2. August 2017

[A-Z Teil 2] C und D

C... wie Chaos und Cannabis

Ich brauche Strukturen! Das habe ich als Teenager gemerkt. Strukturen im Sinne von: Regelmäßigkeiten. Der Grund dafür ist, dass ich eigentlich eine ziemlich faule Socke bin. JA wirklich... in meinem Kinderzimmer herrschte damals so lange Chaos, bis ich entweder etwas "wichtiges" suchte oder mich das Durcheinander selbst nervte (aber das konnte dauern.... 😁). Heute ist das anders. Zumindest nach außen hin. Meine Wohnung ist (die meiste Zeit) aufgeräumt, geputzt, es wurde gebügelt, die Fenster gereinigt, die Teppiche gesaugt, die Wanne geschrubt und die Katzen versorgt.... 
Aber genau das musste ich auch erst einmal lernen. Nicht, weil ich nicht wusste, wie man einen Lappen in die Hand nimmt oder den Staubsauger betätigt. Sondern viel mehr, wie man seinen Schweinehund austrickst und etwas tut, anstatt auf der Couch zu liegen und Netflix zu gucken. Ich habe mir eine Regelmäßigkeit angeeignet. 



Zum Beispiel wird bei mir Freitags nach der Arbeit Wäsche gewaschen und anschließend aufgehängt, so dass sie sonntags trocken ist und ich sie bügeln kann. Sonntags ist auch der generelle Putztag bei mir. Warum gerade Sonntag? Weil...
...man da selten verplant ist und die Wohnung für die kommende Woche sauber ist. Und ja... ich putze auch Fenster... an einem Sonntag. Zwar nicht jeden Sonntag, aber bei Bedarf. 
Worauf ich hinaus will... dank dieser festen Tage ist alles geregelt. Es ist sogar schon so weit, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, sollte ich mal von dieser Regelmäßigkeit abweichen (durch Termine oder Krankheit o.ä.). Man könnte es festgefahren nennen, aber für mich ist es der Weg, meinen faulen Schweinehund auszutricksen. Mit Erfolg.

Cannabis... ja, warum habe ich gerade dieses Thema gewählt?! Einfache Antwort: Es ist die Droge (neben Alkohol), die am meisten verherrlicht wird. Versteht mich nicht falsch... ich möchte nicht an dieser Stelle eine Diskussion über Drogenkonsum und Drogenmissbrauch beginnen. Ich habe das Thema gewählt, weil ich wahrscheinlich zu den wenigen Menschen gehöre, die bisher nicht diese Droge konsumiert/ probiert haben. Natürlich gab es in meiner Jugend ein paar Mal die Möglichkeit dazu, aber mich hat es nie wirklich gereizt. Für mich war das eine "ich konsumiere, also bin ich cool"-Droge und auf sowas stehe ich überhaupt nicht. Ich habe früh angefangen zu rauchen und mit 14 Jahren mein erstes Bier probiert... das hat mir schon gereicht, um mich "cool" und "erwachsen" zu fühlen 🙈 Naja...so war man eben in dem Alter. Und auch heute habe ich keinerlei Ambitionen dieses Zeug zu probieren. Ich muss aber dazu sagen, dass ich den Konsum bei Erkrankungen befürworte. Alles andere muss jeder für sich selbst wissen, aber ich finde schon den Geruch ziemlich abstoßend 🙅.


D… wie Denker und Diebstahl

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird über folgenden Fakt nicht überrascht sein: Ich bin ein Denker. Das bedeutet, dass ich nicht nur über unnötig viele Dinge nachdenke, sondern auch noch sehr viele bevorstehende Situationen oder Entscheidungen ZERdenke. Ich versuche vorbereitet zu sein, stelle aber immer wieder fest, dass das gar nicht in dem Maße möglich ist, wie ich mir das wünschen würde. Ich überdenke sehr viel, bis ich selbst von mir genervt bin. Ich interpretiere viel, manchmal auf fehl und tue (zumindest in meinem Kopf) vielen Menschen damit unrecht. Ich unterstelle und misstraue, auch, wenn ich diese Art der Gedanken meist mit mir selbst ausmache. Ich versuche noch nicht vorhandene Konflikte in meinem Kopf zu führen und auf eine Lösung zu kommen, bevor ich einen wirklichen Konflikt beginne. Und wofür? Um eben einen realen Konflikt zu vermeiden. Ich tue mich schwer darin, schnell eine Entscheidung zu fällen, weil ich nicht genügend Zeit hatte, sämtliche Möglichkeiten zu bedenken. Was soll ich sagen? Es ist anstrengend ein Denker zu sein. Ich wäre gerne spontaner und nicht so kopflastig. Aber ich denke, irgendwie gehört das auch zu mir. 

Ich war damals 11 oder 12 Jahre alt. Ich weiß noch, dass ich für den Schwimmunterricht in der Schule einen neuen Badeanzug benötigte. Meine damalige beste Freundin ebenso. Also fuhren wir mit ihrer Mutter in ein Kaufhaus und begaben uns auf die Suche nach einem schicken Teil. Nach einiger Zeit haben wir beiden zwei wirklich süße Badeanzüge gefunden. Natürlich wurden sie noch vor Ort anprobiert und für gut empfunden. Während ich in der Umkleidekabine stand, stellte ich fest, dass es zum Badeanzug ein Haargummi gab. Es war farblich auf den Badeanzug abgestimmt und war mit einer Plastikschlaufe fest am Badeanzug befestigt. Ich weiß, dass ich mich darüber gefreut hatte. Ich ging zu meiner Freundin, die am Ständer der Badeanzüge stand und zeigte ihr das Haargummi. Und während ich dort stehe und mit ihr rede, fällt mir auf, dass an einem anderen Badeanzug ein viel schöneres Haargummi hing..... ich sprach mit meiner Freundin darüber. Gemeinsam entschieden wir, dass wir das andere Haargummi mitnehmen. Wir verschwanden mit dem anderen Badeanzug in der Umkleidekabine und trennten das Gummi ab. Ich steckte es ein und hing den Badeanzug wieder auf den Ständer. An der Kasse bezahlte ich für die Artikel, die ich mitnehmen wollte ... bis auf das eingesteckte Haargummi.... ich hatte paranoia, als ich den Laden verließ und auch danach fühlte ich mich nicht wie eine "Siegerin", aber es führte dazu, dass ich danach nie wieder gestohlen habe. Irgendwie war mir das zu viel Stress 😁


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