

W... wie Werdegang, Wünsche und Würde

Wenn ich zurückblicke, kann ich mit Sicherheit behaupten, dass ich mir vor 10 Jahren nicht vorstellen hätte können, dass mein Leben mal so holprig verlaufen würde.
Ich hatte einen kleinen, aber feinen Plan für meine Zukunft. 
Ich war in einer festen, langfristigen Beziehung. Hatte den Wunsch und das Ziel Krankenschwester zu werden. Ich war bereits bei meinen Eltern ausgezogen und stand somit auf eigenen Beinen. Ich adoptierte mein erstes eigenes Haustier und war größtenteils selbstständig. 
Und dann kam die Erkrankung aus dem Nichts... stellte alles auf den Kopf.
Ich brach meine Ausbildung ab, die Beziehung ging in die Brüche, ich zog aus meiner ersten Wohnung aus und war 5 Monate räumlich von meinen Haustieren getrennt. 
Ich musste in jeglicher Hinsicht wieder von Vorne anfangen. Mich aufrappeln.
Zum Glück sind nicht all diese Dinge gleichzeitig passiert, aber in einem relativ kurzen Zeitrahmen.
Heute... knapp 10 Jahre später kann ich zumindest einige (für mich persönliche) Erfolge verbuchen: Ich habe eine neue Wohnung gefunden und lebte 4 Jahre allein mit meinen Miezen, ich habe erfolgreich eine weitere Ausbildung abgeschlossen, die überhaupt nichts mit meinem eigentlichen Traumberuf zutun hat. Ich habe gelernt und vor allem lernen müssen, alleine zu sein. Ich habe eine neue Liebe gefunden...
Niemals hätte ich gedacht, dass mein Werdegang so verlaufen würde. Aber nur, weil man etwas nicht erwartet, heißt es noch lange nicht, dass es automatisch schlecht sein muss.
Im Gegenteil... ich denke schon, dass ich stolz auf das sein kann, was ich erreicht habe. 
Ich habe mich nicht vollends unterkriegen lassen. Habe den Anschwung gefunden, um am Ende wieder auf meinen Füßen zu stehen.
Und wenn mir diese Zeit eins gezeigt hat, dann: Dass keine Situation aussichtslos ist. Es gibt immer einen Weg. Egal, wie lange man benötigt, um sein Ziel zu erreichen.



Neben dem großen Wunsch, irgendwann...

26. Oktober 2016

Spasmolytikum

Nachdem ich nun einige Tage kein Internet zuhause hatte, ist es mir nun wieder möglich, von meinem letzten Termin bei der Urologin zu berichten.

In den letzten beiden Blogposts habe ich ja bereits davon berichtet, wie mein erster Termin bei der Urologin war und welche Hausaufgaben sie mir aufgab, um den nächsten Termin vorzubereiten.
Brav wie ich bin, habe ich natürlich vorbildlich meine Aufgabe erledigt ;)

Vorletzte Woche war es dann soweit... ich hatte meinen nächsten Termin. 
Geplant war eine Untersuchung des Harnstrahls, auch "Uroflow" genannt.
Bei dieser Untersuchung können Blasenfunktionsstörungen festgestellt werden und Verengungen der Harnröhre.
Um diese Untersuchung durchführen zu können, sollte der Patient mit einer vollen Blase in der Praxis erscheinen. 



Schon diese Tatsache machte mich ein wenig nervös, weil...

14. Oktober 2016

Miktionstagebuch & Schnellstraße

Zuletzt schrieb ich über meinen Termin bei der Urologin, welche mir eine Hausaufgabe aufgab und mit mir einen neuen Termin vereinbarte (siehe hier).
Der Termin steht schon bald vor der Tür und ich bin gespannt, was mich dann erwartet. 
Könnte interessant werden.
Meine Hausaufgaben habe ich auch bereits erledigt... ich habe zwei Tage ein Miktionstagebuch geführt und bin zu einer (für mich) erstaunlichen Erkenntnis gekommen. 
Laut einigen Quellen aus dem Internet fasst eine Blase zwischen 300 - 500 ml, bevor Harndrang entsteht.
Bei mir ist es so, dass ich (bis auf 2-3 Ausnahmen) schon bei 150ml das Bedürfnis habe, eine Toilette aufzusuchen. Die gesamte Ausscheidungsmenge am Ende des Tages war aber vollkommen in der Norm. Ich gehe eben nur öfter als andere.... 

Natürlich stelle ich mir da auch die Frage, woran das liegen könnte?! 
Habe ich mir die Blasenmuskulatur über die letzten Jahre "versaut"? Ist sie einfach nur "untrainiert"?
Gibt es vielleicht doch ein "anatomisches Leiden"? Spielt die Psyche mir einen Streich?


Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber gerade weil ich die Ursache klären möchte, bin ich ja nun in urologischer Behandlung. Wie gesagt... es könnte interessant werden.

Des Weiteren habe ich in meinem Urlaub mal das Thema "Schnellstraße" aufgenommen (warum das ein besonderes Thema bei mir ist, siehe hier).
Ich war fest entschlossen...

28. September 2016

Neues aus der Urologie

Letzte Woche hatte ich (wie bereits angekündigt) einen Termin bei einer Urologin und was soll ich sagen... es war äußerst interessant.
Ich war vor dem Termin etwas aufgeregt, weil ich nicht wirklich wusste, was ich zu erwarten habe.
Meine Sorge war, dass sie nach einem kurzen Gespräch direkt ans Eingemachte wollen würde... also direkt eine Untersuchung vornehmen würde. Ich muss dazu anmerken, dass ich ja bereits urologische Erfahrungen gesammelt habe und es damit endete, dass die damalige Urologin einen Eingriff machen wollte, der mir Angst machte und ich deswegen nicht mehr hingegangen bin.



Ich fuhr also mit einer gewissen Grundanspannung zur Praxis und stellte mich an der Rezeption vor.
Dort bekam ich standardmäßig einen Anamnesebogen (ein Fragebogen über Vorerkrankungen etc.) und einen Messbecher mit der Aufforderung, die Toilette aufzusuchen und eine Urinprobe abzugeben. Lustig war es, als...

21. September 2016

[TAG] 50 Fragen

Da ich schon länger keine Fragen mehr über mich beantwortet habe, gibt es heute mal nach langer Zeit einen [TAG] als "Lückenfüller"... :-)

Und looooos gehts....




14. September 2016

Update September 2016

Wie bereits in meinem Blogpost "Anspannung" angekündigt, hatte ich in den vergangenen Woche ein paar Arzttermine:

Zu Beginn war ich bei meinem neuen Hausarzt, welcher sich mit Hilfe einer Blutabnahme und einer Ultraschalluntersuchung meine Schilddrüse anschaute. Durch meinen vorherigen Hausarzt wurde bei mir im Dezember 2014 eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Nicht weiter tragisch, nur führte das eben dazu, dass ich medikamentös eingestellt werden musste. Der neue Arzt wollte nun testen, ob ich auch gut eingestellt wurde oder ob eine Veränderung der Dosis nötig sei.
Am Ende kam heraus, dass meine Schilddrüsenwerte nun der Norm entsprechen und ich gut eingestellt wurde. In dem Zusammenhang haben wir aufgrund meiner Blasenaktivität auch meine Nierenwerte getestet. Auch dort sind alle Werte unauffällig. Also alles Bestens.



Dann war ich beim Psychiater... dieser Arzt ist mir bereits aus der Vergangenheit bekannt, aber so richtig begeistert war ich von ihm noch nie. Nicht, weil er ein schlechter Arzt ist... das kann ich so nicht sagen... aber irgendwie fühlt man sich bei ihm so "abgefertigt". Man wird aufgerufen, setzt sich zu ihm ins Büro, äußert kurz sein Anliegen, dann...

24. August 2016

[A-Z] U und V

U... wie Ungeduld, Urlaub und Untersuchungen

Es fällt mir oftmals durchaus schwer meine Stärken und Schwächen einzuschätzen. Was ich aber definitiv weiß, ist, dass Geduld nicht zu meinen Stärken gehört. 
Man stelle sich die Situation vor, dass man mit jemandem einen Termin vereinbart hat. Man sitzt zu Hause und wartet darauf, dass diese Person erscheint. Schon etwa 20 Minuten vorher traue ich mich gar nichts großartiges mehr anzufangen, da ich ja damit rechnen muss, dass die Person früher kommt. Spätestens zum vereinbarten Zeitpunkt werde ich schon hibbelig. Und wenn sich die Person dann auch noch verspätet.... dann bin ich schon gefühlte 500 Mal in Erwartungshaltung durch die Wohnung geflitzt :-D
Eine weitere Situation gibt es zum Beispiel in der Arbeit... ich versuche jemanden telefonisch zu erreichen... besetzt... 5 Minuten später: besetzt... 3 Minuten später: noch immer besetzt.... oooaaahhhh... das macht mich wahnsinnig... (keine Sorge: ich raste aber nicht aus).
Ich bin eben niemand, der die Geduld mit Löffeln gefressen hat, viel eher mit Essstäbchen, wobei ich mich damit sehr ungeschickt angestellt habe.
Daher bin ich (neben meiner Einschränkung) auch ziemlich dankbar, dass ich nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin. So oft, wie diese sich verspäten... und ich hasse es, unpünktlich zu sein!



Als ich noch ein Kind war, besaßen meine Eltern eine Parzelle auf einem Campingplatz in den Niederlanden. Immer dann, wenn es möglich war, sind wir dorthin gefahren und haben dort unsere Freizeit verbracht.... Osterferien, Sommerferien, zwischendurch an den Wochenenden. Ich erinnere mich daran, dass...

17. August 2016

Anspannung

Immer wieder treten im Alltag Situationen auf, die eben nicht so alltäglich sind. 
Sie kommen unerwartet und reißen uns einen kurzen Moment aus den routinierten Abläufen. 
Diese Situationen können ganz unterschiedlich sein... ein Unfall auf dem Weg zu Arbeit, neue Aufgabenverteilungen im Job, ein Umzug eines guten Freundes, die Trennung von seinem Partner, Einbruch in der eignen Wohnung oder vielleicht einfach nur ein unerwartetes, ernstes Gespräch.
Und so unterschiedlich diese Situationen auch sind, so unterschiedlich gehen wir damit um. 

Und so unterschiedlich wir Menschen auch sind, so unterschiedlich geht jeder mit ein und derselben Situation um. Was mancher locker und gelassen aufnimmt, stellt für den anderen eine kleine Katastrophe dar. 

In meiner bisherigen Entwicklung hat sich auch das bei mir in den letzten Jahren geändert.
Als Teenager war mir entweder alles egal oder eine gefühlter Weltuntergang... man kennt das ;-)
Ein paar Jahre später nahm ich plötzlich vieles gelassener, setzte Prioritäten im Leben und konnte dementsprechend mit neuen Situationen besser umgehen.
Seitdem ich erkrankt bin, ist es wieder etwas schwieriger geworden. 




Situationen, die von meinem eingeengten Lebensraum/ Alltag abweichen, machen mich grundsätzlich...

27. Juli 2016

Das Leben ist ein Lernprozess

Manchmal passieren Dinge in unserem Leben, die uns den Atem rauben. Die uns das Gefühl geben, dass wir am Ende nicht mehr wissen, wer wir eigentlich sind.
Das können große, ausschlaggebende Situationen sein, aber auch manchmal sind es die kleinen, auf den ersten Blick unbedeutetenden Momente. Je nach dem, wie sehr das Nervenkostüm in der Vergangenheit bereits beansprucht wurde.

Das Leben ist ein Lernprozess. Manche lernen schneller, andere müssen erst mehrfach den Halt verlieren, um zu lernen, an was es sich im Leben lohnt, festzuhalten. Und dann gibt es wiederum Menschen, die es wahrscheinlich nie lernen werden. 

Ein Kapitel zu beenden ist selten leicht. Ein neues zu beginnen erfordert oftmals Mut. Aber man kommt nicht drumherum akzeptieren zu müssen, dass sich eine Tür schließt, damit sich irgendwann irgendwo eine andere Tür öffnet. Bis dahin muss man einfach Geduld haben und dankbar sein. Dankbar für das, was man erfahren, erleben und lernen durfte. 



Diese Dankbarkeit zu empfinden ist...

20. Juli 2016

Panik vom Feinsten

Letzte Woche ist es mal wieder passiert.
Schon lange war es her, dass es so heftig aufgetreten ist.
Selbst rückblickend betrachtet war es die Hölle.

Aber ich fange erst einmal von Vorne an:
Der Morgen begann bei mir schon zermürbend. Ich hatte starke Kopfschmerzen und mein Kopf war voller Dinge, die mich bereits seit Tagen belasteten. Privat läuft es momentan nicht so rosig, was mir natürlich keine Ruhe lässt. Ich meldete mich bereits schon am frühen Morgen krank, da die Kopfschmerzen unerträglich waren. 
Ich quälte mich aus dem Bett, nahm etwas gegen die Schmerzen ein und legte mich auf die Couch. Den Vormittag verbrachte ich in einem halbwachen/halbdösenden Zustand und merkte, wie die Kopfschmerzen laaaaangsam weniger wurden. Ich war bemüht viel zu trinken und konnte sogar nach einigen Stunden das erste Mal etwas essen.



In diesem Zustand verharrte ich noch einige Stunden. Nachmittags überkam mich dann das Bedürfnis, den Tag doch etwas sinnvoller zu gestalten und...

6. Juli 2016

Be More Active!

Seit letzter Woche bin ich bemüht, mich mehr zu bewegen. Bewegen im Sinne von (aus meiner Routine ausbrechen, um eine gesündere Routine zu entwickeln). 
Seit Dezember besitze ich einen ActivityTracker, eine Uhr mit mehreren Funktionen (die Bewegungseinheiten/Schritte misst, mir sagt, was ich noch tun muss, um mein Tagesziel zu erreichen etc.). Die Uhr hatte ich mir angeschafft, um aufgrund meines Jobs mehr in Bewegung zu kommen.

Ich arbeite im Büro, verbringe die meiste Zeit des Tages im Sitzen und meide ja auch in meiner Freizeit lange Fußwege aufgrund meiner Blasenproblematik. Fazit: Ich bewege mich eindeutig zu wenig.
In den letzten Monaten habe ich gerade mal max. 40 % meines Tagesziels erreicht, weil ich mir einfach nicht die Zeit genommen habe, etwas zu ändern. 
Nun habe ich mir aber das Ziel gesetzt, mind. 7000 Schritte am Tag zu gehen. Dies ist allerdings nur zu schaffen, wenn ich die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang nutze und abends noch Sport treibe. Mit 7000 Schritten habe ich immerhin 70-76% meines Tagesziels erreicht, was schon eine große Verbesserung für mich darstellt.


Der "aktivere" Alltag einer Tippse

Jemand, der einen aktiveren Job hat als ich, wird über 7000 Schritte schmunzeln. Aber für jemanden, der im Büro sitzt und auch in seiner Freizeit...

22. Juni 2016

**Zwischenpost** - Gedankengänge XIV

Wir passen uns an. Ein Leben lang.
Versuchen aufmerksamer, pünktlicher, einfühlsamer oder verständnisvoller zu sein.
Jeden Tag streifen wir uns eine Maske über. Eine Maske, die dazu dient, etwas zu verbergen.
Gefühle, Gedanken, Eigenschaften die in unserem Augen nicht normkonform sind.

Schon als Kinder lernen wir uns anzupassen. Es fängt bei der elterlichen Erziehung an, wird im Kindergarten fortgeführt und in der Schule ausgereift.
Wir lernen ruhig zu sein, wenn man das von uns verlangt.
Wir lernen Antworten zu geben, wenn man diese von uns abfragt.
Wir lernen soziale Kontakte zu pflegen, weil man das von uns erwartet.
Wir werden geformt, ob es uns passt oder nicht.


Wir passen uns an, um erfolgreich zu sein...

15. Juni 2016

Entwicklung psychischer Erkrankungen und das Verhalten gegenüber Betroffenen

Viele Menschen leiden an einer psychischen Erkrankung... Burn-Out, Zwangsstörung, bipolare Störung, Angststörung usw... einige Menschen wissen bereits von Ihrer Erkrankung, andere haben sich bisher nicht damit auseinandergesetzt und wieder andere wollen es einfach nicht wahrhaben
Fest steht, dass die Anzahl der "Hilfesuchenden Menschen" in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Wenn man sich mal die Mühe macht und den Suchbegriff "Zuwachs psychischer Erkrankungen Statistik" in eine Suchmaschine eingibt, bekommt man so viele Diagramme angezeigt, die meine These stützen.




Macht aber auch Sinn?! Wenn man darüber nachdenkt, wie verpönt damals (zu Zeiten unserer Großeltern) psychische Krankheiten waren... 
Heute ist die Gesellschaft...

8. Juni 2016

Entspannung muss geübt werden...

Wie bereits in einem vorherigen Blogpost (siehe hier) erwähnt, arbeiten meine Therapeutin und ich an einer Entspannungsübung, die in mehreren Schritten aufgebaut ist. 
Nachdem ich einige Wochen mit progressiver Muskelentspannung "verbracht" habe und immer wieder den Zustand der Entspannung üben musste/sollte, sind wir nun an einem Punkt, in dem die Zeiträume zur Entspannung geringer gehalten werden.

Zu Beginn war es meine Aufgabe, das Programm der progressiven Muskelentspannung für etwas 15-20 Minuten durchzugehen. Anschließend sollte der Zeitraum reduziert werden. 
Im nächsten Schritt wurde die Atmung mit eingebracht. Aufgabe war es, einzuatmen, sich das Wort ENT-SPANNUNG zu denken und dabei auszuatmen. Ziel dabei war es, mit der bewussten Ausatmung die körperliche Entspannung zu verbinden. Diese Übung benötigte 3 Minuten.


Nach diesem Schritt wurde das ganze Verfahren zeitlich erneut reduziert. Aus 3 Minuten ein- und ausatmen, wurden nun 30 Sekunden. 30 Sekunden, etwa 10-12 Mal am Tag, am besten auf jede Stunde verteilt.

Wie man sieht... üben, üben, üben, um am Ende entspannt zu sein. Klingt verrückt.
Wichtig ist,...

1. Juni 2016

29 and back!!!

Hallo ihr Lieben,
nach einigen Wochen Stille auf diesem Blog, melde ich mich nun zurück.

Meine Kreativität war quasi nicht existent und anscheinend brauchte ich nach 2,5 Jahren wohl mal eine kleine Auszeit. Viel habt ihr aber auch nicht verpasst. 

Mein gesundheitlicher Zustand ist unverändert, emotional waren die letzten Wochen aber ein stetiges Auf und Ab.

Wie ihr meiner Sidebar entnehmen könnt, gab es allerdings eine kleine Veränderung.
Letzte Woche bin ich 29 Jahre alt geworden. Meinen Geburtstag habe ich nicht groß gefeiert... tue ich eigentlich nie.
Und mein einziger Geburtstagswunsch wurde leider auch nicht erfüllt. Dabei ging es nicht um etwas materielles, sondern viel mehr darum, den Tag mit einer mir wichtigen Person zu verbringen.
Krankheitsbedingt ist daraus allerdings nichts geworden. 
Aber was solls?! Nächstes Jahr dann eben. Wobei ich natürlich nächstes Jahr vielleicht doch mal meinen Geburtstag feiern sollte... schließlich werde ich 30.
30... puh.... ab da an ist man irgendwie so ganz offiziell erwachsen. Zumindest sehe ich das (aktuell) so.

Momentan fühle ich mich noch irgendwie wie eine Heranwachsende, die noch nicht so tun muss, als ob sie ihr Leben im Griff hat. Noch rede ich mir ein, dass es nicht schlimm ist, seine Ziele (die man erreicht haben wollte, bis man erwachsen ist) nicht erreicht zu haben.
Ich hoffe, dass ich diese verschobene Ansicht bis dahin noch revidieren kann. Hab ja jetzt noch ein Jahr Zeit ;-)

Des Weiteren war ich beim Frisör und habe mir die Haare kürzen lassen und habe mir letzte Woche zwei nicht-pigmentierte Muttermale an der linken Augenbraue, sowie ein winziges Blutschwämmchen auf meiner Nase mit einer Laserbehandlung entfernen lassen. Zum Ergebnis kann ich noch nicht viel sagen ;-)

Meine Blasenproblematik ist aktuell eher in den Hintergrund gerückt (was nicht heisst, dass sie nicht mehr da ist), da ich mit anderen Dingen den Kopf und das Herz voll hatte.
Der Wunsch, für jemanden da zu sein, Halt zu geben und um das zu kämpfen, was wichtig erscheint, war/ist einfach viel präsenter. 

Der Wunsch, dass kleine Dinge summiert ein viel größeres Gut darstellen, war/ist einfach viel wichtiger. 




Also... nun bin ich 29. Wie die Zeit schon wieder vergangen ist... verrückt.
Vielleicht kommt einem das auch nur so vor, wenn man älter wird.
Wenn ich daran denke,...

20. April 2016

Progressive Muskelentspannung und ich

Achja... die Progressive Muskelentspannung...

Wer irgendwann mal eine Therapie oder Reha gemacht hat, wird früher oder später mit dieser Begrifflichkeit in Berührung gekommen sein. Neben dem Autogenen Training wird die progressive Muskelentspannung gerne dafür benutzt, um einen Zustand der Entspannung zu erreichen.
Für mich als Laie ist der größte Unterschied zwischen den beiden Übungen, dass ich mich bei dem autogenen Training eher von etwas "berieseln" lasse z.B. Musik oder einer Anleitung durch das Programm (passiv) und bei der progressiven Muskelentspannung sorge ich selbst aktiv für eine Entspannung, in dem ich verschiedene Muskelgruppen anspanne und entspanne.

Aber ich sollte erst einmal einen kurze Beschreibung der eigentlichen Übung hier hinterlassen, damit auch Lesern ohne Vorkenntnisse wissen, um was es eigentlich geht:


" [...] ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen."
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Muskelentspannung)

Selbst für Menschen...

13. April 2016

[A-Z] S und T

S... wie Selbstzweifel, Sensibilität und Sommerflaute

Soweit ich zurückdenken kann, war ich immer schon ein Mensch, der Selbstzweifel mit sich herumschleppte. Angefangen hat das alles höchstwahrscheinlich in der Pubertät (wie bei so vielen).
Ich fühlte mich nicht schlank genug, nicht "cool" genug oder empfand meine schulischen Leistungen als nicht ausreichend. Irgendwas hab ich immer gefunden, was mir an mir selbst nicht passte.
Aber auch schon immer war es so, dass ich grundsätzlich versuchte, mir meine Selbstzweifel nicht ansehen zu lassen. Humor war immer etwas, womit ich versuchte, meine Unsicherheit zu überspielen.
Das ist heute nicht anders. Aber ich habe auch festgestellt, dass ich den Selbstzweifeln, die ich aktuell noch besitze, irgendwie auch nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenke.
Denn ich habe mit den Jahren die Erfahrung gemacht, dass gerade die Dinge, die ich an mir nicht mag, für jemand anderen als "schön" oder "liebenswert" angesehen werden. Das, was man selbst als Defizit wahrnimmt, muss nicht unbedingt ein echtes Defizit sein.
Und wenn man das begriffen hat, dann ist es nur noch ein Lernprozess, um sich selbst irgendwann auch genau so zu mögen, wie man eben ist.


Nach außen gebe ich mich in meinem Umfeld gerne als "stark". Ich lächle schwierige Situationen gerne weg, mache...

30. März 2016

Ich bin eine Schauspielerin

So unterschiedlich, wie wir Menschen nun mal sind, so unterschiedlich reagieren wir auch in Stresssituationen.
Panikattacken sind nichts anderes als das. Situationen, in denen die Stressgrenze, die jeder hat, durch ein starkes Gefühl überschritten wird.

Zu Beginn meiner Erkrankung (in dem Zeitrahmen, in dem ich noch nicht wusste, woran ich überhaupt erkrankte) ging ich mit Panikattacken ganz anders um, als heute. Warum? Weil ich zum Einen nicht wusste, was da gerade mit mir passiert und zum Anderen überhaupt nicht abschätzen konnte, was es mit mir macht und ob es wieder vorbei geht.
Wenn ich mich an diese Zeit zurückerinnere, habe ich meine allererste Panikattacke im Sinn.



Als die körperlichen Symptome auftraten... Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, das Gefühl nicht mehr genug Luft zu bekommen, der starke Harndrang... 

23. März 2016

Not fördert Überwindung

Letzte Woche passierte etwas, was für mich im Bezug auf meine Erkrankung den absoluten Horror bedeutete...
Aber ich fange einmal von Vorne an:

Als ich Donnerstag nach der Arbeit das Büro verließ, um mich auf den Heimweg zu begeben, stellte ich mit erschrecken fest, dass mein Wagen nicht ansprang. Nach mehrmaligen Versuchen tat sich nichts. Es schien allerdings auch nicht die Batterie leer zu sein, also war ich zu Beginn etwas ratlos.
Was blieb mir also? Ich rief den Pannendienst an.
Nachdem ich 90 Minuten wartete, kam ein Herr vorbei, welcher sich fast eine Stunde lang meinen Wagen ansah und das Problem suchte.
Vergebens! Mit einem "Da kann ich Ihnen hier leider nicht weiterhelfen" rief er einen Abschleppwagen und fuhr davon.




In dem Moment schlug mir das Herz bis zum Hals, ich verspürte einen massiven Druck auf der Brust und ich war den Tränen nah.
Der Verlust meines Autos bedeutet für mich, dass...

9. März 2016

[A-Z] Q und R

Q... wie Quaselstrippe und Quengelei

Situationsbedingt kann ich reden.... reden und reden und reden... ich rede über alles... über Vergangenes, Aktuelles, Gedanken, Gefühle, Erlebtes, Gewünschtes... dazu kommt, dass ich schnell rede... zwar mit Punkt und Komma, aber meist mit Gestik und Mimik untermalt. Gerade, wenn ich jemanden neu kennen lerne und mich in dem Umfeld der Person nicht unbehaglich fühle, kann ich meinen Redefluss manchmal schwer zurückhalten. Meist ist der Grund der, dass ich meinem Gegenüber das Gefühl geben will, dass ich eine offene Person bin mit der man über alles reden kann. Ich möchte anderen Menschen in kurzer Zeit einen umfassenden Einblick von mir und meinem Leben geben, damit man weiß, was man von mir zu halten hat und von mir erwarten kann. Dann gibt es natürlich auch Situationen in denen ich sehr schweigsam bin. Ich höre viel zu, frage nach, wenn es etwas unklar ist und gebe Feedback zum Erzählten. Ich würde von mir behaupten, dass ich sowohl reden, als auch zuhören kann. 


Das Reden fiel mir aber...


2. März 2016

Warum? Darum!

In meinem letzten Blogpost habe ich euch davon erzählt, wie es mir in den letzten Wochen beim Einkaufen ergangen ist. Und natürlich stell(t)e ich mir immer wieder die Frage nach dem "Warum?".
Warum so plötzlich wieder? Dabei ging es doch schon so lange gut.
Warum gerade dort? Es ist ja jetzt nicht so, als wäre es eine fremde Situation für mich. 
Warum hilft nichts? In der Vergangenheit haben mir doch immer wieder verschiedene Methoden durch solche Situationen verholfen.
All diese Fragen habe ich bisher nicht beantworten können...

Bei meiner letzten Therapiesitzung erzählte ich meiner Therapeutin davon. Für sie war diese Information nichts Neues, da ich ihr bereits vorher schon davon berichtete, dass ich in diesem Jahr bereits eine Panikattacke im Supermarkt hatte. Allerdings schien es auch für sie verwunderlich zu sein, dass wirklich keine Woche verging, in der ich beim Einkaufen nicht irgendwelche körperlichen Angstsymptome aufwies. 
Auch ihr stellte ich die Frage nach dem "Warum?".
Und natürlich versuchte sie erst einmal nach logischen Ansätzen zu suchen...


... sie fragte, ob ich in den Wochen/Tagen zuvor besonders viel Stress hatte?!
Ob...

24. Februar 2016

Panic strikes back!

Der Supermarkt war seit Beginn meiner Erkrankung immer ein schwieriges Thema für mich (siehe hier). Am Anfang war es so, dass für mich die Vorstellung an lange Schlangen an der Supermarktkasse und das Gefühl in einer Situation "gefangen zu sein" schon alleine Schweißausbrüche und Angstzustände ausgelöst hat. Irgendwann tastet man sich voran. Man geht in kleinere Supermärkte, kauft nur 1-2 Teile und ist schnell wieder draussen. Dann wagt man sich immer mehr Zeit zwischen den Regalen zu verbringen, bis das Einkaufen selbst wieder ein regulärer Vorgang wird. Klar... tagesformabhängig ist es schon mal schwieriger gewesen, aber dennoch vom Körperempfinden machbar. 

Komischerweise habe ich seit Anfang diesen Jahres wieder ein Problem damit. Während des Einkaufens bin ich angespannt, nervös und irgendwie gestresst. Ich versuche mit der Situation umzugehen, die bisher gelernten Methoden anzuwenden, die eine Angstattacke verhindern sollen, merke aber relativ schnell, wie das leider nicht langfristig hilft. Ich gebe also häufig der Angst nach, spreche eine Einzelhandelsverkäuferin an und lasse mich zur der Filialtoilette bringen. 



Natürlich fühle ich mich danach...

10. Februar 2016

Ein Leben aufwärts des Bauchnabels

Seit einigen Jahren habe ich mir aufgrund meiner Angst bestimmte Angstgedanken antrainiert.
Und das Wort "antrainiert" benutze ich in diesem Zusammenhang bewusst, denn Tatsache ist:
Wer sich Angstgedanken abtrainieren muss, hat sie sich zuvor im Laufe der Zeit erst einmal antrainiert. Dadurch, dass man immer und immer wieder bestimmte Szenarien in seinem Kopf durchspielt, immer wieder vom Schlimmsten ausgeht und sich mit dem konfrontiert, wovor man Angst hat, verstärkt man diese Angst nur viel mehr und trainiert sich diese Sichtweise an. 
Und über die Jahre verteilt macht man das so häufig, dass das Alles sich irgendwann automatisiert. 
Die Gedanken kommen unbewusst und immer dann, wenn man sie nicht gebrauchen kann (ok... wann tut man das schon?!). 

Früher halfen kurzfristig einfache Tricks wie z.B. "Ablenkung". Aber das wird von Jahr zu Jahr immer schwieriger. In Angstmomenten läuft das nämlich wie folgt ab... man Stelle sich das Hirn in 2 Sektoren vor (und damit meine ich nicht die linke und rechte Gehirnhälfte). Vorne spielen sich die aktiven, ablenkenden Gedanken ab... man zählt Autos, sucht Farben und beschreibt Gegenstände, man stellt sich Rechenaufgaben, überlegt sich eine Buchstabenreihe und versucht daraus Sätze zu bilden usw... aber egal, wie sehr das Hirn im vorderen Bereich beschäftigt ist... im hinteren Teil des Schädels treten leise Angstgedanken auf, die immer und immer lauter werden. Je mehr das vordere Areal beschäftigt wird, umso lauter wird der hintere Bereich mit den Angstgedanken. Natürlich ist das anatomisch alles so nicht korrekt, aber so könnt ihr euch das ungefähr vorstellen.

Also... Ablenkung ist auch kein Allheilmittel. Das heißt nicht, dass es überhaupt nicht funktioniert, aber es gibt eben viele Momente, in denen das keine Lösung für mein Problem darstellt. 
Bei körperlicher Ablenkung sieht das dann schon anders aus. Wenn Hirn und Körper gefordert werden, ist der Organismus so beschäftigt, dass ein Gedanke an die Blase überhaupt nicht erforderlich ist. Deswegen hat mir damals ja auch QiGong bei der Entspannung geholfen. Man war körperlich leicht aktiv, der Kopf war mit der Bewegungsreihenfolge beschäftigt und für diesen Moment waren die Ängste nicht präsent, obwohl ich mich in einer für mich fremden Situation befand. 



Um aber nun auf den Titel des Blogposts zurückzukommen. "Ein Leben aufwärts des Bauchnabels"... was meine ich damit? 
Seitdem ich...

3. Februar 2016

[A-Z] O und P

O... wie Offenheit

Seit Beginn meiner Erkrankung habe ich nie ein Geheimnis aus meiner Situation gemacht. Für mich stand das aber auch nie zur Debatte. Ich habe nie das Empfinden gehabt, dass meine Einschränkung etwas ist, was man besser verheimlichen sollte. Im Gegenteil. Wie sollen die Menschen mich und mein Verhalten verstehen, wenn ich ihnen nicht sage, was mit mir los ist? Wie sollen sich andere Betroffene verstanden fühlen, wenn man Ihnen nicht aufzeigt, dass es noch andere Menschen mit diesem Problem gibt?
Aber ich bin nicht in jeglicher Hinsicht so offen. Es gibt vieles, was ich für mich behalte. Vieles, was mir durch den Kopf geht. Emotionen, die ich nicht zuordnen kann.
Offenheit ist prinzipiell etwas Gutes, wenn man weiß, wie man damit umzugehen hat.
Und ich muss gestehen, dass mir das nicht immer gelingt.
Oftmals ist es so, dass ich lange Zeit etwas für mich behalte, es mit mir selbst ausmache bis es irgendwann aus mir herausplatzt und ich damit jemanden vor den Kopf stoße.
Das tut mir leid. Allerdings kann ich mich auch dafür entschuldigen.



P... wie Partnerschaft, Party und Praktika

Ich bin ein absoluter...

26. Januar 2016

Aktueller Fokus

Nun ist schon bald der erste Monat des neuen Jahres vorbei. Wahnsinn.
Und vielleicht ist es ja jemandem aufgefallen, dass ich in diesem Jahr noch nichts über meine Blase oder zumindest über meine aktuelle Situation diesbezüglich, geschrieben habe. 
Das letzte Mal schrieb ich über die Ereignisse bei der Weihnachtsfeier und meine dazugehörigen Angstgedanken. Und danach kam dann eben nichts mehr!?

Warum? Nun ja. Nicht, weil ich aufgrund dessen eine Wunderheilung durchlebt habe und diese Problematik nun keine Problematik mehr ist.
Auch nicht, weil es mir momentan so schlecht geht, dass ich darüber nicht schreiben kann ;-)

Ich habe seit Jahreswechsel den Fokus aktuell auf etwas anderes gelegt. 
Ich versuche momentan mich auf Dinge zu konzentrieren, die mir wichtiger erscheinen. Dinge, die ich aktiv ändern kann und "schneller" abgearbeitet habe, als meine psycho-somatische Erkrankung.
Ich lege zurzeit mehr Wert auf gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Ich möchte mich in meinem Körper wohler fühlen und wieder die Freude am Kochen zurückgewinnen.
Und ich glaube auch, dass ich auf einem sehr guten Weg bin.

Seit 03.01.2016 mache ich...

20. Januar 2016

Und wieder: GASTBLOGGER gesucht!!!

Auch dieses Jahr suche ich wieder Menschen, die Lust haben, ihre Geschichte mit mir/uns 
zu teilen... :-)



Die "Spielregel":
  • Schreibe etwas über deine Erkrankung oder die Erkrankung, mit der du bereits auf irgendeine Art und Weise Erfahrungen sammeln durftest/musstest
  • Schreibe etwas über deine Erlebnisse, Ängsten und Gedanken
  • Schreibe, wie es dir jetzt geht und was dir geholfen hat bzw. hilft
  • Fühle dich nicht genötigt über etwas zu erzählen, was du nicht erzählen möchtest. Im Umfang und in der Art und Weise deines Textes werden dir keine Grenzen gesetzt (sollte dein Beitrag länger ausfallen, ist es durchaus möglich, zwei Teile daraus zu machen).
  • Dein Beitrag kann entweder mit Namen (vielleicht als Werbung für deinen Blog), mit Pseudonym oder Anonym veröffentlicht werden
  • Und das Wichtigste: Fühle dich wohl beim Schreiben!!!


Hast du Lust bekommen? Na dann los... meld dich :)

Als Anregung findest du hier schon bereits veröffentlichte Gastbeiträge aus der Vergangenheit:

  1. LeichtesHerz / Essstörung
  2. "Petra" / Angststörung
  3. Vanessa / Depressionen 
  4. Nelli / Persönlichkeitsstörung + Dysthymie

13. Januar 2016

**Zwischenpost** - Gedankengänge XIII

Neues Jahr, neue Hoffnung. 
Leichter Atem, ungetrübt.
Klarer Blick, trockener Mund,
positiv denken, ungeübt.

Gedanken an damals und gestern,
an heute und an morgen,
Freude leben, Tränen vergessen.
Keinen Grund für Sorgen.

Flauer Magen, weiche Knie,
die Stimme in dem Ohr,
kalte Nase, Wind im Haar,
die Sonne blitzt hervor.


Familie, Job, Liebe, Leid,
der Kopf so schwer wie Blei,..

6. Januar 2016

Ziele

Im Leben nehmen wir uns viel vor. Wir versuchen Ziele zu erreichen, die wir schon so lange vor uns hergeschoben haben. Wir haben neue Ziele ins Auge gefasst, denen wir Tag für Tag ein Stückchen näher kommen wollen. Und dann gibt es da noch die ganz großen Ziele, auf die man hinarbeitet, weil man sich erhofft, sie eines Tages dann vollends zu erreichen.

Und was passiert meistens? Man verliert sein Ziel aus den Augen, macht einen riesigen Umweg oder gibt am Ende kläglich auf.
Manchmal bemerkt man aber auch einfach wie viel Kraft man benötigt, um das Ziel zu erreichen und entscheidet für sich, dass dieser Aufwand sich überhaupt nicht lohnt!?



Aber ist nicht schon der Weg zum Ziel das eigentliche Ziel? Hat man für sich selbst nicht schon so viel erreicht, selbst wenn man das Ziel zum Schluss nicht erreichen sollte?


Tatsache ist...