28. Juni 2017

Kleine Schritte nach Vorne

Nachdem ich nun im Krankenhaus die Bestätigung erhalten habe, dass organisch bei mir alles in Ordnung zu sein scheint, musste ich diese Mitteilung erst einmal sacken lassen.
Natürlich hatte ich mit keinem anderen Ergebnis gerechnet, dennoch hoffte ich insgeheim, dass man vielleicht doch irgendetwas finden würde... etwas kleines, winziges... etwas, was meinen Zustand begünstigt oder gar mein Körpergefühl verursacht. Aber nein, am Ende ist es doch rein psycho-somatisch. Der Kopf steuert, was der Körper fühlt.

Ich habe also nun die Gewissheit und muss für mich jetzt endgültig einen Weg finden, damit zurecht zu kommen. Ich möchte irgendwann einmal wieder so leben können, wie ich es früher getan hatte... mich frei fühlen. Frei im Sinne von: Im Hier und Jetzt sein und nicht im "was wäre, wenn ich zum ungünstigsten Zeitpunkt zur Toilette müsste...?".

Aufgabe ist es für mich, mich schrittweise meinem Ziel zu nähern. Mich nicht zu überfordern. Mich von Rückschlägen nicht fertig machen zu lassen. Nur nach vorne und nicht zurück... so lautet mein Mantra. Nicht immer in die Ferne schauen und Horrorszenarien ausmalen. Schritt für Schritt die täglichen Aufgaben des Lebens angehen und somit viele kleine Teilerfolge verbuchen, anstatt große Rückschläge. 


Vor etwa 2,5 Jahren habe ich bereits beschrieben, wie ich mit der Angst der Harninkontinenz im Alltag zurechtkomme (hier). Ich trage...

21. Juni 2017

Ein Pfirsich im Krankenhaus

Wie in meinem vorherigen Blogpost (hier) bereits erwähnt, war eine ambulante Behandlung im Krankenhaus geplant, welche dazu dient, meine Blase gründlich zu untersuchen.

Zuvor habe ich absichtlich nicht beschrieben, um welche Untersuchung es sich genau handelt und das, aus einem einfachen Grund... ich hatte Schiss...
Geplant war eine urodynamische Untersuchung: Eine Untersuchung, bei der die Blase mit einem Katheter langsam gefüllt wird. Dabei werden Elektroden auf der Bauchdecke befestigt (um Reizweiterleitung und Auffälligkeiten direkt bestimmen zu können) und der Unterleib wird geröntgt. Achja... eine kleine Sonde wird (laut meinen Recherchen) noch zusätzlich in den Enddarm geschoben, um die Blase von allen Seiten zu untersuchen.

Wie ihr lesen könnt, klingt das alles schon ziemlich gruselig und unangenehm. Dementsprechend war meine Angst bzw. Sorge vielleicht nicht 100% berechtigt, aber irgendwie doch verständlich.


Montag war nun dieser Tag der Tage... ich hatte die Nacht kaum geschlafen, hatte die Stunden vor der Fahrt ins Krankenhaus Durchfall, mir war übel, ich hatte weder Durst noch Appetit... ich fühlte mich einfach schlecht. Aber hey...