1. Februar 2017

Es geht voran...

Neue Erfahrungen sammeln, neue Menschen kennen lernen, sich selbst in neuen Situationen wiederfinden....

Ich nehme nun seit gut 2 Wochen meine neuen Tabletten ein, welche mir die Urologin verschrieben hat. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Wer jetzt einen Bericht über eine "Wundertablette" lesen möchte, sollte nicht weiterlesen ;-)
Dennoch kann ich bisher nur Gutes darüber berichten. 
Die Tablette ist dafür da, die Blasenmuskulatur zu beruhigen und möchte damit bewirken, dass das Blasenvolumen gesteigert sowie die Zeiten zwischen den Toilettengängen maximiert wird.



Ebenfalls habe ich ja auf eigenen Wunsch Beckenbodengymnastik verschrieben bekommen. Wer bereits einmal eine Überweisung/ ein Rezept für eine physiotherapeutische Behandlung bekommen hat, weiß, dass man...
...dieses innerhalb von 10 Tagen einlösen muss. Also blieb keine Zeit das vor sich herzuschieben. So kam es auch dazu, dass ich bereits schon zwei Termine hatte (6x 1 mal wöchentlich). Auch davon kann ich nur Gutes berichten. Das Wissen, wo was welche Wirkung hat und wie ich diese Muskulatur unauffällig trainieren kann, gibt mir nach und nach ein ganz neues Körperbewusstsein/-gefühl... ein wenig Sicherheit.

Aber zurück zu den Tabletten... in Kombination mit der Beckenbodengymnastik geht es mir viel besser (nein, ich bin noch nicht "geheilt"). Die Zeiten zwischen den Toilettengängen werden größer, ich bin viel mehr "in den Situationen" und weniger "bei mir". Ich habe durchaus mehr Momente, in denen ich mich nicht "eingeschränkt" fühle und mein Umfeld empfindet mich als "gelassener".
Selbst, wenn das nur ein kleiner Schritt Richtung Ziel ist, macht mich das sehr glücklich.
Um dieses Ergebnis auch in Zahlen festzuhalten, werde ich in den kommenden Wochen immer mal wieder ein Miktionstagebuch führen (Einfuhr/Ausfuhr). Daran lässt sich dann auch für die Urologin feststellen, inwiefern eine Besserung eingetreten ist.

Das Autofahren fällt mir in letzter Zeit schwer, aber da das etwas ist, was ich nicht umgehen kann (zum Glück!), boxe ich mich da durch und hoffe, irgendwann auch in diesem Bereich wieder gelassener zu werden.

Wie dem auch sei... alles in allem fühle ich mich momentan wirklich gut. 
Zuhause läuft auch alles prima: Ich bin angekommen, sorge gerade step by step für die Grundsteine einer neuen Zukunftsperspektive und habe das Gefühl eine Balance gefunden zu haben, zwischen "Erwachsensein" und "Kind-sein-dürfen" ;-)
Denn auch wenn die 30 schon heftig winkt, wäre ich nicht ich, wenn ich nicht zwischendurch mal albern sein dürfte.

Die nächsten Wochen geht es weiterhin zu Physiotherapie und auch die Psychotherapie steht nun wieder an. Das erste Mal in diesem Jahr und es gibt viel zu erzählen...

Mal sehen, wie es weitergeht.

Bleibt tapfer...

L.H.P.

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