6. Dezember 2017

Die Zeit wird es zeigen...

Nun ist es passiert... nach meinem Blogpost "Sie macht mit mir Schluss" vom 18.10.2017 ist es letzte Woche dann wirklich geschehen!

Letzte Woche hatte ich meine letzten Therapiesitzung. Da ich vorab schon vorgewarnt war, ging ich auch mit dem entsprechenden Gefühl in die Sitzung. Ich fühlte mich einerseits erleichtert und war froh darüber, dass ich zukünftig nicht mehr dorthin muss (obwohl ich meine Therapeutin wirklich sehr mochte). Andererseits war ich traurig.

Traurig darüber, dass ich zukünftig meinen Weg wieder alleine gehen muss. Traurig darüber, dass ich einen Menschen aus meinem Leben verloren habe. Eine Frau, die ich nun seit schon 9 Jahren kenne (mit 2 Jahren Unterbrechung).

Während der Sitzung besprachen wir kurz die aktuellen Ereignisse (z.B. mein endlos scheinendes Theater mit den Zähnen). Dieses Mal habe ich den Moment bewusster genutzt, da ich mir darüber im Klaren war, dass es meine letzten Möglichkeit war, in dieser Form meine Gedanken und Sorgen loswerden zu können. 

Die letzten 2/3 der Sitzung nutzte sie, um alte Strategien und Gedankenansätze in mir wieder wachzurufen und erinnerte mich daran, was ich in der Vergangenheit bereits alles geschafft hatte. 
Sie sagte mir mehrfach, dass ich auf einem guten Weg sei und sie daran glaube, dass ich mit dem mir zur Verfügung stehenden Mitteln, auch alleine klarkommen würde. (Ich hoffe so sehr, dass sie recht hat!)


Und dann sagte sie etwas, was für mich wirklich plausibel klang und mir höchstwahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 
Sie sagte:

"Therapie stellt für Sie...

22. November 2017

[A-Z Teil 2] G und H

G... wie Geduld und Gesprächigkeit

Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Gerade, wenn es um mich selbst geht. 
Wer schon mal das Vergnügen hatte und mit mir zusammenleben durfte/musste, wird dies wohl bestätigen können 😀 Man stelle sich vor, ich solle ein Regal zusammenbauen und irgendwie ist die Schraube viel zu groß für das bereits vorgebohrte Loch... natürlich versuche ich dennoch die Schraube dort hineinzuschrauben... und das so lange bis ich vor Wut platzen könnte. Kleiner Spoiler: Das geht ziemlich schnell. 
Gerade in Situationen, wo ich "nur mal eben..." etwas machen möchte und das nicht auf Anhieb so einfach klappt...da könnte ich.... 
In der Regel habe ich mich ziemlich gut im Griff. Es fliegen auch keine Teller, ich schlage nicht wild um mich und ausfällig werde ich auch nicht. Aber man sieht mir meine Wut dann schon gut an 😁 Bei anderen Menschen bin ich da meist etwas nachsichtiger. Gerade dann, wenn diese Personen auch einen Grund dazu haben, etwas langsamer zu sein, als ich mir das wünschen würde... alte Menschen, Kinder, Erkrankte oder vielleicht auch nur ein neuer Kollege oder Praktikant, der noch nicht genau weiß, wie der Hase läuft.
Auch bei den anderen Menschen, die nicht in diese Gruppierungen reinrutschen, bin ich noch sehr ausgeglichen. Zumindest nach außen... innerlich merke ich dann schon, wie es brodelt, kann es aber durch ein höfliches Lächeln oder eine helfende Hand gut kaschieren. Man könnte auch sagen, dass ich in diesem Moment mein schauspielerisches Talent unter Beweis stelle 😊

Wenn man mich kennenlernt, könnte schnell folgender erster Eindruck entstehen: 
"Oh, die redet aber viel". Und das ist in der Tat so. Und nicht nur viel, sondern meist auch noch schnell. Manchmal so schnell, dass....

2. November 2017

Kurzes Update

Momentan quäle ich mich von einem Zahnarzttermin zum nächsten. Seit nun 7 Wochen habe ich mit zwei Zähnen Probleme. Wie sich nun nach einem Arztwechsel herausstellte, hat mein vorheriger Arzt ziemlich gepfuscht und das schon seit Jahren... was sich nun bemerkbar macht.

Die letzten 7 Wochen war ich (ungelogen!!!) 7 mal beim Zahnarzt. Nächste und übernächste Woche darf ich nochmal gehen. Und nein... ich musste nicht so oft gehen, weil der Eingriff so kompliziert war. Im Gegenteil. Es wäre einfacher gewesen, hätte ich direkt einen anderen Arzt aufgesucht. 

Da ich also nun seit mehr als einem Monat mit Schmerzen lebe, bin ich natürlich nicht zum Schreiben gekommen. Das tut mir leid. 
Wenn ich allerdings diesen Zahnkram überstanden habe, haue ich wieder fleißig in die Tasten. 

Drückt mir einfach die Daumen.

Bis dahin...
...bleibt tapfer

L.H.P.

18. Oktober 2017

Sie macht mit mir Schluss

In den letzten Wochen ist viel passiert...und dann irgendwie wieder doch nicht.

Ich hatte in den letzten 3 Wochen knapp 2 1/2 Wochen Urlaub. Leider konnte ich diesen nicht so wirklich genießen, da ich fast den gesamten Urlaub Zahnschmerzen hatte. Ich möchte da gar nicht so weit ausholen, kann allerdings soviel sagen: Ich musste 3 Mal zum Zahnarzt. Der erste Termin war ein reiner Kontrolltermin. Dort bekam ich 2 Füllungen. Zwei Tage später musste ich erneut hin, da ich mit der Zahnseide nicht mehr in den Zahnzwischenraum kam. Fazit: Abgebrochener Zahn und das gebrochene Teilstück hat sich zwischen den Zähnen verkeilt. Zwei Tage später hatte ich plötzlich Zahnschmerzen. Da Feiertag und langes Wochenende war, musste ich lange warten bis ich erneut zum Zahnarzt konnte. Als ich dann endlich da war, stellte er eine Kieferhöhlenentzündung fest....

Wie ihr lesen könnt... das war wirklich ein Sch***-Urlaub. Naja, war dann eben so.

Dann hatte ich letzte Woche noch einen Therapietermin bei meiner Psychotherapeutin. Und was soll ich sagen... Sie macht mit mir Schluß?! 😭Zumindest hat sie so etwas angedeutet....


Aber ich fange erst einmal vorne an. Aktuell erarbeitet sie mit mir "Achtsamkeit". Sie zeigt mir Möglichkeiten auf, wie ich Achtsamkeitsübungen durchführen kann. Spricht mit mir über entsprechende Lektüren und geht mit mir Übungen durch. Wir sprechen darüber,...

27. September 2017

[A-Z Teil 2] E und F

E... wie Ekel, Ehe und Eis

Nicht nur, dass ich vor vielen Dingen im Leben Angst habe... nein, Ekel spielt in dem Zusammenhang auch oft eine tragende Rolle. Da gibt es so einige Dinge, die ich echt nicht "nett" finde... z.B. Spinnen. In erster Linie finde ich Spinnen und Schnaken ekelig und dann folgt die Angst. Aber ich denke, dass jeder mit Spinnenphobie das nachempfinden kann 😉



Des Weiteren ekel ich mich davor, Essenreste wegzuwerfen. 

Ich mag generell Essensreste nicht sonderlich. Gerade dann, wenn...

30. August 2017

25.08.2017 \o/ (4 Jahre Love.Heart.Peaches)

Nein... ich habe natürlich nicht meinen Blog-Geburtstag vergessen 😉
Viel mehr habe ich einfach nicht die Zeit gefunden... aber besser spät als nie, werden nun wenigstens ein paar Worte darüber verloren... einfach, damit es nicht ganz untergeht 😅

Ich habe 2013 mit diesem Blog angefangen... wahnsinnige 4 Jahre habe ich es nun geschafft, diese Seite hier am Leben zu erhalten und ganz ehrlich, ich bin froh darüber.
Ich habe mit dem Bloggen begonnen, um Menschen über meine (besondere) Art der psychischen Erkrankungen zu informieren. Und natürlich habe ich es auch für mich getan. 
Ich wollte die Möglichkeit schaffen, zurückzublicken und Therapiefortschritte festzuhalten.
Ich wollte andere Menschen daran teilhaben lassen.


Ich muss gestehen... langfristig gesehen, habe ich das hier unterschätzt
Selbstverständlich wusste ich, dass...

23. August 2017

Alles ist ungewiss

In der letzten Woche hat sich für mich herausgestellt:

Alles ist ungewiss!

... zumindest bzgl. meiner weiteren Therapie.

Aber ich fange erst einmal von Vorne an: 
Vorletzte Woche hatte ich mal wieder eine Sitzung bei meiner Psychotherapeutin. Und wie immer sprachen wir über die vergangenen Wochen und wie es mir aktuell geht?! 
Am Ende der Sitzung schaute meine Therapeutin im PC nach meinen übrigen Sitzungen und sah, dass mir noch 3 Sitzungen zur Verfügung stehen.

3 !!! Ich dachte, ich fall vom Stuhl?! 
Als ich sie fragte, was denn danach passieren würde und wie es weitergeht, druckste sie etwas herum und meinte, dass das dann ganz an mir liegen würde... 
Wenn ich weiteres Interesse an einer Therapie hätte, müsste sie einen Antrag an die Krankenkasse stellen, welche dann entscheidet, ob eine weitere Therapie von Nutzen ist. 
Da ich allerdings schon vor einiger Zeit "austherapiert" war (siehe hier), 2 Jahre warten musste und dann erneut die Therapie begonnen habe, ist es anscheinend fraglich, ob die Krankenkasse dem Antrag zustimmt.



"Klasse!" dachte ich. "Echt tolle Kiste!" 
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was passiert, wenn dem Antrag nicht stattgegeben wird. Habe ich dann für die nächsten Jahre keinen Anspruch mehr auf eine Psychotherapie? Wie lange müsste ich...

2. August 2017

[A-Z Teil 2] C und D

C... wie Chaos und Cannabis

Ich brauche Strukturen! Das habe ich als Teenager gemerkt. Strukturen im Sinne von: Regelmäßigkeiten. Der Grund dafür ist, dass ich eigentlich eine ziemlich faule Socke bin. JA wirklich... in meinem Kinderzimmer herrschte damals so lange Chaos, bis ich entweder etwas "wichtiges" suchte oder mich das Durcheinander selbst nervte (aber das konnte dauern.... 😁). Heute ist das anders. Zumindest nach außen hin. Meine Wohnung ist (die meiste Zeit) aufgeräumt, geputzt, es wurde gebügelt, die Fenster gereinigt, die Teppiche gesaugt, die Wanne geschrubt und die Katzen versorgt.... 
Aber genau das musste ich auch erst einmal lernen. Nicht, weil ich nicht wusste, wie man einen Lappen in die Hand nimmt oder den Staubsauger betätigt. Sondern viel mehr, wie man seinen Schweinehund austrickst und etwas tut, anstatt auf der Couch zu liegen und Netflix zu gucken. Ich habe mir eine Regelmäßigkeit angeeignet. 



Zum Beispiel wird bei mir Freitags nach der Arbeit Wäsche gewaschen und anschließend aufgehängt, so dass sie sonntags trocken ist und ich sie bügeln kann. Sonntags ist auch der generelle Putztag bei mir. Warum gerade Sonntag? Weil...

26. Juli 2017

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben...

In den letzten zwei Wochen hatte ich wieder zwei Termine, die in meiner weiteren Behandlung eine Rolle spielen:
Vorletzte Woche hatte ich mal wieder einen Psychotherapietermin. Da ich seit meiner Untersuchung im Krankenhaus (siehe hier) nicht mehr dort war, war meine Therapeutin natürlich neugierig, was denn genau bei mir gemacht wurde und wie es gelaufen ist?!
Selbstverständlich hatte ich ihr im Vorfeld schon davon erzählt und daher wusste ich sie auch ziemlich gut, wie viele Sorgen ich mir gemacht hatte und wie beängstigend die Untersuchung für mich sein würde.

Nun ja... ich erklärte ihr also, dass die Untersuchung nicht in der Art und Weise stattgefunden hat, wie es ursprünglich geplant war. Ich beschrieb, wie der gesamte Aufenthalt im Krankenhaus verlief und welche Diagnose dort nun gestellt wurde. 

Meine Therapeutin war glücklich darüber, dass ich überhaupt zur Untersuchung gefahren bin und den Entschluss gefasst hatte, es auch wirklich machen zu lassen. 
Wer mich allerdings kennt, weiß, dass ich niemals einen Termin machen würde, zu dem ich am Ende nicht hinfahren würde.... (...und das auch noch unangekündigt...)?!

Demnächst möchte sie mit mir "Achtsamkeitsübungen" durchführen. Ich habe dies zwar während meiner Reha-Zeit (siehe hier) ein wenig kennengelernt, aber so voll und ganz weiß ich nicht, was mich erwartet.
Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?



Letzte Woche hatte ich dann auch noch einen Termin bei meiner Urologin. 
Sie erhielt natürlich den Arztbericht aus dem Krankenhaus und war bereits über alles informiert.
Ganz glücklich...

19. Juli 2017

[A-Z Teil 2] A und B

A… wie Abnehmen, Auto und Albernheit

Ich muss gestehen, dass ich innerhalb der letzten 1,5 Jahren ein wenig zugenommen habe. Es ist nicht weiter tragisch und ich persönlich habe sowieso diesbezüglich eine recht humane Einstellung, dennoch bin ich momentan an einem Punkt, an dem ich diese Extrakilos dazu nutzen möchte, wieder mehr an mich und mein Wohlempfinden zu denken. Seitdem ich damals aus meinem Elternhaus ausgezogen bin, habe ich Tütenessen vermieden, selten Essen bestellt (schon alleine aufgrund des Mindestbestellwertes, den man alleine eh kaum erreicht 😄 ) und dafür mehr frisch gekocht. Allerdings esse ich viel und gerne und genau das ist mein Manko. Dazu kam, dass ich wenig bis gar keinen Sport getrieben habe. Nun ist es allerdings so, dass ich aufgrund meiner Beziehung in dem letzten Jahr häufig unnötig viel und ungesund gegessen habe. Man wird eben in einer neuen Beziehung bequem... 😉
Aber das soll sich nun ändern: Auf der Suche nach einem Sport, der mit Spaß macht, ich eine Anleitung habe und mich dazu verleitet, am Ball zu bleiben, habe ich nun Stepaerobic für mich entdeckt. Seitdem ich das Board zuhause habe, mache ich bis zu 5 Mal die Woche 20-30 Minuten Sport und das tut richtig gut. Des Weiteren essen wir wieder gesünder. Nun muss ich nur noch die Mengen in den Griff bekommen und dann sollten auch die ersten Pfunde purzeln... 

Aufgrund meiner Erkrankung ist es schwierig für mich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Einen Führerschein zu besitzen und selbst Autofahren zu können ist in meinem Fall daher sehr wichtig. Selbstständig zu sein, entscheiden zu können, wann man mal rechts ranfährt oder welchen Weg man fahren möchte, um lange Umwege oder staulastige Straßen zu umfahren. Ich brauche einfach meinen eigenen fahrbaren Untersatz. 


Es gab mal eine Situation, in der mein Auto knapp 1,5 Wochen in der Werkstatt stand. Mir blieb nichts anderes übrig, als...

5. Juli 2017

[A-Z Teil 2] Ankündigungen

Da es ist den letzten Monaten zwischenzeitlich ruhig hier auf dem Blog war, habe ich mir gedacht, dass ich mal wieder eine Runde [A-Z] starten könnte.
Mit diesen Beiträgen habt ihr die Möglichkeiten, mich etwas besser kennenzulernen und in den Wochen, wo ich nicht viel zu berichten habe, wird es dennoch nicht so ruhig hier. 

Wer die ersten [A-Z] Beiträge verpasst hat, kann gerne einmal hier vorbeischauen 
---> [A-Z] Teil 1 <--- 💓



L.H.P.

28. Juni 2017

Kleine Schritte nach Vorne

Nachdem ich nun im Krankenhaus die Bestätigung erhalten habe, dass organisch bei mir alles in Ordnung zu sein scheint, musste ich diese Mitteilung erst einmal sacken lassen.
Natürlich hatte ich mit keinem anderen Ergebnis gerechnet, dennoch hoffte ich insgeheim, dass man vielleicht doch irgendetwas finden würde... etwas kleines, winziges... etwas, was meinen Zustand begünstigt oder gar mein Körpergefühl verursacht. Aber nein, am Ende ist es doch rein psycho-somatisch. Der Kopf steuert, was der Körper fühlt.

Ich habe also nun die Gewissheit und muss für mich jetzt endgültig einen Weg finden, damit zurecht zu kommen. Ich möchte irgendwann einmal wieder so leben können, wie ich es früher getan hatte... mich frei fühlen. Frei im Sinne von: Im Hier und Jetzt sein und nicht im "was wäre, wenn ich zum ungünstigsten Zeitpunkt zur Toilette müsste...?".

Aufgabe ist es für mich, mich schrittweise meinem Ziel zu nähern. Mich nicht zu überfordern. Mich von Rückschlägen nicht fertig machen zu lassen. Nur nach vorne und nicht zurück... so lautet mein Mantra. Nicht immer in die Ferne schauen und Horrorszenarien ausmalen. Schritt für Schritt die täglichen Aufgaben des Lebens angehen und somit viele kleine Teilerfolge verbuchen, anstatt große Rückschläge. 


Vor etwa 2,5 Jahren habe ich bereits beschrieben, wie ich mit der Angst der Harninkontinenz im Alltag zurechtkomme (hier). Ich trage...

21. Juni 2017

Ein Pfirsich im Krankenhaus

Wie in meinem vorherigen Blogpost (hier) bereits erwähnt, war eine ambulante Behandlung im Krankenhaus geplant, welche dazu dient, meine Blase gründlich zu untersuchen.

Zuvor habe ich absichtlich nicht beschrieben, um welche Untersuchung es sich genau handelt und das, aus einem einfachen Grund... ich hatte Schiss...
Geplant war eine urodynamische Untersuchung: Eine Untersuchung, bei der die Blase mit einem Katheter langsam gefüllt wird. Dabei werden Elektroden auf der Bauchdecke befestigt (um Reizweiterleitung und Auffälligkeiten direkt bestimmen zu können) und der Unterleib wird geröntgt. Achja... eine kleine Sonde wird (laut meinen Recherchen) noch zusätzlich in den Enddarm geschoben, um die Blase von allen Seiten zu untersuchen.

Wie ihr lesen könnt, klingt das alles schon ziemlich gruselig und unangenehm. Dementsprechend war meine Angst bzw. Sorge vielleicht nicht 100% berechtigt, aber irgendwie doch verständlich.


Montag war nun dieser Tag der Tage... ich hatte die Nacht kaum geschlafen, hatte die Stunden vor der Fahrt ins Krankenhaus Durchfall, mir war übel, ich hatte weder Durst noch Appetit... ich fühlte mich einfach schlecht. Aber hey... 

31. Mai 2017

Der nächste Schritt...

Mal wieder hat man über Wochen nichts von meinen Fortschritten gehört... bzw. gelesen und dafür gibt es einen Grund.
Stillstand... 

Einerseits klingt das erst einmal sehr ernüchternd, aber auf der anderen Seite kann Stillstand auch sehr erholend sein. Es gibt zwar keine "Auf´s", jedoch bleiben die "Ab´s" einem auch erspart. 

Ich schreibe weiterhin Liste (siehe hier), versuche zwischendurch Miktionstagebuch zu führen (was mir allerdings weniger gelingt, da ich ... naja... bequem bin.... ok... ich gebe es zu... ich bin faul... stinkefaul) und arbeite daran, mehr Bewegung in meinen Alltag zu integrieren, um mich etwas aktiver zu fühlen.



Bei meinem letzten Termin bei der Urologin hat sie entschlossen, dass...

24. Mai 2017

30 !!!

Nächste Woche ist es soweit... ich werde 30 Jahre alt!!!!
30... das muss man sich erst einmal durch den Kopf gehen lassen... 

Als ich noch jünger war (ach Gott, das klingt so, als ob ich schon steinalt wäre) hatte ich immer eine Vorstellung davon, wie mein Leben mit Ü30 aussehen würde.
In meiner Vorstellung hatte ich bereits meine Jugendliebe geheiratet, man hat schon 1-2 Kinder in die Welt gesetzt und weiß, wo man im Leben steht. Man hat quasi schon seinen Platz und seine Rolle im Leben gefunden.


Eine plötzliche Erkrankung, die einen 10 Jahre seines Lebens "raubt", kam nicht in meiner Vorstellung vor. 
Ich wollte ein Leben, wie es die Generation unserer Eltern in dem Alter geführt hatte...

Klingt langweilig, nicht wahr?! Aber genau das wollte ich!

Wenn ich aber heute auf mein Leben schaue, bin ich...

26. April 2017

Listen über Listen

Ich führe Liste... mal wieder... irgendwie habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass jegliche Art der Therapie mit dem Führen von Listen einhergeht.
Listen über die Häufigkeit meiner Toilettengänge... Listen über die Menge meiner Ein- und Ausfuhr.... und nun schon wieder eine neue Liste....

Wie ich bereits in meinem vorherigen Blogpost beschrieben habe, wurde ja meine Therapie nun etwas umgestellt. In diesem Zusammenhang wurde auch die erwähnte "neue Liste" eingeführt.
Und zwar bekam ich von meiner Psychotherapeutin die Aufgabe, jeden Abend in Stichworten aufzuschreiben, was mir im Laufe des Tages gut getan hat. Dabei können die simpelsten Dinge berücksichtigt werden. Zum Beispiel: Gutes Essen, erholsamer Schlaf, meine Katzen, Zweisamkeit, Familienleben usw....



Dabei geht es vorallem um ressourcenaktivierende Techniken. Normalerweise wird diese Art der Therapie für...

29. März 2017

Ein neuer Therapieansatz

Während der letzten zwei Sitzungen bei meiner Psychotherapeutin, sind wir zu dem Entschluß gekommen (bzw. hat es sich so ergeben), dass wir nun in der Therapie eine andere Richtung einschlagen werden.
Zuvor haben wir primär meine Angst und meine katastrophisierenden Gedanken analysiert, uns mit meinen schwierigen und auch guten Situationen befasst...

Nun ist es aber so, dass meine Therapeutin einen wichtigen Aspekt ansprach, der mir selbst gar nicht so bewusst war.


Aber erst einmal von Vorne:

Wie ich bereits hier im Blog schon mal beschrieben hatte, habe ich...

8. März 2017

Kurzes Update

Ich weiß... in letzter Zeit ist es ziemlich ruhig hier, was allerdings weniger an "akuter Unlust" liegt, sondern viel mehr daran, dass es einfach nicht viel zu berichten gibt.
Veränderungen meines Allgemeinzustandes gibt es kaum.

Die wöchentliche Besuche bei der Beckenbodengymnastik habe ich nun nach 6 Wochen beendet und versuche in meinem Alltag immer mal wieder Übungen einfließen zu lassen.
Im Großen und Ganzen bin ich froh dieses Angebot genutzt zu haben, da ich nun das Gefühl habe, aktiv etwas tun zu können. Ob es am Ende ausschlaggebende Auswirkungen auf meine Ängste haben wird, wird die Zeit zeigen.


Urologisch...

15. Februar 2017

**Zwischenpost** - Gedankengänge XV

Was wäre, wenn wir genau so sind, wie wir sein sollen?
Was wäre, wenn wir genau an dem Ort uns befinden, wo wir hingehören?
Wenn wir genau die Erfahrungen machen sollten, die wir bereits gemacht haben, um der Mensch werden zu können, der wir genau heute sind?
Was wäre, wenn wir auf die Menschen treffen, die in der Weiterentwicklung unserer Selbst vonnöten sind?
Menschen, die eine Aufgabe darstellen... Menschen, die uns weiterbringen... 
Was wäre, wenn manche Situationen und Erfahrungen uns bisher erspart blieben, weil sie zu dem Drehbuch unseres Lebens einfach nicht passen?
Wenn wir einfach nicht mit den Ereignissen klarkommen würden oder nicht gefestigt genug dafür sind, diese Prüfungen zu meistern?
Was wäre, wenn wir wirklich nur die Aufgaben gestellt bekommen, die wir auch bewältigen können, auch, wenn es für uns auf den ersten Blick nicht so aussieht?
Was wäre, wenn manche Menschen oder Situationen erst dann in deinem Leben auftauchen, wenn genau der richtige Zeitpunkt dafür ist? 
Wenn zuvor einfach nicht Platz dafür in deinem Leben gewesen wäre, obwohl es sich für dich so angefühlt hätte?
Wenn andere Menschen erst gehen müssen, um für neue Personen Platz zu schaffen?
Was wäre, wenn sich in unseren Leben vielleicht alles so fügt, wie es zu sein hat? 
Wenn ein Happy-End nicht unbedingt wie ein Happy-End aussieht? 
Was wäre, wenn wir uns unser ganzen Leben lang an einem roten Faden entlang hangeln und schon vorbestimmt ist, wann dieser Faden zu reißen beginnt?
Was wäre, wenn unerwartete Vorkommnisse gar nicht so unerwartet sind, sondern für uns einfach nur unerwartet kamen?
Wenn es sich wie eine Überwindung anfühlt, es aber eigentlich keine war, weil man ja nur Aufgaben gestellt bekommt, die man meistern kann?
Was wäre, wenn wir alle die gleichen Attribute in uns tragen und uns nur darin unterscheiden, welche Ausprägung bestimmte Attribute haben?
Wenn wir alle Millionen von Fassetten haben, aber jeder eine bestimmte Fassette dominiert?


Was wäre, wenn es nicht so wäre?



L.H.P.

1. Februar 2017

Es geht voran...

Neue Erfahrungen sammeln, neue Menschen kennen lernen, sich selbst in neuen Situationen wiederfinden....

Ich nehme nun seit gut 2 Wochen meine neuen Tabletten ein, welche mir die Urologin verschrieben hat. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Wer jetzt einen Bericht über eine "Wundertablette" lesen möchte, sollte nicht weiterlesen ;-)
Dennoch kann ich bisher nur Gutes darüber berichten. 
Die Tablette ist dafür da, die Blasenmuskulatur zu beruhigen und möchte damit bewirken, dass das Blasenvolumen gesteigert sowie die Zeiten zwischen den Toilettengängen maximiert wird.



Ebenfalls habe ich ja auf eigenen Wunsch Beckenbodengymnastik verschrieben bekommen. Wer bereits einmal eine Überweisung/ ein Rezept für eine physiotherapeutische Behandlung bekommen hat, weiß, dass man...

18. Januar 2017

Ich bin noch da!

Das Jahr ist nun schon 18 Tage alt und bisher habe ich mich hier nicht zu Wort gemeldet.
Aber das wird nun geändert... das Jahr beginnt auch nun offiziell hier!




Das letzte Jahr endete für mich in mancher Hinsicht nicht ganz so berauschend, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Nach einer heftigen Angstattacke im Auto und einem kleinen Nervenzusammenbruch nachdem ich dann endlich mein Zuhause erreichte, war aber dann alles soweit in Ordnung.
Um der Angstattacke nicht allzu viel Gewicht zu geben, gebe ich nur eine kurze Zusammenfassung dazu preis:
Ich hatte...